Mehrwertdienstleistungen im Handel: Leichter Performancezuwachs

Mit der Fachbereichsstudie Mehrwertdienstleistungen im Handel setzt das Analystenhaus techconsult seine Reihe der Fachbereichsstudien zum Business Performance Index Mittelstand D/A/CH fort. Ziel dieser Berichte ist, Fachbereichsverantwortlichen in komprimierter Form die aktuell im Zusammenhang mit den Fachbereichsprozessen stehenden Umsetzungsdefizite und dringendsten Handlungsfelder in ihrer Branche aufzuzeigen.

Sehr deutlich wird, wo die Handelsunternehmen im Bereich Mehrwertdienstleistungen ihre Probleme haben. Dabei können zum einen Umsetzungsdefizite festgestellt werden, das heißt, dass die bisherige Umsetzung noch nicht das als wünschenswert erachtete Niveau erreicht hat, zum anderen wird auch sichtbar, bei welchen Teilprozessen am häufigsten Unzufriedenheit mit der Umsetzung besteht.

Lebensmittelgroßhandel mit starkem Performancegewinn

Sowohl der Großhandel als auch der Einzelhandel konnten in diesem Jahr einen kleinen Performancezuwachs erzielen. Dabei ragte insbesondere der Lebensmittelgroßhandel positiv heraus, welcher eine Steigerung von fast 14 % aufweisen konnte und damit die »rote Laterne« an den Lebensmitteleinzelhandel abgibt, welcher im Vergleich zum Vorjahr leicht verliert. Ebenfalls einen leichten Performancerückgang muss der Elektronikgroßhandel verzeichnen. Alle anderen Subbranchen konnten sich leicht verbessern.

Lebensmitteleinzelhändler mit schwächsten Prozessen

Beim Teilprozessvergleich der einzelnen Subbranchen schneidet der Lebensmitteleinzelhandel mit Abstand am schwächsten ab. Viele Teilprozesse der Mehrwertdienstleistung sind dabei weit unter Durchschnitt angesiedelt. Auch der IT-Unterstützungsgrad ist hier sehr schwach und wird nur noch vom hinsichtlich IT-Unterstützung noch schwächeren Textileinzelhandel unterboten. IT-seitig besonders schlecht schneidet dabei die Rückmeldung der Dienstleistungsaktivitäten ab, welche die Unternehmen dringend angehen sollten. Positiv ragt einmal mehr der Elektronikeinzelhandel sowohl beim BPI als auch bei der IT-Unterstützung heraus. Sämtliche Teilprozesse liegen hier klar über dem Durchschnitt.

 

infografik techconsult mehrwertdienstleistungen handel

Die größten Umsetzungsprobleme in den Subbranchen

Eigentliche Durchführung der Dienstleistung problematisch

Ein knappes Viertel der Unternehmen ist unzufrieden mit der Durchführung der Dienstleistung, also der eigentlichen Leistungserbringung. Die Großhändler haben dabei tendenziell mehr Probleme als die Einzelhändler, was sich auch darin wiederspiegelt, dass sowohl die Lebensmittelgroßhändler als auch die Elektronikgroßhändler in diesem Bereich Umsetzungsprobleme haben. Dies ist vor allem in Hinblick auf die vertraglich festgelegte Leistungserbringung problematisch und sollte von den Unternehmen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Führen die Unternehmen den angebotenen Service nicht entsprechend der festgelegten Anforderungen aus, zieht das mitunter weitreichende Konsequenzen wie Reklamation, Retouren oder gar den gänzlichen Verlust des Kunden wegen mangelnder Zufriedenheit und damit einhergehend einen Absatzrückgang nach sich.

Welche Teilprozesse des Bereichs Mehrwertdienstleistungen in den Subbranchen des Handels besonders gut oder schlecht laufen, analysiert die nun vorliegende Fachbereichsstudie, die ab sofort auf der Projektseite https://www.business-performance-index.de zum Download bereit steht und zudem jedem Fachbereichsentscheider die Möglichkeit bietet, seinen Bereich mit vergleichbar aufgestellten Handelsunternehmen zu vergleichen.

[1] An der repräsentativen Studie BPI Mittelstand Handel 2014/2015 beteiligten sich über 300 mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie wird unterstützt von marcom source, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Microsoft und Swisscom IT Services, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie weiteren Partnern aus der ITK-Branche.

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