Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML auf der transport logistic 2015

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3D-gedruckter Flugroboter mit innovativer Lastaufnahme: Der Flugroboter nimmt vollautomatisiert Transportgüter auf – manuelle Eingriffe sind nicht mehr erforderlich. Dank einer eingebauten Kamera lässt sich der Anflug auf das mittels QR-Code identifizierte Transportgut live am Bildschirm verfolgen. (foto fraunhofer )

 

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ist auch in diesem Jahr mit einem umfangreichen Angebot auf der transport logistic vertreten. Vom 5. bis 8. Mai präsentiert das Institut auf der in München stattfindenden internationalen Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management 13 Exponate und lädt als Veranstalter zu drei Fachforen ein.   

Im Rahmen der Messe stellt das Institut die vom Fraunhofer-Präsidenten Prof. Dr. Reimund Neugebauer und der Bundesregierung sowie mit Unterstützung namhafter Vertreter der Industrie initiierte Initiative »Industrial Data Space« vor, an der das Fraunhofer IML maßgeblich beteiligt ist. Sie soll die digitale Souveränität über Daten und Dienste für Wirtschaft und Gesellschaft erhalten. Dazu schafft sie einen virtuellen Raum und dazugehörige Dienste, um einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten.

Ferner zählt zu den diesjährigen Highlights des Fraunhofer IML unter anderem der LAS-Demonstrator. Das logistische Assistenzsystem simuliert einen Produktionsablauf an einem Planungstisch. Über den »Coaster«, einem Tablet für die Steuerung logistischer Prozesse, interagiert der Mensch mit dem sogenannten »ProductionPad«, um eine fiktive Produktion zu planen und zu steuern. Der Demonstrator zeigt, wie der Mensch in die Fertigung der Zukunft eingebunden – und somit zu einem Teil von Industrie 4.0 wird.

Das Exponat »3D-Welt« lässt den Besucher mithilfe von Tracking- und Tracing-Technologien am Multitouch-Tisch eine virtuelle globale Supply Chain überwachen und steuern. Virtual-Reality-Brillen gewähren dabei zudem Einblick in die Sicht eines Lagerarbeiters. Noch größere Bedeutung wird in diesem Jahr zudem die Anwendung von Apps in der Logistik gewinnen. Erste Ergebnisse dieser Entwicklung stellen die Wissenschaftler bereits mit der Fraunhofer-IML-App vor: Sie dient dazu, Personal in geschlossenen Räumen zu lokalisieren und ist damit interessant für Logistikdienstleister, Handel und Produktion.

Doch auch im Bereich der Transportlogistik im engeren Sinne hat das Fraunhofer IML einiges zu bieten. Die Bandbreite der Exponate reicht von umweltfreundlicher Logistik über Sicherheitsfragen auf dem Transportweg bis hin zur optimierten Abwicklung von Lkw-Verkehren. So stellen die Forscher am Exponat »GreenLogistics« etwa dar, wie sich Unternehmen ökologisch besser aufstellen, indem sie durch umwelteffiziente Maßnahmen Kosten und Ressourcen sparen sowie negative Auswirkungen auf die Umwelt vermeiden. Dazu demonstrieren die Wissenschaftler eine Logistikimmobilie mit Wasserstoffumsetzung.

Darüber hinaus präsentiert sich das Fraunhofer IML in diesem Jahr als Veranstalter von drei Fachforen: Die Abteilungen »Automation und eingebettete Systeme«, »Verpackungs- und Handelslogistik« sowie »Verkehrslogistik« bieten eine Bühne für den Austausch zwischen Forschung, Industrie und allen Interessierten und laden zu Diskussionen rund um ihren Fachbereich ein.

transport logistic 2015 – IML 2:

Übersicht über die Exponate des Fraunhofer IML

  1. LAS-Demonstrator

Das System simuliert einen Produktionsablauf auf einem Planungstisch. Der Mensch kommuniziert dabei über sogenannte Smart Devices. Mit Hilfe des Coasters® oder eines ProductionPads – ein Tablet für die Steuerung logistischer Prozesse – wird der Mensch so zum Teil von Industrie 4.0.

  1. RackRacer

Das innovative Fahrzeug zur automatischen Lagerbedienung »klettert« selbstständig im Regal, kommt ohne Lift aus und spart damit Material, Energie und Fixkosten ein.

  1. 3D-Welt – Tracking and Tracing, Sensorik, databirds

Mit Hilfe von Tracking- und Tracing-Technologien lässt sich am Multitouch-Tisch eine virtuelle globale Supply Chain überwachen und steuern. Virtual-Reality-Brillen gewähren zudem Einblick in die Sicht eines Lagerarbeiters.

  1. 3D-gedruckter Flugroboter mit innovativer Lastaufnahme

Der Flugroboter nimmt vollautomatisiert Transportgüter auf – manuelle Eingriffe sind nicht mehr erforderlich. Dank einer eingebauten Kamera lässt sich der Anflug auf das mittels QR-Code identifizierte Transportgut live am Bildschirm verfolgen.

  1. SmARPro

Augmented Reality kann Packprozesse verbessern und beschleunigen. Das Exponat vergleicht Packaufträge, die manuell und unterstützt von Google Glasses durchgeführt werden.

  1. Fraunhofer IML App

Die Lokalisierung über »Beacons« verfügt über großes Potenzial für logistische Prozesse. Das demonstriert das Fraunhofer IML mit einer eigenen »Beacon«-basierten App.

  1. PalettenApp

Die App erkennt Palettenstapel mit Hilfe eines iPads, zählt die Paletten und beurteilt ihre Qualität.

  1. PUZZLE® Web-Service

PUZZLE® optimiert die Beladung von Ladungsträgern, wie Paletten, Container oder Kartons. Als Web-Service für das Intranet von Unternehmen senkt die Software Kosten, spart Zeit ein und erhöht Genauigkeit und Präzision des Beladevorgangs.

  1. GreenLogistics – Strommessung bis SEAL Warehouse

Wie können sich Unternehmen ökologisch besser aufstellen, um Kosten und Ressourcen zu sparen? Das Exponat demonstriert eine Logistikimmobilie mit Wasserstoffumsetzung.

  1. Smart Transportation Logistics als Baustein der Industrie 4.0

Smart Transportation Logistics liefert Lösungsbausteine für die effiziente Planung und Steuerung transportlogistischer Prozesse. Ziel ist es, Transportketten dynamisch zu gestalten, um so jederzeit auf Mengenschwankungen und Ausfälle in Logistikketten reagieren zu können.

  1. Multimodale Logistik und Sicherheit

Das Exponat zeigt, wie sich Verkehre auf Schiene und Wasserstraße verlagern, Transportprozesse optimieren und Transporte vor Diebstahl und Vandalismus sichern lassen

  1. Kostensenkungspotenziale in Logistiknetzwerken

Ein Kurzfilm zeigt, wie moderne Softwaretools die Planung von Logistiknetzwerken effizienter macht.

  1. Hoflogistik – Koordinierte Verkehrsabwicklung im Werk

Mit moderner Technik zur Verkehrsdatenerfassung lassen sich Verkehre auf dem Werksgelände sicher und leistungsfähig abwickeln.

  1. Industrial Data Space – Fraunhofer-Initiative

Die Initiative fördert die digitale Souveränität über Daten und Dienste für Wirtschaft und Gesellschaft. Sie schafft einen virtuellen Raum und Mehrwertdienste, um sicheren Datenaustausch zu gewährleisten und neue Services und Geschäftsmodelle zu ermöglichen.

transport logistic 2015 – IML 3:

Fachforen des Fraunhofer IML:

  1. »Distribution von morgen – Umschlag im Hub2Move«

Do 07. Mai 2015, 15:00 – 16.30 Uhr, Forum IV Halle B2

Einen neuen Produktionsstandort in kurzer Zeit suchen und mit einem Materialflusssystem umziehen? Im Rahmen dieses Fachforums zum Verbundprojekt »Hub2Move« stellt das Fraunhofer IML vor, wie es gelingt, ein effizientes, effektives und konfigurierbares Materialflusssystem zu schaffen, das dem Leitbild eines beweglichen Lagers folgt und der heute benötigten Wandelbarkeit in der Logistik gerecht wird. Der Hub2Move bietet dabei nicht nur die Vorteile eines automatisierten Materialflusssystems wie Kostensenkung, sichere Funktionserfüllung und Transparenz der Abläufe, sondern vor allem auch den Vorteil, sich an unterschiedlichste Standorte anzupassen.

  1. »Optimal packen – Anforderungen umsetzen, Potenziale realisieren«

Do 07. Mai 2015, 10:00 – 11:30 Uhr, Forum IV Halle B2

Fast jedes Produkt muss von der Produktion bis zur Lieferung an den Endkunden verpackt und transportiert werden. Darum sind eine optimale Verpackung, ein passendes Ladehilfsmittel und eine bestmögliche Beladung von Ladungsträgern existenziell – gerade im Angesicht der Globalisierung mit ihren komplexen Liefernetzwerken. Das Forum diskutiert unter Moderation von Dr. Volker Lange, Leiter der Abteilung Verpackungs- und Handelslogistik, die Analyse und Optimierung aller Prozesse, in denen Transportverpackungen, Ladungsträger und Ladeeinheiten zum Einsatz kommen. Verschiedene Fachvorträge vermitteln hierzu Grundlagen, stellen Lösungen vor und geben Erfahrungen aus der Praxis weiter.

  1. »Optimierung der Transportkosten – Kostensenkungspotenziale für Unternehmen«

Mi 06. Mai 2015, 12:30 – 14:00 Uhr, Forum IV Halle B2

Viele Verlader betrachten Transportkosten als ein notwendiges Übel. Dabei verkennen sie jedoch häufig die signifikanten Einsparungsmöglichkeiten. Das Forum beleuchtet verkehrsträgerübergreifend anhand von Praxisprojekten das Spektrum der Kostensenkungspotenziale – sowohl aus Sicht von Logistikdienstleistern als auch aus Sicht der Verlader. Moderator des Fachforums ist Prof. Dr. Alex Vastag, Leiter der Abteilung Verkehrslogistik.

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