Schutz hört bei der Hardware nicht auf

Illustration: Absmeier, Blickpixel

Die Digitalisierung schreitet weiterhin mit großen Schritten voran und verfeinert unsere Lebensqualität mit neuen Innovationen fast täglich. Auch in Deutschland findet der Wandel zum technologischen Alltag statt und ist nicht nur in Branchen, sondern seit Jahren fest etabliert auch aus Privathaushalten nicht mehr wegzudenken; vor allem in den letzten zwei Jahren hat sich gezeigt, wie hilfreich Daten auch im Kampf gegen Pandemien sein können, in Wissenschaft und Wirtschaft. Genutzt werden die Technologien selbstverständlich auf unseren Endgeräten – Smartphones, Smart Homes, Smart-TVs. Die Elektronik wird dabei immer kleiner, immer feiner und auch immer komplizierter. Aber auch immer schwieriger zu handhaben, wenn man aus der Perspektive des Herstellers blickt; Oberflächen werden minimalistischer, empfindlicher und komplizierter. Umso wichtiger, den Produkten gleich in der Produktion den richtigen Schutz mit auf den Weg zu geben.

Wovon elektronische Geräte, vor allem Kleinstbauteile wie Leiterplatten oder Platinen, daher profitieren, sind angepasste und perfektionierte Schutzbeschichtungen, die auf der einen Seite ihre Lebensdauer und auf der anderen Seite sogar Effizienz steigern können. Mithilfe von speziellen Schutzlacken werden Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Meersalz oder Chemikalien, Extremtemperaturen und -schwankungen zuverlässig abgeschirmt, ohne dabei Kompromisse beim Design der Leiterplatte eingehen zu müssen. Die dünnen Beschichtungsstoffe, meist in flüssiger oder Pulverform, werden dabei gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt, bis sie durch eine chemische oder physikalische Reaktion einen durchgehenden Schutzfilm bilden. Korrekt beschichtet, kann so die Lebensdauer der Elektronikkomponenten drastisch erhöht werden. Ein unregelmäßiges Auftragen kann allerdings Schäden mit sich ziehen – eine fachgerechte Handhabung ist also zu empfehlen. In Deutschland gibt es mittlerweile eine gute Anzahl an spezialisierten Fachfirmen, die geeignete Beschichtungen, sowie vorhergehende Empfehlungen und Beratungen für Elektronikkomponenten anbieten. Einfach zu finden mithilfe der Suchmaschine der Wahl.

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Neben dem Vorteil der Langlebigkeit, bieten Schutzbeschichtungen außerdem einen weitern angenehmen Nebeneffekt: durch die Isolierung der einzelnen Bauteile können diese dichter aneinander verbaut werden, ohne Spurabstände oder Spannungen beachten zu müssen. Der Lack wirkt als Barriere und gleichzeitiger Stromableiter und erlaubt so eine kosten- und energieeffizientere Bauweise. Wo sonst Komponenten in separaten Gehäusen installiert wurden, können nun Baugruppen gemeinsam und mit extra Schutz vor Außeneinwirkungen wie Staub verbaut werden. Extrembedingungen wie Stöße oder Vibrationen – oder auch möglichen Schimmelbefall – wird entgegengewirkt und die empfindlichen Elektronikteile größtmöglich beschützt.

Vor allem für Entwickler von Komponenten, die im Alltag genutzt werden wollen, bieten Schutzbeschichtungen eine rentable Möglichkeit, qualitativ hochwertige Gadgets und Produkte auf den Markt zu bringen. Mit ihrer Hilfe sind sie die den jeweiligen Umweltumständen nicht nur gewachsen, sondern wirken ihnen aktiv entgegen. Unsere Digitalisierung verspricht immer vielseitiger einsetzbare und auf unseren Alltag abgestimmte Smartprodukte. Sicherzustellen, dass sie dem Endnutzer auch tatsächlich dienen und nicht beim ersten Anzeichen von Widerstand aufgeben, spart schlussendlich Material, Geld – und Nerven.