Die Schweiz hat die teuersten Städte der Welt

tabelle (ubs) preisniveau städte global

tabelle (c) ubs preisniveau städte global

Zürich und Genf sind nach einer Erhebung der Schweizer Bank UBS derzeit in einem globalen Vergleich die teuersten Städte. Frankfurt am Main, München und Berlin finden sich erst auf den Plätzen 30, 31 sowie 38 wieder – und damit weit unter »Hochpreis-Metropolen« wie New York (Rang 3), Oslo (4), Kopenhagen (5), London (6), Chicago (7), Tokio (8), Auckland (9) oder Sydney (10).

Allerdings sind nach der Studie [1] auch die Einkommen in Zürich und Genf Weltspitze. Dort sowie in Luxemburg (3), New York City (4), Miami (5), Kopenhagen (6), Sydney (7), Oslo (8) Los Angeles (9) und Chicago (10) sei der durchschnittliche Nettostundenlohn am meisten wert, weil damit am meisten Waren und Dienstleistungen gekauft werden könnten.

Für die Studie wurde ein standardisierter Korb aus 122 Waren und Dienstleistungen sowie die jeweiligen Löhne verglichen.

So verdient man in Zürich und Genf im Durchschnitt bereits in elf Minuten genug, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Dafür müssen Angestellte in der kenianischen Hauptstadt Nairobi fast drei Stunden arbeiten.

Ein iPhone 6 (mit 16 GB Speicher) können sich Angestellte in Zürich laut UBS nach 20,6 Arbeitsstunden leisten – in München nach 40,9 und in Berlin nach 43,3 Stunden. In Nairobi muss man hingegen 468 Stunden für das gleiche Smartphone ackern.

[1] UBS-Studie https://docs.dpaq.de/9617-ubs-pricesandearnings-2015-de.pdf
Die Preisranglisten zeigen die relativen Kosten für Güter und Dienstleistungen weltweit. In Zürich, Genf und New York City sind die Preise am höchsten: mehr als zweieinhalbmal so hoch wie in Bukarest, Sofia und Kiew, wo die untersuchten Güter und Dienstleistungen am billigsten sind. Im Mittelfeld liegen Istanbul, Doha und Lyon; allerdings bewegen sich die Preise dort näher bei den Preisen der teureren als der günstigeren Städte.
Lebe ich in einer teuren Stadt?
Werden die Mieten in den Preisniveauindex einbezogen, sinken fast alle Städteindizes im Vergleich zu Zürich, durchschnittlich um 17 Prozent. Einzige Ausnahme ist Hongkong, dessen Preisniveau aufgrund hoher Mieten in der UBS-Rangliste um 13 Plätze nach oben rutscht. Bei Einbezug der Mieten ist New York City die teuerste und Sofia die günstigste Stadt. Die Preisniveaus einschließlich der Mieten zeigen, wie stark sich die Mieten auf die monatlichen Ausgaben auswirken. Geht man von vergleichbaren Einkommen aus, müssen Einwohner von New York City fast 8 Prozent mehr ihres Einkommens für ihre Wohnung aufwenden als Zürcher. Zum Vergleich: In Hongkong wird fast 16 Prozent mehr für Miete ausgegeben als in Zürich.
Methodik: Die Zusammensetzung des UBS-Referenzkorbs aus Gütern und Dienstleistungen stellt das monatliche Ausgabeverhalten einer dreiköpfigen europäischen Familie dar. Die Preise der 122 Güter und Dienstleistungen werden nach dem monatlichen Verbrauch gewichtet. Beispielsweise geht UBS davon aus, dass eine Familie in Europa pro Monat fast 15 kg Gemüse konsumiert, jedoch nur alle 2,5 Jahre einen neuen PC erwirbt. Die Berechnungen der Preisniveaus beruhen auf den Kosten eines Korbs aus 122 Gütern und Dienstleistungen, einschließlich Miete. In UBS-Index werden die Preise des Referenzkorbs im Verhältnis zu zur Referenzstadt Zürich gezeigt. Die Mietwerte wurden berechnet, indem die Preise der drei Wohnformen gleich gewichtet wurden.
grafik (c) ubs preise löhne kaufkraft

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