Fünf Best Practices für Online-Shops kurz vor dem Weihnachtsgeschäft

Jetzt wird es für Online-Shops höchste Zeit, die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft zu treffen. Hier sind die wichtigsten Punkte in fünf Best Practices zusammengefasst.

Für das Weihnachtsgeschäft im Fachhandel wird das Web immer wichtiger. In Europa erfolgte dabei im letzten Jahr immerhin bereits jeder achte Einkauf mit einem Smartphone oder Tablet. Mit einer Steigerungsrate von 68 Prozent im Vergleich zu 2012 war Europa die weltweit am schnellsten wachsende Region [1]. Auch in diesem Jahr wird das Online-Geschäft zu Weihnachten weiter boomen. Der Fachhandel muss sich rechtzeitig darauf einstellen, sich mit seinen Angeboten und Services vom Wettbewerb zu differenzieren und Kunden ein attraktives und sicheres Einkaufserlebnis zu bieten. Akamai Technologies, ein Anbieter von Cloud-Services, mit denen sich Online-Inhalte und Business-Applikationen im Internet sicher bereitstellen und optimieren lassen, empfiehlt die folgenden fünf Maßnahmen, mit denen Online-Shops optimal für den Kundenansturm gerüstet sind.

 

  1. Den Zugriff auf die Webseite aus Kundensicht analysieren.

Einer der wichtigsten Aspekte einer Webseite: Sie sollte den heute anspruchsvollen Anforderungen der Online-Kunden Rechnung tragen. Dazu gehört beispielsweise, dass Interessenten sich in einem Online-Shop intuitiv zurechtfinden sowie schnell und problemlos die von ihnen gesuchten Artikel finden. Die Fachhändler sollten sich daher verschiedene Testeinkäufe ausdenken und die Webseite aus Sicht eines Interessenten ansteuern. Durch eine genaue Beobachtung und Auswertung der Antwortzeiten einzelner Schritte, wie sie zum Beispiel ein Real-User-Monitoring (RUM)-Tool bietet, lassen sich wichtige Kenntnisse für die Gestaltung des Shops gewinnen. Auch hier gilt: Unternehmen können nur optimieren, was man analysiert und gemessen hat.

 

  1. Die Netzwerkinfrastruktur in den Filialen optimieren.

Kaufinteressenten nutzen nicht nur von zu Hause aus einen Online-Shop. Sie schauen sich auch in Filialen das Angebot oder Alternativen an, sprechen mit den Angestellten, verwenden für weitere Recherchen die dort vorhandenen Computer oder greifen mit ihren eigenen mobilen Endgeräten auf das WLAN-Angebot zu. Ist dies nicht oder nur eingeschränkt möglich, weil es dort beispielsweise keinen Internetzugang gibt oder dieser ebenso wie das WLAN sehr langsam ist, verlassen Interessenten sehr schnell das Geschäft und informieren sich beim Wettbewerb nebenan. Online-Shops mit Filialen sollten daher auch die dortige IT-Infrastruktur genau analysieren und optimieren, damit sie auf Recherche-Anforderungen von Interessenten vorbereitet sind.

 

  1. Einen schnellstmöglichen Zugriff auf die Webseite sicherstellen.

Kunden wollen nicht warten. Die kritische Marke dafür sind ca. drei Sekunden. Für die Online-Shops bedeutet dies, dass die Antwortzeiten kontinuierlich unter diesem Schwellwert liegen sollten. Technisch realisiert man das am besten, indem der Content so nahe wie möglich beim Internet-User gecached wird und nicht erst aufwendig durch das ganze Internet geschickt werden muss. Stehen die Server mit den Web-Applikationen beispielsweise im europäischen Ausland, sollten die Anbieter Maßnahmen ergreifen, um die Kommunikation zwischen Servern und den Endgeräten der Interessenten durch Einsatz eines Content Delivery Network zu optimieren. Tuningmöglichkeiten bietet auch eine Analyse einzelner Applikationskomponenten: Lässt sich beispielsweise die Zahl der Netzwerkanfragen oder die Menge der im ersten Anlauf übertragenen Bytes reduzieren? Welche Funktionen zur situativen Anpassung der Performance können eingesetzt werden, um die Kundenzufriedenheit zu steigern?

 

  1. Vorbereitungen für verschiedene Arten von Cyber-Angriffen treffen.

Ohne ausführliche Tests, wie sich die Webseite bei Spitzenbelastungen verhält, geht es nicht. Eines ist klar: Der Massenansturm zur Weihnachtszeit ist nichts verglichen mit einem massiven Distributed-Denial-of-Service-Angriff auf den Online-Shop. Damit Unternehmen gerüstet sind, sollten sie die Netzwerkinfrastruktur beziehungsweise die des Rechenzentrumsbetreibers überprüfen und bei Bedarf entsprechend aufrüsten. Das Gleiche gilt für die Firewall. Verfügen Unternehmen nicht selbst über die benötigten IT-Fachkräfte und -Ressourcen, sollten sie diese Aufgaben an einen Cloud-Security-Spezialisten übertragen.

 

  1. Alle IT-Sicherheitsmaßnahmen auf den neuen Stand bringen.

Oftmals versuchen Angreifer aus dem Web vorhandene Sicherheitslücken auszunutzen, um Kundendaten und Kreditkarteninformationen zu stehlen. Wichtig ist, dass Online-Shops die etablierten Sicherheitsvorgaben in regelmäßigen Abständen überprüfen, um Risiken zu identifizieren. Sind die Regeln zu rigoros, wirken sie möglicherweise abschreckend und dies wiederum hat negative Folgen für die Kundenzufriedenheit und den Umsatz. IT-Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Die Sicherheitsregeln müssen sich jeden Tag in der Praxis bewähren und werden aufgrund fortlaufender Analysen immer wieder angepasst.

 

»Erfahrungsgemäß nutzen Angreifer Phasen wie sportliche Großereignisse oder saisonale Peaks wie die Weihnachtszeit bevorzugt für ihre Aktivitäten aus. Dann herrscht auf den Webseiten ein besonders hoher Traffic. Für Unternehmen mit Online-Shops wird es jetzt höchste Zeit, ihre IT- und die Sicherheitsinfrastruktur einer ausführlichen Inspektion zu unterziehen«, sagt Jürgen Metko, Regional Sales Director DACH bei Akamai in Garching bei München. »Mit unserem Paket aus fünf Maßnahmen sind Unternehmen aus IT-Sicht gut auf ein sicheres und profitables Weihnachtsgeschäft vorbereitet.«

 

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[1]  Laut Adobe Online Shopping Forecast.