Sonne, Frühling, Lust auf Neues! Tipps für sicheres Online-Shopping

foto no lifeguard db freeEin neues Kleid, der automatische Rasenmäher, Utensilien für den Frühjahrsputz, den Einkauf bequem nach Hause bestellen und die neueste Reiselektüre per Overnight-Express erhalten. Attraktive Angebote locken gerade überall und mit den ersten, lang ersehnten Sonnenstrahlen steigt auch die Kauflust – vor allem Online. Schnell, einfach, bequem, 24/7 aber auch sicher? Millionen von Nutzern kaufen heute ihre Lebensmittel oder Kleidung im Internet, da ist es also kaum überraschend, dass Cyber-Kriminelle immer stärker auf diesen Zug aufspringen und schon jetzt zahlreiche perfide Mittel und Wege gefunden haben, um Zahlungsdaten abzufangen und damit betrügerische Transaktionen im Millionenbereich abzuwickeln.

Erst jüngst wurden 1,2 Milliarden-Passwörter gehackt. Vielen Verbrauchern vergeht bei solchen Schlagzeilen die Shoppingfreude und Fragen nach der sichersten Zahlungsmethode – Paypal, Kreditkarte oder Rechnung? – sowie nach sicherem Einkaufen im Netz werden laut.

Bitdefender hat aufgrund der Auswertung aktueller Angriffe, folgende Tipps und Tricks zusammengestellt:

  1. Keine mobile Netzwerkenutzung des Telefons oder Tablets, um unterwegs Einkäufe abzuwickeln. Shopping via öffentlicher WLAN-Netzwerke sollte kategorisch vermieden werden – hier können Daten besonders leicht abgefangen werden. Wenn es sich nicht verhindern lässt, sollten Anwender zumindest eine spezielle Zahlungslösung, wie zum Beispiel Safepay, verwenden, um eine sichere Verbindung mit ihrem Konto oder einer Bezahlseite im Internet auch über unverschlüsselte Hotspots sicherzustellen.
  2. Niemals die PIN mit der Kartenprüfnummer verwechseln. Dabei handelt es sich um eine 3- oder 4-stellige Zahlenfolge, die auf der Rückseite der Kredit- oder Debitkarte zu finden ist. Die meisten Online-Händler verlangen die Eingabe dieser Nummer zur Authentifizierung. Statistiken zeigen, dass hier auf die Schnelle oft die PIN eingegeben wird. Fatal, falls Einkäufer dabei online beobachtet werden.
  3. Bewusstsein gegenüber Phishing-Versuchen schärfen. Betrüger ködern arglose Nutzer gerne mit angeblichen Rabatten und Coupons. Sie erregen ihre Aufmerksamkeit mit einer täuschend echten Shopping-Seite und bringen sie so dazu, ihre Zahlungsdaten für Produkte einzugeben, die ihre Haustür nie erreichen werden.
  4. Nichts kaufen, was unaufgefordert per E-Mail angeboten wird. Wenn E-Mail-Empfängern Angebote verlockend aber komisch vorkommen, sollten sie stets Freunde und Familie um Rat fragen oder in Foren nachlesen, ob sie einem Online-Shop vertrauen können. Oft reicht es dazu, den Namen in einer Suchmaschine einzugeben. So können sie von den Erfahrungen anderer profitieren.
  5. Auf SSL-Zertifikaten achten. Wichtig ist, dass Onlineshops mit SSL-Zertifikaten arbeiten, da so ihre Identität bestätigt werden kann. User befinden sich auf einer sicheren Seite, wenn die URL mit HTTPS beginnt und in der Adressleiste ein Vorhängeschlosssymbol eingeblendet wird.
  6. Shoppen vom eigenen Sofa aus. Es ist nicht ganz ungefährlich auf der Arbeit, in der Bibliothek, im Café, in der Schule, am Flughafen, also überall dort, wo die Computer auch von anderen genutzt werden, auf Online-Einkaufstour zu gehen. Diese Systeme könnten von außen überwacht werden. Zuhause ist eine größere Sicherheit und Privatsphäre gewährleistet.
  7. Einen Virenschutz nutzen, der auch manipulierte Werbeanzeigen blockiert. Verwendete Browser und Programme sollten stets auf dem neuesten Stand sein und der installierte Virenschutz immer über die neuesten Virendefinitionen verfügen. Banking-Trojaner und Rootkits entwickeln sich immer weiter. Sie stehlen Bankdaten, überwachen Transaktionen und melden sich sogar bei Online-Bankkonten an, während sie sich im System der Opfer geschickt verbergen.
  8. Ein vollständiger System-Scan vor jedem Besuch des World Wide Webs ist empfehlenswert. So stellen Nutzer sicher, dass ihr System nicht infiziert wurde.
  9. Das Konto immer im Blick haben, besonders vor und nach Online-Transaktionen, um Unregelmäßigkeiten rechtzeitig zu entdecken.
  10. Dienste zum Schutz der Identität in Anspruch nehmen, um hochsensible Daten, wie zum Beispiel Kreditkarten, Kontokarten und Kontonummern, Führerschein, Reisepass und Sozialversicherungsnummer, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Benutzernamen und Passwörter zu schützen. Bitdefender Total Security bietet Kunden beispielsweise ein Modul zum Identitätsschutz.
  11. Zusatzfunktionen von Sicherheitslösungen nutzen. Mit Wallet zum Beispiel können Anwender Passwörter sicher verwalten und Zugangsdaten speichern. Darüber hinaus sorgt Safepay – eine kostenlose Desktop-App mit einem angriffssicheren Browser – dafür, dass man im Internet unbeobachtet Bankgeschäfte und Einkäufe abwickeln kann.
  12. Wenn eine Transaktion bereits abgeschlossen ist und Betroffene trotzdem weiterhin E-Mails von einem Online-Shop oder einer Support-Abteilung erhalten, sollten sie weitere Informationen zu ihren angeblichen Sicherheitsmaßnahmen einholen.
  13. Geräte verschlüsseln und mit einem Passwort sichern. So bleiben gespeicherten Daten auch bei Diebstahl oder Verlust privat. Alle Daten sollten zudem mit einer speziellen Software oder – falls vorhanden – mit der standardmäßigen Verschlüsselungsoption des jeweiligen Endgerätes verschlüsselt werden.
  14. Einen Diebstahlschutz verwenden, um das abhandengekommene Gerät ausfindig machen zu können oder Daten aus der Ferne zu löschen.
  15. Aufenthaltsort in sozialen Netzwerken nicht für jedermann preisgeben. Mittlerweile ist es ganz normal seinen Status regelmäßig zu aktualisieren und dabei immer alle über aktuellen Standort und Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Falls ein Profil nicht nur für Freunde zugänglich ist, erfahren so vielleicht auch vollkommen Fremde, dass jemand gerade nicht zuhause ist. Das wäre ungefähr genauso wie wenn der eigene Aufenthaltsort auf Werbetafeln in der ganzen Stadt für jedermann sichtbar verkündet werden würde. Sicher kein Wunschbild.