Sicherer Datenaustausch: Kollaborationstools verdrängen die E-Mail

email ms freeIn einem Marktpaper wurde die aktuelle Situation des Datenaustauschs in der fertigenden Industrie, bei Dienstleistern (wie Marketingagenturen, Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern), bei Banken und in öffentlichen Verwaltungen unter die Lupe genommen [1]. Befragt wurden CIOs beziehungsweise IT-Leiter in Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern.

Als sehr positiv ist dabei der Verbreitungsgrad von Datenverschlüsselungslösungen zu beurteilen. Aktuell setzen rund drei Viertel der Unternehmen Datenverschlüsselungstools ein. Neben der Datenverschlüsselung selbst sind es vor allem Kollaborationslösungen, die bei den Mittelständlern hoch im Kurs stehen und zumindest beim Datenaustausch die E-Mail als wichtigstes Kommunikationsmedium sukzessive ablösen werden.

Der Austausch von Daten, sei es mit Kunden oder innerhalb von Projektteams, gehört in deutschen Unternehmen zum Alltag. An einem durchschnittlichen PC werden pro Tag etwa 4 GB an Daten erzeugt, von denen rund 600 MB an externe Partner, Kunden, Lieferanten etc. fließen. Die Sicherheit dieser Daten ist daher für den deutschen Mittelstand zu einem der zentralen Themen geworden. Sowohl die Verschlüsselung der Daten selbst als auch die Absicherung der Übertragungswege sind in der überwiegenden Zahl der Unternehmen als unternehmenskritische Faktoren erkannt worden. Folgerichtig ist der Einsatzgrad entsprechender Tools und Lösungen bereits relativ hoch. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen setzen bereits Lösungen zur Datenverschlüsselung ein, bis Ende 2016 planen weitere 20 Prozent in den Bereich zu investieren. Auch der Absicherung des Übertragungsweges kommt eine immer größere Bedeutung zu. Bis Ende 2016 wollen über 90 Prozent der Unternehmen E-Mails verschlüsseln, um Daten mit Partnern und Kunden auszutauschen.

Insgesamt wird aber auch deutlich, dass die Bedeutung der E-Mail als Kommunikationsmedium weiter abnimmt. Im Gegenzug setzen immer mehr Unternehmen auf Kollaborationslösungen, die der E-Mail gegenüber deutliche Vorteile bieten, insbesondere bei größeren Teams und der Zusammenarbeit über Standortgrenzen hinweg. Aktuell sind entsprechende Tools bereits bei der Hälfte der befragten Mittelständler im Einsatz. Bis Ende 2016 planen insgesamt 80 Prozent der Unternehmen sichere Kollaborationslösungen einzusetzen.

Diese Ergebnisse fasst das jetzt erschienene Marketpaper »Sicherer Datenaustausch im deutschen Mittelstand« zusammen. Es gibt darüber hinaus Antworten auf die Fragen, welche Bereitstellungsformen (cloud vs. on premise) bei Verschlüsselungs- und Kollaborationstools im Mittelstand bevorzugt werden und welche Aspekte für die Unternehmen bei der Auswahl einer konkreten Lösung relevant sind.


[1] Das Marketpaper von techconsult hat im Auftrag der QSC AG steht im Whitepaper-Portal des Heise Business Service zum Download bereit.

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