
Der KI-Boom stellt Rechenzentren vor eine doppelte Herausforderung: Rechenleistung muss in immer kürzerer Zeit verfügbar sein, zugleich steigen Leistungsdichte, Kühlbedarf und Komplexität im Betrieb. Darren Cox, General Manager für Europa bei KAYTUS, erläutert im Interview mit »manage it«, warum vorgefertigte KI-Fabriken, Flüssigkeitskühlung und ein durchgängiges Infrastrukturmanagement zum neuen Standard werden könnten – und welche Rolle der DACH-Markt in der europäischen Expansion spielt.
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KI-Rechenzentren brauchen neue Paradigmen: Steigende Leistungsdichten, komplexere Hardware-Stacks und extrem kurze Bereitstellungszyklen erzwingen modulare, vorgefertigte Infrastrukturmodelle.
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Vorgefertigte KI-Fabriken verkürzen Time-to-Token: KAYTUS reduziert Bereitstellungszeiten um bis zu 60 % durch vollständig werkseitig integrierte IT-, Strom- und Kühlsysteme.
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Flüssigkeitskühlung wird zum Standard: Luftkühlung stößt an physikalische Grenzen; Direct-to-Chip- und Rack-Flüssigkeitskühlung sichern Effizienz und thermische Stabilität.
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KSManage Ultra schafft Full-Stack-Transparenz: Die Plattform verbindet In‑Band- und Out‑of‑Band‑Management, verbessert Fehlererkennung und optimiert die Ressourcenauslastung.
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DACH-Markt als strategischer Wachstumstreiber: KAYTUS setzt auf lokale Partner, modulare Skalierung und schnelle Projektumsetzung, um KI‑Infrastruktur europaweit zu beschleunigen.
Wir sprachen mit Darren Cox über die nächste Generation hochverdichteter KI-Infrastrukturen, verkürzte Bereitstellungszeiten und die Frage, wie Unternehmen ihre Rechenzentren skalierbar und energieeffizient aufstellen können. Zum Auftakt geht es um die Lösungen, die KAYTUS zuletzt auf der ISC vorgestellt hat.
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Können Sie kurz die neuen Produkte vorstellen, die Sie zuletzt beispielsweise auf der ISC präsentiert haben?
Im Wesentlichen haben wir zwei Kernlösungen vorgestellt, die für KI-Rechenzentren der nächsten Generation konzipiert sind: eine vollständig vorgefertigte, containerisierte und flüssigkeitsgekühlte Rechenzentrumslösung im Gigawatt-Maßstab sowie KSManage Ultra, eine intelligente Plattform für das operative Management von KI-Rechenzentren – sogenannten AI Factories. Gemeinsam adressieren die Lösungen die steigenden Anforderungen an Effizienz, Leistung, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit von IT-Infrastrukturen im Zeitalter der KI und ermöglichen eine schnellere Bereitstellung, ein optimiertes Wärmemanagement sowie einen einheitlichen Betrieb groß angelegter KI-Rechenumgebungen.
Die Gigawatt-Lösung von KAYTUS basiert auf einer 3-MW-Basiseinheit und lässt sich flexibel auf 1 GW skalieren, wodurch sich die Bereitstellungszeiten im Vergleich zum herkömmlichen Rechenzentrumsbau um bis zu 60 % verkürzen. KSManage Ultra bietet Full-Stack-Transparenz und proaktives Betriebsmanagement über mehrere Ebenen: von GPU, über Rack und das gesamte Rechenzentrum hinweg. So trägt die Plattform zur Verbesserung der Ressourcenauslastung, der Fehlererkennung und der betrieblichen Effizienz bei.
Darüber hinaus verfügen wir über ein umfassendes Full-Stack-Portfolio für KI-Infrastrukturen, das die Bereiche Rechenleistung, Speicher, Netzwerktechnik, Flüssigkeitskühlung, intelligente Betriebsabläufe und Leistungsoptimierung abdeckt. Gemeinsam bieten diese Lösungen europäischen Kunden durchgängige Unterstützung bei der Implementierung skalierbarer, hochverdichteter und energieeffizienter KI-Infrastrukturen der nächsten Generation.

Darren Cox,
General Manager für Europa
bei KAYTUS
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Was sind die Alleinstellungsmerkmale der neuen Produkte?
Unsere Lösungen helfen Anwendern in erster Linie dabei, drei große Herausforderungen zu bewältigen, denen sie bei Planung, Aufbau und Betrieb von KI-Rechenzentren mit hoher Dichte immer wieder begegnen. Erstens beschleunigen unsere Lösungen die Bereitstellung der Systeme. KI-Rechenkapazitäten müssen schnell verfügbar gemacht werden. Herkömmliche Bauzeiten für Rechenzentren können jedoch bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen, was die Bereitstellung der Infrastruktur und die Zeit bis zur Inbetriebnahme verzögert. Zweitens tragen sie zur Skalierbarkeit der Systeme bei. Der Aufbau einer KI-Infrastruktur im großen Maßstab in einer einzigen Entwicklungsphase erfordert erhebliche Vorabinvestitionen. Betreiber benötigen daher ein modulares, nachfrageorientiertes Bereitstellungsmodell, das es ihnen ermöglicht, mit einer geringen Kapazität zu beginnen und bei steigenden Arbeitslasten schrittweise zu skalieren, um so eine vorzeitige Kostenbindung zu vermeiden. Und schließlich helfen sie dabei, eine fragmentierte Verwaltung zu überwinden. Angesichts von Leistungsdichten pro Rack von mehr als 120 kW und zunehmend heterogenen Hardwareumgebungen – bestehend aus GPUs, Servern, Switches, PDUs und CDUs – kann eine einheitliche Infrastrukturverwaltung nicht mehr auf manuellen Prozessen basieren.
KAYTUS begegnet diesen Herausforderungen mit seiner neuesten Infrastruktur-Lösung für KI-Rechenzentren sowie intelligenten Managementlösungen. Im Gegensatz zu Ansätzen, bei denen lediglich IT-Racks und Flüssigkeitskühlmodule vorgefertigt werden, während die mechanische und elektrische Infrastruktur vor Ort errichtet wird, fertigt KAYTUS die gesamte Rechenzentrumsinfrastruktur – einschließlich IT-, Stromversorgungs- und Kühlsystemen –
werkseitig vor. Und KSManage Ultra ist eine integrierte, intelligente Managementplattform für den gesamten Infrastruktur-Stack von KI-Fabriken. Durch die Verknüpfung von In-Band- und Out-of-Band-Managementkanälen sowie die Korrelation des Status der IT-Infrastruktur mit den Bedingungen der physischen Infrastruktur, unterstützt die Lösung Kunden dabei, intelligente Funktionen zur Überwachung, Diagnose, Fehlerisolierung und vollständigen Wiederherstellung in komplexen KI-Fabrikumgebungen aufzubauen.
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Inwiefern unterscheiden sich die Lösungen von KAYTUS von denen der Wettbewerber?
KAYTUS bietet eine einzigartige Kombination aus vertikal integrierten Lösungen und fundiertem technischem Fachwissen, um den Bereitstellungszyklus stark zu verkürzen (»Fast Time to Token«). Unsere vertikal integrierten Lösungen umfassen Bereiche wie Hardware, Cluster-Infrastruktur, Verwaltungsplattformen sowie Services zur Code-Optimierung und ermöglichen so eine kollaborative Entwicklung und Optimierung über den gesamten Stack hinweg statt nur an einzelnen Punkten. Unsere technische Expertise deckt den gesamten Lebenszyklus der KI-Infrastruktur ab – von Entwurf über Entwicklung und Bereitstellung bis hin zum Rechenzentrumsbetrieb. So können wir beispielsweise mithilfe einer durchgängigen BIM-Planung in nur zwei Wochen einen vollständigen AIDC-Entwurf liefern – wodurch der zukünftige Systemaufbau sichtbar wird, noch bevor ein einziger Ziegelstein gesetzt wird. Unsere selbst entwickelten Produkte decken die gesamte Entstehungskette ab und gewährleisten so die Kohärenz auf Systemebene.
Gestützt auf unsere sogenannte »4D-Engineering-Expertise« können wir ein 30-MW-Großrechenzentrum in weniger als sechs Monaten in Betrieb nehmen. Wir haben bereits mehr als 200 MW an flüssigkeitsgekühlter KI-Rechenzentrumsinfrastruktur in Europa, den Vereinigten Staaten, Japan, Südostasien und anderen globalen Märkten bereitgestellt.
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Was sind Ihre Zielbranchen?
Es gibt keine Branche, die nicht zu unseren Zielbranchen gehört, denn die KI ist nicht mehr wegzudenken. Daran besteht kein Zweifel. Und sie wird immer tiefer in unser Leben, in unsere Gesellschaftsstruktur, unsere Lebensweise, unsere Arbeitsweise und sogar in unsere Denkweise vordringen.
Derzeit wissen die typischen mitteleuropäischen Geschäftskunden zwar, dass sie KI benötigen. Sie wissen, dass sie ihre Effizienz drastisch verbessern kann, aber viele von ihnen sind sich noch nicht ganz sicher, wie sie das konkret umsetzen sollen. Das ist Teil der Beratungsarbeit, die wir für unsere Kunden leisten.
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Wie sieht Ihre Strategie für die Expansion Ihres Unternehmens in Europa beziehungsweise im DACH-Raum aus?
Die Strategie ist ganz einfach. Wir wollen der vertrauenswürdigste Anbieter von KI-Infrastruktur auf dem Markt werden. Und das erreichen wir nicht nur durch unsere technischen und forscherischen Fähigkeiten sowie unsere erstklassige Logistik, sondern auch durch die Begleitung des gesamten Bereitstellungszyklus. Wir unterstützen unsere Kunden vom Entwurf der Infrastruktur – sogar vom Entwurf des Rechenzentrums – über die Umsetzung bis hin zur Optimierung der Bereitstellung, damit sie in kürzester Zeit den maximalen wirtschaftlichen Nutzen aus dem bereitgestellten System ziehen können.
Wir engagieren uns langfristig auf dem DACH-Markt und freuen uns darauf, gemeinsam mit lokalen Partnern, Kunden aus den Bereichen Cloud, Forschung, Fertigung und darüber hinaus dabei zu unterstützen, ihre KI- und HPC-Infrastruktur effizient und vertrauensvoll aufzubauen und zu skalieren.
So arbeiten wir beispielsweise bereits mit hochkompetenten und gut vernetzten Partnern wie NEC und Boston IT sowie vielen anderen zusammen, mit denen wir erfolgreich Projekte wie etwa für die Universität zu Köln umgesetzt haben.
Ich darf derzeit keine Namen weiterer Kunden nennen, da diese einer Vertraulichkeitsvereinbarung unterliegen, aber wir haben durchaus namhafte Kunden, und viele weitere befinden sich in intensiven Gesprächen mit uns.
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Welche Zukunftstrends sehen Sie in Ihrem Markt und wie bereiten Sie sich darauf vor?
Nun, die Trends sind relativ klar. Herkömmliche, vor Ort errichtete Rechenzentren leiden unter langen Vorlaufzeiten und wenig Flexibilität bei der Erweiterung. In Zukunft werden vorgefertigte, modulare KI-Fabriken zum vorherrschenden Bauparadigma werden. Wichtige Bauteile und unterstützende Systeme werden bereits in Fabriken vorintegriert und hergestellt, was die Bereitstellungszeiten drastisch verkürzt und eine Plug-and-Play-Bereitstellung sowie eine schrittweise Skalierung ermöglicht. KI-Rechenzentren werden sich von einer maßgeschneiderten Infrastrukturentwicklung hin zu einer standardisierten, modularen Bereitstellung von Rechenleistung entwickeln.
KAYTUS bringt seine vorgefertigte, modulare AIDC-Lösung auf den Markt und ist in der Lage, Kunden bei der Beschleunigung ihrer KI-Projekte zu unterstützen. Und die Möglichkeiten sind grenzenlos. In dieser Branche zu arbeiten, mit Kunden zu kooperieren und zu sehen, woran sie arbeiten und welche Entwicklungen sie tatsächlich vorantreiben wollen, ist sehr, sehr spannend.
Vielen Dank für das Interview.
Illustration: © Vs1489 | Dreamstime.com
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Warum benötigen KI-Rechenzentren neue Infrastrukturmodelle? Wegen stark steigender Leistungsdichten, komplexer Hardware-Stacks und dynamischer KI‑Workloads.
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Was ist das Besondere an der vorgefertigten Gigawatt-Lösung von KAYTUS? Sie basiert auf 3‑MW‑Modulen, ist bis 1 GW skalierbar und verkürzt Bereitstellungszeiten um bis zu 60 %.
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Welche Rolle spielt Flüssigkeitskühlung? Sie adressiert die thermischen Grenzen luftgekühlter Systeme und ermöglicht den Betrieb hochverdichteter KI‑Racks.
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Was leistet KSManage Ultra? Eine integrierte Managementplattform mit Full‑Stack‑Transparenz, Fehlerdiagnose und optimierter Ressourcennutzung.
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Wie unterscheidet sich KAYTUS von Wettbewerbern? Durch vertikal integrierte Lösungen, 4D‑Engineering‑Expertise und extrem schnelle Bereitstellungszyklen (z. B. 30 MW in <6 Monaten).
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Welche Branchen profitieren von den Lösungen? Alle – KI wird als Querschnittstechnologie in Fertigung, Forschung, Cloud, Logistik und weiteren Bereichen eingesetzt.
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Wie unterstützt KAYTUS Kunden im DACH-Raum? Durch lokale Partnerschaften, vollständige Begleitung des Bereitstellungszyklus und modulare Skalierungsmodelle.
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Welche Herausforderungen bestehen beim Bau klassischer Rechenzentren? Lange Vorlaufzeiten, geringe Flexibilität und hohe Komplexität bei Kühlung und Energieversorgung.
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Warum werden modulare KI-Fabriken zum neuen Standard? Sie ermöglichen Plug‑and‑Play‑Bereitstellung, schrittweise Skalierung und drastisch verkürzte Projektlaufzeiten.
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Welche Zukunftstrends prägen den Markt? Standardisierte, vorgefertigte KI‑Infrastruktur, integrierte Managementplattformen und energieeffiziente Flüssigkeitskühlung.
Management Summary und FAQ wurden mit Hilfe von KI erstellt
69 Artikel zu „KAYTUS“
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