Softwareentwicklung: Lösungen für das IoT bestimmen das Geschäft im Jahr 2015

foto embarcadero gadget senorsDie Studie »Software for the Internet of Things (IoT) Developer Survey« belegt: Im Jahr 2015 wird das Entwickeln von Lösungen mit integrierten »Dingen« wie Sensoren in der Industrie, Sensoren zum Überwachen der Gesundheit oder schlaue Gebäude, ein großes Thema. Diese »Dinge« werden im Rahmen der Projekte dann mit vorhandenen und neuen Geschäftslösungen vernetzt.

Laut Studie, für die auch Entwickler in Deutschland befragt wurden, entwickeln weltweit 84 Prozent der Befragten für das Business-Umfeld, während sich 16 Prozent ausschließlich auf Konsumenten konzentrieren – IoT macht also einen Schwenk von Consumer-Gadgets hin zu Produktivitätslösungen für Unternehmen.

Die von Dimensional Research umgesetzte Umfrage sagt zudem, dass sich 77 Prozent aller Entwicklerteams im Jahr 2015 mit IoT-Lösungen befassen wollen. Die Hälfte (Deutschland: 31 Prozent) dieser IoT-Entwickler erwartete, dass sich ihre Lösungen bereits Ende 2015 auf das Geschäftsergebnis niederschlagen werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 sagten dies nur zwölf Prozent (Deutschland: 4 Prozent) der Befragten. Die Nachfrage durch Kunden rangiert in Deutschland mit 47 Prozent unter den am häufigsten genannten Auslösern für die Entwicklung von IoT-Lösungen im Jahr 2015.

IoT-Lösungen arbeiten verteilt und vernetzt

Laut Studie wollen die Entwickler die »Dinge« mit diversen Systemen koppeln, darunter Apps für mobile und stationäre Endgeräte, Datenbanken, Cloud-Dienste, Enterprise-Anwendungen oder anderen IoT-Komponenten:

  • 61 Prozent der von »Dingen« erzeugten Daten werden zwischen Endgeräten und Servern ausgetauscht (weltweit: 71 Prozent)
  • 64 Prozent der »Dinge« kommunizieren über verschiedene Techniken (weltweit: 72 Prozent)
  • 31 Prozent der »Dinge« nehmen Kontakt auf zu Cloud-Diensten (weltweit: 49 Prozent)
  • Android und Windows für den Desktop sind die am häufigsten mit den »Dingen« verbundenen Systeme

Laut Software for IoT Developer Survey wird mehr als die Hälfte (56 Prozent) aller »Dinge« nach wie vor auf klassischem Weg per Tastatur oder Knopfdruck gesteuert. Die Umfrage macht aber deutlich, dass sich die Lösungen weg von den typischen Touch-Steuerungen bewegen:

  • 93 Prozent der »Dinge« verarbeiten Signale von Sensoren, GPS oder per Sichtverbindung (weltweit: 97 Prozent)
  • 30 Prozent der »Dinge« werden Daten auf neuen Wegen darstellen (VR, haptisch, akustisch, durch Änderung der Umgebung und vieles mehr; weltweit: 37 Prozent)

»Die Unterschiede zwischen IoT-Lösungen für Konsumenten und solchen für Unternehmen sind groß: Während der Consumer den Kontakt zur IoT-Hardware typsicherweise über sein mobiles Endgerät aufbaut, müssen im geschäftlichen Sektor diverse, getrennt arbeitende Systeme mit der IoT-Lösung gekoppelt werden. Zu diesen Systemen gehören mobile Endgeräte genauso wie Wearables, Sensoren, Cloud- und On-Premise-Backend-Lösungen«, sagt Michael Swindell, Senior Vice President für Produkte bei Embarcadero.

[1] Im Dezember 2014 befragte Dimensional Research Entwickler per Online-Umfrage im Auftrag vom Embarcadero Technologies zum Internet der Dinge. Die Umfrage »Software for the Internet of Things Survey« definiert IoT als das Netzwerk der »Dinge«, die durch Verbindungstechniken wie WiFi oder Bluetooth mit anderen Geräten, Anwendungen, Middleware und Onlinediensten kommunizieren. Ziel der Studie war es, Trends rund um die neuartigen »Dinge« zu verstehen. Insgesamt beantworteten 1040 Teilnehmer die Fragen über den Status ihrer IoT-Entwicklungsbemühungen, den verwendeten Techniken und den Einflüssen auf die Entwickler. Umgesetzt wurde die Umfrage auf Deutsch, Englisch und Japanisch. Alle Befragten trugen Verantwortung für die Entwicklung einer IoT-Lösung und stammten aus verschiedensten Regionen der Welt. Sie arbeiten für Unternehmen unterschiedlicher Größe und in diversen Branchen. Die Genauigkeit der Ergebnisse wird mit +/- 3 Prozent angegeben.
Ergebnisse der Umfrage und die Studie in voller Länge findet sich nach Registrierung hier zum Download: https://forms.embarcadero.com/15Q1IoTSurvey