Die Sicherheitstrends 2016

Sicherheitsexperten [1] haben die wichtigsten Sicherheitstrends für 2016 ermittelt.

foto cc0 sicherheit 2016 feuerwehr

Internet der unsicheren Dinge: Das Internet der Dinge ist eine neue Spielwiese für Hacker. Die Zunahme vernetzter Objekte, die weder überwacht noch geschützt werden, bildet geradezu ein Paradies für Cyberkriminelle. Zwar dürften sich nur wenige interessante Daten auf einzelnen IoT-Geräten befinden, doch zum Abschalten ganzer Netzwerke reicht es.

Weltweite Kriminalität: Die Aktivitäten von Hackern werden immer internationaler. Während klassische Ursprungsländer ihre Angriffsmethoden stark weiterentwickeln, bleiben andere wie China oder Nordkorea technologisch fast stehen, sind aber trotzdem weiterhin erfolgreich. Im Kommen ist Russland, dessen Hacker immer angriffslustiger werden.

Strengerer Datenschutz: Die Auswirkungen des Safe-Harbor-Urteils lassen sich noch schwer abschätzen und die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) der Europäischen Kommission steht vor der Tür. Das heißt für Unternehmen, dass sie von Grund auf klären müssen, wie sie mit persönlichen Informationen von Kunden und Mitarbeitern umgehen. So dürften sie ihre Datenschutzarchitekturen und -investitionen deutlich verstärken.

Fehlende Sicherheitsexperten: Der Fachkräftemangel wird in Sachen IT-Sicherheit ein großes Problem darstellen. So lagern Unternehmen die zugehörigen Aufgaben vermehrt an Managed Security Service Provider aus. Doch zusätzlich müssen die Anwendungen besser und intelligenter sowie die Arbeitsplätze attraktiver gestaltet werden.

Mehr Angriffe auf die Cloud: Unternehmen speichern wertvolle Daten wie Kunden- und Mitarbeiter-Informationen oder geistiges Eigentum zunehmend in der Cloud. Entsprechend ist eine Steigerung von Sicherheitsvorfällen bei Cloud Services zu erwarten. Dabei erhalten Hacker vor allem über Social Engineering die nötigen Zugangsdaten.

Erpresser-Software unterwegs: Auch mobile Malware und Ransomware zur Erpressung von Lösegeld spielen eine immer größere Rolle. Cyberkriminelle haben bereits Smartphones und Tablets im Visier und greifen künftig nicht nur Privatanwender, sondern auch Unternehmen an, die sensible Daten wie Bilder, Dokumente oder Quellcode nicht ausreichend sichern.

Verschlüsselung als Versteck: Services wie Office365, GoogleDrive oder Dropbox werden immer beliebter – bei Anwendern und Hackern. Sie sind kostenlos, bieten SSL-Verschlüsselung und werden selten blockiert. Sicherheitsprogramme können verschlüsselte Daten aber kaum untersuchen, so dass Cyberkriminelle ihre Schadsoftware damit perfekt verstecken können.

Überall Sicherheitsvorfälle: Von Jahr zu Jahr werden immer mehr und immer größere Firmen Opfer von Sicherheitsvorfällen. Heute kann jeder davon betroffen sein und teilweise gewöhnen sich die Nutzer schon daran, da sie »sowieso nichts dagegen tun können«. Entsprechend müssen Unternehmen ihre Security-Systeme und Absicherungen deutlich verstärken.

[1] Blue Coat

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