SMS als Statusübermittler im Internet der Dinge relevant

Im Zuge der nächsten industriellen Revolution, dem Internet der Dinge (oder auch Industrie 4.0), wird es bis zum Jahr 2020 etwa 50 Milliarden Internet-fähige Geräte geben [1].

Vor allem für die produzierende Wirtschaft gibt es unzählige Anwendungsmöglichkeiten durch Maschinen, die selbstständig miteinander kommunizieren. Bei der weltweit tätigen Schaeffler-Gruppe etwa verschicken Anlagen E-Mail-Warnungen an das zentrale IT-System. Damit das Wartungspersonal diese auch unterwegs jederzeit zuverlässig empfangen kann, werden die E-Mails vom SMS-Dienstleister TextAnywhere in Textnachrichten umgewandelt.

›Smart Factories‹

Durch die Vernetzung der Produktion und intelligente Steuerungssysteme sind Anlagen in sogenannten ›Smart Factories‹ in der Lage, selbstständig auf bestimmte Ereignisse zu reagieren. Die meisten Systeme senden eine Statusmeldung per E-Mail an Maschinen oder Menschen. Wo kein direkter Anschluss ans Internet möglich ist, investieren die Unternehmen auch in ein M2M-Mobilfunkmodul.

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) nutzen schon zwei Drittel der befragten deutschen Unternehmen IT-Lösungen zur Fernwartung ihrer Anlagen und Maschinen in der Produktion [2].

Inzwischen sind auch viele der Maschinen und Anlagen des führenden Automobilzulieferers Schaeffler mit dem Internet verbunden, und in der Lage, automatische Warnmeldungen per E-Mail an das zentrale SAP-System zu verschicken. Steht beispielsweise eine der automatischen Türen offen, meldet diese den Vorfall in einem kurzen Text – etwa: »Tür A02 am Gebäude 17, Standort Herzogenaurach, offen«.

Damit das Wartungspersonal umgehend informiert werden kann, werden die täglich bis zu 1.000 E-Mails zusätzlich von der Cloud-Infrastruktur des SMS-Dienstleisters übernommen und als Textnachricht an die entsprechenden Mobilfunknummern verschickt. Hierzu ist die SMS-Cloud mit der Infrastruktur der großen Mobilfunkbetreiber verbunden, wodurch Textnachrichten in Sekundenbruchteilen in über 230 Länder weltweit verschickt werden können.

SMS mischt im Internet der Dinge mit

Einer Studie von Harbour Research zufolge setzten US-Firmen bereits jetzt mit Geräten und Services rund um das Internet der Dinge 180 Milliarden US-Dollar um. Bis 2020 könnte sich dieses Volumen verzehnfachen [1]. Für die Übermittlung von zeitkritischen Statusnachrichten von (Haushalts-)Geräten, Maschinen oder Anlagen an Personen wird man weiter auf die altbewährte SMS setzen, um kritische Warnungen zeitnah und zuverlässig zu empfangen. Sie bietet sich auch als kostengünstiger Zwischenschritt an, denn jedes »Ding«, wie etwa eine Tür, mit einem M2M-Mobilfunkmodul auszurüsten, kann teuer werden.

Das liegt vor allem daran, dass die SMS ein international etablierter Standard ist, der einen zuverlässigen Empfang von Informationen auf jeglicher Art von Mobiltelefon zulässt. Gerade im Hinblick auf die Entwicklungsländer und potenziellen Wachstumsmärkte ist dies ein entscheidender Faktor. In Ländern wie Indien sind bis zu 80 Prozent der Mobiltelefone nicht internetfähig [3].

Und für den Fall, dass kein Mobiltelefon zur Hand ist, hat gibt es eine passende Lösung: Beim Versand auf ein Festnetztelefon wird die SMS automatisch von einer freundlichen Roboterstimme vorgelesen.

Seit 20 Jahren zuverlässig: Die SMS

Neben seiner schon seit 20 Jahren bestehenden Rolle als persönliche Kommunikationsform zwischen Privatpersonen hat die SMS seit einiger Zeit eine neue Rolle erhalten. Sie dient als Vermittler von Nachrichten in der Application-to-Person (A2P)-Kommunikation. Verschiedenste Organisationen – darunter E-Commerce-Seiten, Banken und soziale Netzwerke verschicken an ihre Benutzer SMS, um sichere Informationen zu senden.

Die Gründe liegen auf der Hand: Im Gegensatz zu Messenger-Diensten, die eine Internet-Verbindung benötigen oder E-Mails, die selbst in der heutigen Zeit nicht im Sekundentakt abgerufen werden, besitzt die SMS entscheidende Vorteile. Erstens kann man mit einer SMS in der Regel sicherstellen, dass ausschließlich der Besitzer des Mobilfunkgerätes die entsprechende Nachricht erhält, es sei denn, das Gerät wurde gestohlen.

Zweitens haben SMS-Nachrichten einen viel höheren Dringlichkeitscharakter.

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[1] »Leben in der Welt 4.0«, Internet World Business, 17/14, Seite 8.

[2] https://www.silicon.de/41588210/immer-mehr-deutsche-unternehmen-erkennen-vorteile-von-industrie-4-0/

[3] https://telecomcouncil.com/blog/in-the-spotlight-a-new-future-for-sms/

 

https://www.textanywhere.de/sms-services/default.aspx