Enterprise Collaboration Management Model (ECMM) als Strategieansatz

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Die für 2018 vorgesehene Abschaltung von ISDN- und analogen Kommunikationsverbindungen sollten Unternehmen jetzt bereits dazu nutzen, eine zukunftsorientierte Strategie für ihre Kommunikationsinfrastruktur zu entwickeln. Hintergrund dieser Empfehlung ist, dass die notwendige Umstellung auf All-IP-Anschlüsse mit einem insgesamt vielfältigen Technologiewandel und einem sich dynamisch verändernden Nutzerverhalten einhergehe.

Grundlagen für eine Strategieentwicklung

»Die digitale Transformation führt dazu, dass sich die Produktlebenszyklen gerade auch im Kommunikationsumfeld immer weiter verkürzen«, betont Alexander Göschl, Abteilungsleiter Communications bei der msg services ag. »Der Einsatz von Lösungen und damit von Produkten muss deshalb strategisch ausgelegt sein und darf nicht gleich dem neuesten Hype folgen.« Dass trotzdem häufig relativ reflexartig Trendthemen gefolgt werde, resultiere nach den Beobachtungen des Consultants in vielen Fällen daraus, dass es an den notwendigen Grundlagen für eine Strategieentwicklung fehlte.

»Erst wenige Unternehmen sind derzeit in der Lage, sowohl ihren aktuellen als auch ihren perspektivischen Kommunikationsbedarf ausreichend zu beschreiben«, problematisiert Göschl. »So ist beispielsweise nicht transparent, auf welche Weise und in welcher Qualität Informationen und Anwendungen den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Demzufolge wissen die Verantwortlichen auch nicht, ob ihre IT-Infrastruktur den Anforderungen durchgängig gerecht wird und ob sie flexibel genug ist, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.« Außerdem fehle in vielen Fällen ein ausreichender Überblick hinsichtlich zukunftsfähiger und am Markt verfügbarer Kommunikations- und Kollaborationslösungen.

Reifegradanalyse und Verbesserungsmaßnahmen

Göschl rät deshalb den Unternehmen, die Umstellungszwänge auf All-IP zum Anlass zu nehmen, ihre Kommunikationsstrategie durch eine Reifegradanalyse einer grundsätzlichen Bestandsaufnahme zu unterziehen. Sie ermöglicht es, den aktuellen Leistungsstatus zu erheben und in einem Masterplan zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. Hilfreich für die Zukunftsplanung kann das Enterprise Collaboration Management Model (ECMM) sein. Dieser von msg services entwickelte Strategieansatz zielt darauf ab, ein intaktes Zusammenspiel der Kommunikationsinfrastruktur mit der Bereitstellung und Nutzung digitaler Informationen, Medien und Anwendungen in Unternehmen zu schaffen. Dabei werden die gesamten Festnetz- und mobilen Kommunikationskanäle sowie Unified Communication, die Datennetze und TK-Infrastruktur einschließlich ihrer gegenseitigen Bedingungsverhältnisse einbezogen.

Homogene Infrastruktur und systematische Kostensteuerung

In seiner Zielsetzung ist das ECMM darauf fokussiert, sowohl eine homogene Infrastruktur als auch die Voraussetzungen für eine systematische Kostensteuerung und -reduzierung zu schaffen. Gleichzeitig bildet diese Methode die Grundlagen für eine kontinuierliche Integration technologischer Innovationen. Auch die Anforderungen an die IT- und Rechtssicherheit werden darüber abgebildet. »Durch diese mehrdimensionale Ausrichtung wird der bisher oft zu enge Fokus auf Kommunikationstechnologien abgelöst; stattdessen erlangen beispielsweise die Infrastruktur- und betriebswirtschaftlichen Aspekte eine größere Bedeutung«, erläutert Göschl. Damit gehen jedoch erhebliche Herausforderungen für die Unternehmen einher: »Um eine ECMM-Strategie erfolgreich umsetzen zu können, müssen die Prozesse der betroffenen Bereiche übergreifend etabliert und aufeinander abgestimmt sein.«

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