SAP S/4HANA: Das Ende der Softwarearchitektur des 20. Jahrhunderts

Mit der SAP Business Suite 4 SAP HANA (SAP S/4HANA) soll die Business Suite der nächsten Generation den Unternehmen helfen, ihre Geschäftsabläufe vereinfachen zu können.

foto sap st.leon-rotSAP S/4HANA basiert vollständig auf der In-Memory-Plattform SAP HANA; die nach modernsten Designprinzipien entwickelte Benutzeroberfläche SAP Fiori für mobile Geräte sorgt dabei für ein völlig neues Anwendererlebnis. Mit SAP S/4HANA können Kunden zahlreiche Innovationen und vereinfachte Prozesse verwirklichen, die nur mit Unterstützung von SAP HANA möglich sind. Gleichzeitig profitieren Kunden wie bisher von 40 Jahren SAP-Erfahrung in den unterschiedlichsten Branchen. SAP S/4HANA lässt sich in verschiedenen Betriebsmodellen – in der Cloud, lokal (On Premise) oder in einer hybriden Umgebung – nutzen und bietet damit maximale Wahlfreiheit.

»SAP definiert das Konzept des Enterprise Resource Planning für das 21. Jahrhundert neu. SAP S/4HANA verbindet Software und Anwender, so dass sie ihre Geschäfte in Echtzeit, vernetzt und einfach abwickeln können. Als Hasso Plattner SAP HANA entwickelt hat, wussten wir, dass die SAP Business Suite eines Tages für das digitale Zeitalter rundum erneuert werden muss. Weltweit müssen Unternehmen heute neue Märkte erschließen und mit ihren Kunden über eine Vielzahl an Kanälen in Kontakt stehen«, so Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender von SAP. »Jetzt können sie dafür auf eine Innovationsplattform zurückgreifen, die ihnen weiteres Wachstum ermöglicht. Aus diesem Grund ist der 3. Februar ein historischer Tag für uns, denn unserer Ansicht nach läuten wir mit SAP S/4HANA an diesem Tag den Anfang vom Ende der IT-Architektur des 20. Jahrhunderts und der damit verbundenen Komplexität ein.«

Die neue Suite nutzt umfassend die technischen Möglichkeiten von SAP HANA wie In-Memory- und Echtzeitfunktionen, um alle Beschränkungen der Vergangenheit zu überwinden. SAP S/4HANA bietet somit einen unmittelbaren Mehrwert für alle Geschäftsbereiche und Branchen. So ermöglicht ein gesteuerter Konfigurationsprozess die einfache Implementierung. Weitere Vorteile sind eine unternehmensweit moderne Benutzeroberfläche auf nahezu allen Gerätetypen und für nahezu alle Anwenderprofile, ein vereinfachtes Datenmodell, unmittelbare Erkenntnisse in höchstmöglicher Granularität und neu konzipierte Geschäftsprozesse in Echtzeit.

SAP S/4HANA unterstützt Innovationen auf Basis vereinfacht ablaufender Prozesse. Menschen, Endgeräte und Geschäftsnetzwerke lassen sich in Echtzeit miteinander verknüpfen und somit neue Geschäftsmodelle viel schneller entwickeln. Dadurch wird auch ein schnellerer Zugriff auf das Internet der Dinge und auf Big Data möglich. Mit dem vereinfachten Datenmodell können Kunden ihre IT neu gestalten, Kosten senken und die Effizienz ihrer IT verbessern.

Die Lösung SAP Simple Finance, die im Juni 2014 vorgestellt wurde, und die über Echtzeitinformationen Innovationen in Finanzabteilungen ermöglicht, war der erste Schritt in der Roadmap von SAP S/4HANA.

SAP S/4HANA wird ebenfalls das Cloud-Portfolio von SAP-Unternehmen wie Ariba, Fieldglass und SuccessFactors erweitern. Dank des umfassenden Angebots können Kunden künftig selbst bestimmen, in welchem Tempo sie auf die Cloud umsteigen möchten, während sie weiterhin von sämtlichen Integrations- und wirtschaftlichen Vorteilen ihrer implementierten SAP-Lösungen profitieren.


 

Aussagen von SAP-Partnern: SAP stellt mit SAP S/4HANA eine neue Generation von Unternehmenssoftware vor

Viele, langjährige Partner sind bereit für den Vertrieb und unterstützen Kunden mit entsprechenden Services auf dem Weg zu mehr Einfachheit mit Hilfe von SAP S/4HANA. Lesen Sie nachfolgend Referenzaussagen einiger Partner, die als Early Adopter bereits die Vorteile der neuen Anwendungssuite kennengelernt haben – unter ihnen sind Accenture, Capgemini, Deloitte Consulting LLP, EY und PwC:

Accenture

»Accenture hat für Unternehmen, die in unserer digital vernetzten und von Big Data getriebenen Always-on-Welt schnell und erfolgreich agieren wollen, einen sogenannten »High Velocity«-Ansatz entwickelt. Dieser liefert erweiterte ERP-Assets, die sich durch disruptive Technologien wie In-Memory auszeichnen und von digitalen Akzeleratoren wie Social und Mobile Web, Analytics oder der Cloud angetrieben werden. Für Unternehmen, die den Weg der digitalen Transformation einschlagen, ist SAP S/4HANA eine leistungsfähige Plattform, die perfekt mit unserem schnellen Enterprise Framework funktioniert, um den Nutzen von SAP HANA auszubauen. Unser tiefes Verständnis von digitalen Technologien und SAP-Lösungen bedeutet in Kombination mit unserer ausgezeichneten Branchenexpertise und unserer weltweiten Lieferkapazität, dass wir unsere Kunden beim Einsatz von SAP S/4HANA effektiv unterstützen können. Dabei ist es unser Ziel, unseren Kunden vielfältige Potenziale für ihr Business sowie neue und noch effizientere Möglichkeiten der Kundenbindung zu erschließen.« – Mark Willford, Senior Managing Director, Technology Ecosystem & Platforms, Accenture

Capgemini

»Wir freuen uns, die Markteinführung von SAP S/4HANA zu begleiten und unseren Kunden über die SAP HANA Plattform die Möglichkeit zu bieten, ihre ERP-Landschaften zu vereinfachen und Innovationen voranzutreiben. Capgemini ist eines der ersten Unternehmen, das auf SAP HANA gesetzt hat, und ein führender Partner im Hinblick auf die weltweite Anzahl aktiver SAP Business Suite powered by SAP HANA Projekte. Dadurch sind wir ideal aufgestellt, um den Nutzen von SAP S/4HANA sowohl für IT- als auch für Business-Entscheider aufzuzeigen. Wir freuen uns, unseren Kunden die Vorteile der wegweisenden Echtzeit-Insights von SAP Simple Finance zugänglich zu machen und sie dabei zu unterstützen, den größtmöglichen Nutzen aus SAP S/4HANA zu ziehen.« – Jerry Lacasia, Global SAP Partner Executive, Capgemini

Deloitte Consulting LLP

»Deloitte liefert SAP HANA, seit dem einige der ersten Anwender die Plattform eingesetzt haben. Darüber hinaus arbeitet Deloitte eng mit Kunden bei der Einführung von SAP Simple Finance zusammen. Als In-Memory-Technologie entfernt SAP HANA Wartezeiten bei der Entscheidungsfindung und stellt die Weichen für die Zukunft des Echtzeit-Geschäfts. SAP S/4HANA wird den ERP-Markt grundsätzlich verändern und bietet unseren Kunden eine ganz neue Perspektive bei der Vereinfachung ihres Geschäfts und der Verbesserung des Kundenerlebnisses in einer komplexen, digitalen und vernetzten Welt.« – Jan Waals, Principal, Deloitte Consulting LLP und Global SAP Practice Leader

EY

»Wir haben bei unseren Kunden ein enormes Interesse an SAP HANA als Plattform für die digitale Geschäftstransformation festgestellt. Die Kombination unserer Expertise rund um Transformationsthemen mit SAP S/4HANA ermöglicht unseren Kunden, ihr Unternehmen noch effizienter zu führen. Sie erhalten Zugriff auf Daten und Analytics in Echtzeit, wodurch ihnen unmittelbar spürbare Vorteile für ihre Geschäfte entstehen. EY investiert auch künftig in den Ausbau seines SAP-Portfolios und seiner SAP-Erfahrung. Leistungsfähige und branchenversierte Berater stehen bei EY bereit, Kunden bei der Geschäftstransformation und bei der Realisierung von ERP-Projekten der nächsten Generation zu unterstützen.« – Michael Yadgar, EY Americas SAP Leader

PwC

»Unternehmen ertrinken heutzutage in einer Flut von Daten. Außerdem sind sie mit immer komplexeren Märkten, Kundenkanälen und Geschäftsprozessen konfrontiert. Die Veränderung von Informationssystemen und Technologie kann entscheidend zu einfacheren Prozessen beitragen und Anwendern damit einen deutlichen Mehrwert bieten. SAP S/4HANA hilft Anwendern dabei, Prozesse, Endgeräte, Big Data und Netzwerke in Echtzeit miteinander zu verbinden. SAP hat seine Expertise im Bereich betriebswirtschaftlicher Anwendungen mit der besonderen Leistungsfähigkeit von SAP HANA kombiniert. Damit können Unternehmen Innovationen schneller umsetzen und Prozesse reibungslos verwalten.« – Rodney Seligmann, Advisory Principal and SAP Global Alliance Leader, PwC

 


SAP S/4HANA: Was bringt SAPs neue Softwaregeneration?

Die komplexen Geschäftsprozesse lassen Unternehmen zögern, die digitale Transformation mit Energie anzugehen. Die neue Softwaregeneration SAP Business Suite 4 SAP HANA, kurz SAP S/4HANA soll auch die Zögerlichen überzeugen sich dem Wandel zu stellen.

Erst die Finanzen, dann in einem Rutsch die Kundeninteraktion, der Handel, die Beschaffung und Bestandsverwaltung: Überall wo bisher schon die Kombination aus einer modernen User Experience und der In-Memory-Plattform SAP HANA zum Einsatz kam, soll sich nun eine neue Softwaregeneration seinen Weg bahnen. Im Tempo des Kunden vereint SAP nun mehr als 40 Jahre Erfahrung aus der Industrie unter Nutzung von SAP Fiori und SAP HANA in einem Produkt – der neuen Generation der Business Suite und auch größten Innovation seit SAP R/3, genannt SAP S/4HANA. Die wird entweder weitgehend standardisiert aus der Public Cloud, der Managed Private Cloud oder aber auf eigenen Systemen »on premise« zu haben sein.

SAP S/4HANA: Alle drei Monate neueste Entwicklungen via Cloud

Wobei allerdings die Priorität des Herstellers klar ist: Alle drei Monate spielt SAP die neuesten Entwicklungen auf die Cloud-Plattform, die spätestens alle halbe Jahre dann auch Private-Cloud-Anwender nutzen können. »Nur« einmal im Jahr werden Kunden neueste Technologien nutzen können, die nicht auf die Cloud setzen – ein Zyklus, der sich in der On-Premise-Welt allerdings eingebürgert hat. Die von SAP immer wieder genannten Simplifizierungs-Werkzeuge und Vorteile der Plattform SAP HANA sowie SAP Fiori für die Individualisierung, die User Experience und rollenbasierte Anwendungen verstehen sich in der neuen Generation von Business Software fast von selbst. Die Weiterentwicklung, nun in der neuen Produktfamilie SAP S/4HANA genannt – vereint alle diese Vereinfachungen und Innovationen in einem Produkt.

Was die neue Generation von Software ausmacht:

  • Der Fußabdruck der Daten wird reduziert: Wer heute sieben Terabyte Daten in seiner SAP Business Suite verarbeitet, wird künftig mit einem Zehntel der bisherigen Menge auskommen. Das beweist SAP schon durch die eigene Nutzung der Innovation, denn wie so oft hat SAP die Software zuerst bei sich eigeführt, »SAP runs S/4HANA«. Was die erste Generation der Software der neuen Generation mit Simple Finance bei SAP schon gezeigt hat, setzt sich in allen Funktionsbereichen der SAP Business Suite fort. Der Vorteil: Große Systeme und Datenmengen sind nicht mehr nötig. Weniger Hardware, geringere Netzwerkkapazitäten und Bandbreite für die Übertragung der Daten helfen CIOs, Kosten in der IT-Infrastruktur einzusparen.
  • Mehr Flexibilität für neue Geschäftsprozesse: Der Durchsatz der Systeme wird dadurch größer, da Aggregate und Indizes wegfallen. »Zwischenrechnungen« sind – wie schon von Simple Finance bekannt – nicht mehr nötig. Das beschleunigt die Berechnung bisher aufwendiger und komplexer Prozesse wie etwa von Finanzabschlüssen oder der Bedarfsplanung in der Logistik. Selbst Prognosen in der Vorratsplanung lassen sich nun zwischendurch machen. Diese »Echtzeitflexibilität«, wie sie der Global Vice President Co-Innovation Cloud Suite Sven Denecken nennt, hilft, »Was-wäre-wenn-Fragen« nebenbei zu beantworten. Dieser Vorteil kommt besonders dann zum Tragen, wenn Unternehmen eine aufgeräumte IT haben, also ihre IT-Landschaften konsolidiert und etwa wie SAP selbst konzernweit ein ERP-System einsetzen.
  • Je nach der jeweiligen Rolle nutzen: Je nach der Funktion im Unternehmen benötigen die Mitarbeiter Zugang zu diversen Datenquellen und sollten in der Lage sein, sie an einem Ort zusammenzuführen. So kann es etwa in der Logistik Sinn machen, auch Finanz- und Verkaufskennzahlen in die Entscheidung für die Beschaffung von Bauteilen mit einzubeziehen. »Neue Geschäftsprozesse lassen sich schnell umsetzen, auch außerhalb der bekannten strukturierten Prozesse. Speziell die Ad-hoc-Zusammenarbeit zur Lösung von neuen Problemstellungen sind eine Quelle für Innovation«, erläutert einer der verantwortliche Manager für die neue Softwaregeneration Denecken. SAP Fiori und die damit einhergehende Gestaltung von rollenspezifischen Oberflächen helfen einzelnen Mitarbeitern, auf ihren iPad-, Smartphone- oder Desktop-Fenstern und über Unternehmensgrenzen hinweg exakt die Informationen und Anwendungen zu nutzen und sich darauf zu beschränken, was sie für ihre spezifischen Aufgaben benötigen. »Kunden müssen die digitale Transformation mitgehen, dafür sind flexible Systeme nötig, die ohne großen Aufwand neue Prozesse verstehen«, erläutert SAP-Manager Denecken. Mit dazu gehört, dass die User Experience »stimmt«, die Bedienung intuitiv möglich ist, ohne große Erklärungen.
  • Analytische Komponenten einsetzen: Die Logistik, das Finanzwesen und die Bedarfsplanung erfordern immer häufiger und in immer kürzeren Abständen einen Blick auf den Stand der Dinge und den Vergleich etwa mit Zahlen aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres oder Vorquartals. Nur so lassen sich zuverlässige und solide Entscheidungen treffen. »Die Ad-hoc-Analyse wird künftig zum Alltag dazu gehören«, ist Denecken überzeugt.

Die neuen Zahlen bestätigen, dass die Entwicklung des Cloud-Geschäfts bei SAP weiter anzieht. Gegenüber 2013 legte das Cloud-Geschäft 2014 um 45 Prozent zu, auf jetzt 1,1 Milliarden Euro. »Es zeigt sich, dass unsere Strategie, eine nachhaltige Umstellung des Kunden auf die Cloud nach dem Tempo des Kunden die richtige ist. Und diese Innovation liefern wir nun auch on premise, denn Innovationsgeschwindigkeit wird wichtiger als das Liefermodell sein. Was zählt ist der Nutzen, den ich erzeugen kann, passend zur Situation des Unternehmens«, zeigt sich SAP-Manager Sven Denecken zufrieden. Klar ist: Die digitale Transformation wird künftig ein wichtiges Wörtchen über den Erfolg von Unternehmen mitreden. Je einfacher das gelingt, umso besser.

Andreas Schmitz