Sechs wichtige Rechenzentrumstrends für das Jahr 2015

foto bau rechenzentrum db freeWelche Trends für das Rechenzentrum werden 2015 im Zuge der Bemühungen von Rechenzentrumsbetreibern, so schnell und effizient wie möglich auf dynamische Marktbedingungen zu reagieren, an Bedeutung gewinnen?

»Um die wachsenden Anforderungen in Bezug auf Bereitstellungsgeschwindigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit, Verwaltbarkeit und Effizienz von Rechenzentren meistern zu können, sind wir mehr denn je auf technologische Entwicklungen angewiesen«, so Lal Karsanbhai, der neu ernannte Präsident von Emerson Network Power in Europa. »Die Branche verändert sich schnell. Daher sind Innovationen, mit denen Kunden und Endbenutzer auf diese Trends reagieren und Einfluss nehmen können, sehr wichtig.«

Im Folgenden werden sechs Trends vorgestellt, die sich auf die Entscheidungen von Designern, Betreibern und Verwaltern von Rechenzentren auswirken.

  1. Die Cloud wird erwachsen

Cloud-Technologie ist zu einem festen Bestandteil des Rechenzentrum-Ökosystems geworden, und ein Großteil der Unternehmen heutzutage nutzt bereits eine Form von Software-as-a-Service (SaaS). Da die Cloud nun ihren Kinderschuhen entwachsen ist, entwickelt sie sich zunehmend zur Triebfeder von Innovationen. Fortschrittliche Unternehmen vereinen Cloud-basierte Dienste für Analysen, Zusammenarbeit und Kommunikation, um ihre Kunden besser verstehen und neue Produkte und Dienstleistungen schneller auf den Markt bringen zu können. Künftig werden daher immer mehr Unternehmen auf Hybrid-Umgebungen setzen, in denen lokale IT-Ressourcen durch den strategischen Einsatz von Cloud- und Serverhousing-Diensten ergänzt werden, um Nutzung, Widerstandsfähigkeit und Flexibilität zu optimieren. Um in diesem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld zu bestehen, müssen Cloud-Anbieter zeigen, dass sie schnell skalieren und gleichzeitig alle vertraglichen Vorgaben erfüllen können. Cloud-Anbieter machen von neuen Technologien und Vorgehensweisen Gebrauch, um höchste Zuverlässigkeit bei geringstmöglichen Kosten zu realisieren, und werden so zur Triebfeder von Innovationen in der Branche.

  1. Mehr Reichweite für Integration

Integrierte Systeme wurden entwickelt, um Unternehmen die schnellere Bereitstellung und Skalierung von Anwendungen bei gleichzeitiger Senkung von Risiken und Gesamtkosten zu ermöglichen. Innovation, Digitalisierung und Mobilität bilden die Triebfeder schneller Veränderungen in vielen Märkten. Daher ist die Geschwindigkeit, die Integration und Konvergenz bieten, wichtiger und gefragter denn je. Integration und Konvergenz sind daher nicht mehr nur für IT-Stacks, sondern auch für die zugrundeliegenden Systeme relevant. Besonders erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Rechenzentren inzwischen auf Grundlage integrierter, vorgefertigter Module entworfen und konstruiert werden. Dieser neue Ansatz in Bezug auf die Entwicklung von Rechenzentren ermöglicht Unternehmen wie Facebook, vollständig angepasste individuelle Hochleistungsrechenzentren zu entwickeln und dabei von einer Zeitersparnis von 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Konstruktionsprozessen zu profitieren. Die Vorgehensweise zeichnet sich durch schnelle Bereitstellung, Skalierbarkeit und hervorragende Leistung aus und entwickelt sich zu zunehmend zu einer interessanten Alternative für die Bereitstellung zusätzlicher IT-Kapazität.

  1. Konvergenz auf höchster Ebene

Konvergenz zeichnet sich nicht nur in Bezug auf Technologiesysteme ab. Da Sprach- und Datendienste inzwischen regelmäßig auf ein und demselben Gerät genutzt werden, rücken die Telekommunikations- und IT-Branche immer näher zusammen. Tatsächlich geht mehr als die Hälfte der Teilnehmer am Projekt Data Center 2025 davon aus, dass mindestens 60 Prozent der Telekommunikations-Netzwerkeinrichtungen bis zum Jahr 2025 Rechenzentren sein werden. Und 79 Prozent erwarten, dass wenigstens die Hälfte der Telekommunikationsunternehmen Serverhousing-Einrichtungen in ihre Netzwerke integrieren wird. Durch diese Konvergenz wird mehr Standardisierung in die Technologien für Sprach- und Datendienste Einzug erhalten und die Hürden, die traditionell zwischen diesen beiden wichtigen Funktionen bestehen, werden abgebaut.

  1. Software bereitet den Weg für mehr Software

Virtualisierung ist einer der wichtigsten Trends in der Rechenzentrumsbranche der letzten zwanzig Jahre. Diese Entwicklung wird im Zuge der Erweiterung der Virtualisierungstechnologie von bloßer Rechenleistung auf Netzwerk und Speicher auch künftig Veränderungen mit sich bringen. Eine der wichtigsten Herausforderungen in dieser virtuellen Revolution ist die Hardwareverwaltung. Viele Unternehmen verfügen nicht über die notwendige Transparenz, um virtuelle und physikalische Systeme gemeinsam zu verwalten. Dieses Defizit muss beseitigt werden, um den Weg zum softwaredefinierten Rechenzentrum zu bereiten. Data Center Infrastructure Management (DCIM) bietet eine Lösung hierfür und die Erfahrungen der ersten Anwender sprechen für sich: Laut einer vom Ponemon Institute durchgeführten Studie zu Ausfällen in Rechenzentren aus dem Jahr 2013 profitieren Rechenzentren mit DCIM gegenüber Rechenzentren ohne entsprechende Lösung bei Ausfällen von um 85 Prozent kürzeren Wiederherstellungszeiten.

  1. Wichtiges am Rande

Nach Jahren der Konsolidierung und Zentralisierung wenden sich IT-Unternehmen nun verstärkt dem Rand des Netzwerks zu, um die Interaktion mit Kunden und Anwendungen zu optimieren. Da Unternehmen immer mehr auf Analysen, standortbasierte Dienste und personalisierte Inhalte setzen, wird sich der Rand des Netzwerks zu einem wichtigen Faktor der Wettbewerbsfähigkeit entwickeln. Um die hiermit verbundenen Chancen nutzen zu können, ist eine standardisierte, intelligente und hoch verfügbare Infrastruktur nah am Anwender erforderlich. Genau wie Organisationen, die im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts Mühe hatten, mit den Anforderungen an die Rechenleistung Schritt zu halten, werden nun Unternehmen, die den Herausforderungen in Bezug auf den Netzwerkrand keine Beachtung schenken, künftig mit dem explosiven Wachstum des Netzwerk-Traffics überfordert sein.

  1. Sicherheit ist die neue Verfügbarkeit

In Bezug auf Risikominderung lag der Schwerpunkt für die Verwalter von Rechenzentren seit je her auf der Verhinderung von Ausfallzeiten. Ausfallzeiten zählen weiterhin zu den Risiken, doch sind inzwischen unter dem Stichwort Cybersecurity weitere Bedrohungen hinzugekommen. Als einer der schwerwiegendsten Sicherheitsverstöße innerhalb der vergangenen 18 Monate auf ein HLK-System zurückzuführen war, wurden Rechenzentrumsverwalter und IT-Sicherheitsexperten hellhörig. Verwalter von Rechenzentren und entsprechenden Anlagen werden künftig mit ihren Teams für IT-Sicherheit bei der Prüfung der Technologie und Software ihrer Rechenzentren enger zusammenarbeiten müssen, um Sicherheit zu gewährleisten und die Sicherheitsverfahren von Vertragsnehmern und Dienstleistern auszuwerten, die über Zugriff auf diese Infrastruktur verfügen.

»Rechenzentren machen eine rasante Entwicklung durch und werden zunehmend durchdachter und integrierter«, ergänzt Karsanbhai. »Wir stehen einer neuen Generation von Rechenzentren gegenüber, die schnellere Reaktion auf veränderte brancheninterne Anforderungen, einfachere Verwaltung und eine effizientere Nutzung von Kapital bieten.«

Weitere Informationen zu Emerson Network Power und den Lösungen für Rechenzentrumsinfrastruktur erhalten Sie unter www.EmersonNetworkPower.de.