Kampf dem Datenchaos: Drei Viertel entrümpeln 2015 ihre Festplatten

illu mann arbeit db freeOrdnung muss sein: Jährliches Entrümpeln und Aufräumen der eigenen Speichermedien ist bereits für drei Viertel aller Deutschen (76 Prozent) zur Selbstverständlichkeit geworden, wie eine repräsentative Studie ermittelt hat [1]. Männer zeigen sich allgemein beim Aufräumen von Daten besonders vorbildlich: 80 Prozent von ihnen wollen dieses Jahr mindestens einmal ihre Laufwerke und Festplatten entrümpeln. Im Bundesländervergleich sorgen allen voran 85 Prozent der Sachsen für jährlich aufgeräumte Speicher. Das nachlässige Schlusslicht bilden die Berliner mit 64 Prozent.

Für viele ist der Jahresbeginn ein guter Anlass für einen digitalen Frühjahrsputz: 16 Prozent der Deutschen (20 Prozent der Männer) nehmen sich im Frühling Zeit für das Ausmisten ihrer Speichermedien. Insgesamt lässt ein Viertel der Deutschen seine Festplatte vermüllen und plant dieses Jahr keine Reinigungsaktion (24 Prozent).

Bundesländerranking »Digitale Putzteufel«

(»Ja, ich werde dieses Jahr meine Speichermedien entrümpeln«)

Sachsen 85 %
Brandenburg 84 %
Niedersachsen 80 %
Nordrhein-Westfalen 78 %
Sachsen-Anhalt 77 %
Mecklenburg-Vorpommern 77 %
Hamburg 77 %
Thüringen 77 %
Schleswig-Holstein 76 %
Bayern 74 %
Bremen 73 %
Saarland 73 %
Baden-Württemberg 72 %
Rheinland-Pfalz 71 %
Hessen 71 %
Berlin 64 %

 

Datensicherheit geht vor: 4 von 5 Deutschen führen einmal pro Jahr ein Backup durch

45 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen hierzulande legen einmal im Monat Sicherheitskopien wichtiger Daten an. Lediglich jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) führt seltener als einmal jährlich oder sogar nie ein Backup durch. Auffällig: Die junge Generation geht generell sorgloser mit Backups um als die älteren Jahrgänge, sodass nur 31 Prozent der U30-Jährigen monatlich oder häufiger eine Datensicherung durchführen – bei den Über-50-Jährigen sind es ganze 43 Prozent.

Die junge Generation speichert »in der Wolke«

Die Mehrheit der Deutschen vertraut noch auf physische Formen der Datensicherung wie externe Festplatten (66 Prozent) und USB-Sticks (33 Prozent). Cloud-Dienste wie Dropbox oder iCloud werden vor allem von den 18- bis 29-Jährigen genutzt: Rund ein Viertel der jungen Generation speichert Daten »in der Wolke« ab (26 Prozent). Hingegen vertrauen nur 9 Prozent der Ü50-Jährigen ihre Daten einem Cloud-Dienst an. Fast die Hälfte aller Deutschen hat noch Bedenken, ihre Daten auf einem solchen Online-Speicher abzulegen (46 Prozent).

Top Speichermedien der Deutschen

Externe Festplatte / NAS-Festplatte /Home-Server 66 %
USB-Stick 33 %
Weiterer Computer, Laptop oder Tablet 14 %
Online bei Cloud-Diensten 14 %

Gebrannte Kinder: Jeder Dritte hat schon mal versehentlich Daten gelöscht

Aus schmerzhaften Fehlern lernen viele, dass sich Datensicherung in jedem Fall lohnt: Rund ein Drittel der Männer (34 Prozent) und ein Viertel der Frauen (25 Prozent) haben schon einmal digitale Daten versehentlich gelöscht. Gleichzeitig behauptet fast ein Drittel der Deutschen (29 Prozent), dass – abgesehen von Tod und Krankheit – der Verlust von digitalen Daten wie Fotos, Dokumente oder Musik eines der schlimmsten Dinge wäre, die passieren könnten. Trotzdem bleibt jede zehnte Frau (10 Prozent) uneinsichtig und sichert ihre Daten nie – nur 6 Prozent der Männer zeigen sich unbelehrbar.

Über die Studie
[1] Die repräsentative Umfrage wurde von deals.com im Februar 2015 unter 1.120 deutschen Verbrauchern durchgeführt. Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen: https://www.deals.com/umfragen/datensicherung-ergebnisse
Bundesländervergleich
Ja, ich räume in diesem Jahr meine Speichermedien auf Ich mache nie ein Backup meiner digitalen Daten Ich habe Bedenken, meine Dateien einem Online-Speicher/Cloud-Anbieter anzuvertrauen. Der Verlust meiner digitalen Daten wäre eines der schlimmsten Dinge, die passieren könnten.
Gesamt 76% 8% 46% 29%
Baden-Württemberg 72% 6% 32% 34%
Bayern 74% 12% 48% 25%
Berlin 64% 13% 40% 19%
Brandenburg 84% 13% 47% 28%
Bremen 73% 7% 53% 33%
Hamburg 77% 13% 60% 43%
Hessen 71% 4% 47% 29%
Mecklenburg-Vorpommern 77% 10% 43% 27%
Niedersachsen 80% 6% 50% 28%
Nordrhein-Westfalen 78% 6% 49% 30%
Rheinland-Pfalz 71% 5% 49% 24%
Saarland 73% 10% 43% 23%
Sachsen 85% 9% 38% 33%
Sachsen-Anhalt 77% 0% 48% 45%
Schleswig-Holstein 76% 8% 50% 16%
Thüringen 77% 13% 60% 20%