Internet ist Innovationstreiber, wie es funktioniert, bleibt ein Mysterium

Die Deutschen sind rege Nutzer des Internets. Dennoch bleibt es für die Mehrheit ein Mysterium [1]. Die Studie »Connected World II« belegt, dass die deutschen Nutzer das Internet als einen der wichtigsten Innovationstreiber der Zukunft ansehen; gleichzeitig verstehen sie jedoch nicht, wie das Internet funktioniert oder kennen gar den Unterschied zwischen dem Internet und dem World Wide Web. Im Rahmen der Studie wurden weltweit 9.417 Internetnutzer befragt, darunter 1.347 aus Deutschland. Ziel der Befragung war es, Verhaltensmuster, Einstellung, technisches Grundverständnis und emotionale Bindung mit Bezug auf das Internet besser zu verstehen.

Das Internet als Impulsgeber

Keine andere Erfindung hat in den vergangenen zehn Jahren das Leben der Menschen so stark beeinflusst wie das Internet. Prognosen gehen davon aus, dass die Hälfte der Weltbevölkerung im Jahr 2020 online sein wird. Laut der Studie sind die Deutschen besonders gespannt darauf, wie das Internet den Alltag künftig verändern und beeinflussen wird. Bei der Frage nach der inspirierendsten Innovationsmöglichkeit innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre, nannten 45 % der befragten Deutschen die Bereitstellung von Internetverbindungen in Lichtgeschwindigkeit. Obwohl aktuell gerade viel darüber gesprochen wird, wurden die Trendthemen »Automatisierte Produkte« (17 %) und »Wearable-Technologien« (16 %) in diesem Zusammenhang weniger oft genannt. Sogenannte Smart Cities gehören nur für 7 % der Studienteilnehmer zu den spannendsten Veränderungen in der Zukunft.

Mysterium Internet

Spätestens seit sich die Kommunikation und die Informationsbeschaffung fast ausschließlich auf das Internet verlagert haben, erwarten besonders jüngere Generationen einen Rund-um-die-Uhr-Zugang zum Internet. 75 % der Deutschen sind bis zu sechs Stunden am Tag online aktiv. Dennoch ist der Kenntnisstand über die technischen Hintergründe des Internets sehr gering. Nur 54 % der Befragten deutschen Internetnutzer wussten, dass das Internet aus mit dem Netzwerk verbundenen Rechenzentren stammt. 22 % der deutschen Studienteilnehmer beantworteten die Frage, woher das Internet kommt, mit »Supercomputer«, »mobiles Endgerät« und ähnlichen Ideen, während 24 % der Befragten gar keine Antwort auf diese Frage wussten. Die Untersuchung zeigt weiterhin, dass die Wissenslücken bereits bei den Grundlagen anfangen; so glauben 79 % der deutschen Internetnutzer, dass das Internet und das World Wide Web ein und dasselbe sind. Der Unterschied wird aber wie folgt definiert: Das Internet ist ein globales System von miteinander vernetzten Computernetzwerken, während das World Wide Web ein auf Hypertext basierendes Dokumentensystem ist, auf welches durch das Internet zugegriffen wird.

Fehlende emotionale Bindung

Befragte aus Deutschland haben von allen teilnehmenden Ländern die geringste emotionale Bindung zum Internet, lautet ein weiteres Ergebnis der »Connected World II«-Studie. 43 % der Befragten antworteten, dass es ihnen egal sei, wenn sie keine Internetverbindung haben und fast 13 % sind sogar erleichtert und sind auch lieber mal ohne Internet, anstatt permanent online zu sein. In anderen Ländern verhält sich die emotionale Bindung zum Internet anders: 62 % der Briten und Franzosen antworteten, dass sie negative Emotionen, Unruhe und Angst, etwas zu verpassen empfinden, wenn sie nicht online sind. Allerdings gaben 12 % zu, dass sie wütend werden, wenn sie sich nicht mit dem Internet verbinden können. Was Menschen aufgeben würden, um Zugang zum Internet zu bekommen, war ebenfalls eine Frage der Studie. Die Auswertung zeigt, dass 38 % der Deutschen Alkohol, 24 % Schokolade und 16 % Fernsehen aufgeben würden.

Julie Woods-Moss, Chief Marketing Officer bei Tata Communications und CEO von Nextgen Business erläutert: »Die Umfrage ergab, dass 77 % der weltweit Befragten es als die größte Veränderung ansehen, die das Internet mit sich gebracht hat, dass es die Menschen auf der ganzen Welt mit unglaublicher Geschwindigkeit verbindet. Diese Vision hat unsere Geschäftsstrategie in den letzten Jahren bestimmt und bildet den Kern, auf dem wir unsere Netzwerke für die Gegenwart und die Zukunft aufbauen. Der Fakt, dass über 24 % der Internetverbindungen über unsere Netzwerke laufen, gibt unserem Unternehmen eine einzigartige Position und Perspektive, uns mit unseren Kunden von den Industrieländern bis zu den Schwellenländern zu verbinden.«

Industrie- und Schwellenländer haben unterschiedliche Visionen von der Zukunft des Internets

Asiatische Nutzer sind die aktivsten im Internet. 46 % der indischen und 43 % der Singapurer verbringen sechs Stunden und mehr am Tag aktiv im Internet, weltweit sind es nur 29 %. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass Studienteilnehmer aus asiatischen Ländern eine erhöhte Internetabhängigkeit haben, weniger als die Hälfte der Inder und Singapurer sehen sich in der Lage, bis zu 12 Stunden auf das Internet zu verzichten. In Deutschland und Amerika sind die Zahlen höher: 86 % der Deutschen, 77 % der Franzosen und 75 % der US-amerikanischen Befragten sehen sich in der Lage, bis zu 12 Stunden auf das Internet zu verzichten.

Studienteilnehmer aus Industrie- und Schwellenländern haben unterschiedliche Vorstellungen von den »spannendsten Innovationen, die das Internet in der Zukunft hervorbringen wird«. Smart Cities werden in Indien und Singapur als wahrscheinlichste Entwicklung der nächsten drei bis fünf Jahre angesehen. Im Gegensatz dazu sehen die Befragten in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland Konnektivität in Lichtgeschwindigkeit als die nächste große Innovation im Internet.

Weltweit legen Verbraucher immer mehr Wert auf einen flexiblen »digitalen Fußabdruck« (vernetzte Endgeräte, Mobilität, Zugang zu höherer Bandbreitengeschwindigkeit und Bandbreitenleistung). Das Internet spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, einen störungsfreien Zugang zwischen dem IT-Anwender und dem Service Provider (intern und extern) aufzubauen und zu kontrollieren. Für viele Privat- und Geschäftskunden muss das Internet einfach nur funktionieren; sie wünschen sich vor allem eine Interneterfahrung, in der sie zwischen ihrer privaten Umgebung und dem Arbeitsplatz nahtlos hin- und herwechseln können. Tata Communications errichtet gegenwärtig ein Ökosystem mit einer offenen Kommunikationsinfrastruktur, die das Internet einsatzfähig für die Geschäftswelt macht: Zuverlässiges Internet in hoher Qualität mit einem soliden, digitalen Ökosystem, das zukunftssicher ist und den Ansprüchen der Kunden an Intelligenz, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit gerecht wird.

 

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[1] Dies ergab die aktuelle »Connected World II«-Studie, die im Auftrag von Tata Communications weltweit durchgeführt wurde.

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Über die Studie

Tata Communications führte eine Onlinestudie mit einem Fragebogen bestehend aus 14 Fragen durch. Ziel der Studie war es, die Verhaltensweisen, das technische Wissen sowie philosophische Antworten mit Bezug zum Internet festzuhalten. Die Ergebnisse der Studie setzten sich aus insgesamt 9.417 Antworten aus sechs verschiedenen Ländern (Indien, Singapur, Großbritannien, USA, Deutschland und Frankreich) zusammen. Die Geschlechterverteilung in der Studie liegt bei 50 % Männer und 50 % Frauen. Insgesamt kamen 33 % der Befragten aus Asien (Indien und Singapur), 52 % der Befragten aus Europa (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) und 15 % aus Nordamerika. Die Alterszusammensetzung der Befragten war wie folgt: 15-25=11 %, 25-35=23 %, 35-45=22 %, 45-55=22 %, 55-65=21 %. Die Ergebnisse der Studie wurden anschließend analysiert und zusammengefasst, um Erkenntnisse nach Alter, Wohnsitz und Geschlecht aufgegliedert zu erhalten.

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Alle Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden.

https://www.tatacommunications.com/sites/default/files/ConnectedWorldII.pdf

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