Spiel, Satz und Sieg – für Wimbledon-Fans oder das Unternehmensnetzwerk?

Für Tennis-Fans spielt sich auf dem heiligen Rasen von Wimbledon eines der wichtigsten Sportereignisse des ganzen Jahres ab. Da es das Turnier in Deutschland allerdings nicht im Free TV zu sehen gibt, müssen Interessierte entweder zahlen oder auf diverse Streaming-Dienste im Internet zurückgreifen. Dabei kann es schnell zu einer Herausforderung für die IT-Infrastruktur kommen, wenn Mitarbeiter die Spiele während der Arbeitszeit über Geräte streamen, die mit dem Firmennetzwerk verbunden sind.

autor foto Riverbed_Andreas Hartl»Gerade im letzten Sommer haben IT-Verantwortliche über schlechte Anwendungs- und Netzwerk-Performance geklagt. Kein Wunder, denn viele Mitarbeiter haben die Spiele der Fußball-WM per Live-Streaming angeschaut« kommentiert Andreas Hartl, Regional Vice President DACH bei Riverbed Technology. »Gerade Streaming setzt ein Netzwerk aufgrund der hohen benötigten Bandbreite unter Druck. Deshalb sollten Unternehmen es aber nicht verbieten – denn das gemeinsame Mitfiebern stärkt den Teamgeist. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass Live-Streams möglich sind, ohne dass die Netzwerk-Performance leidet. Und das geht nur, wenn IT-Teams möglichst tiefe Einblicke in ihr Netzwerk und die Nutzererfahrung haben.«

Aber genau damit haben Unternehmen aufgrund immer komplexer werdender IT-Landschaften und hybriden Cloud-Umgebungen oft große Schwierigkeiten. »Die große Menge an Traffic, die durch Streaming verursacht wird, kann schnell dazu führen, dass ein Nadelöhr entsteht«, so Hartl weiter. »Wenn Bandbreiten-hungrige Apps das Netzwerk belasten, dann muss der Traffic eindeutig priorisiert werden, so dass geschäftskritische Anwendungen immer die Ressourcen zur Verfügung haben, die sie brauchen.«

Generell wird das Thema Video in Zukunft immer mehr Einfluss auf verschiedenste Säulen der IT-Infrastruktur haben. Aus einer Netzwerk-Perspektive führt das wiederum dazu, dass das Wide Area Network (WAN) vor Herausforderungen gestellt wird, was Kosten und Bandbreitenengpässe angeht: »IT-Abteilungen stehen vor einer schweren Aufgabe – sie müssen nicht nur die Kosten für das WAN im Auge behalten, sondern gleichzeitig auch die ständig steigende Nachfrage bedienen. Und genau dafür brauchen sie umfassende Einblicke in und gute Kontrollmöglichkeiten über das Netzwerk.«

Diesen Balanceakt können Unternehmen nur mit einer Technologie schaffen, die solche Traffic-Schemata erkennt, kontinuierlich prüft und die gewonnen Informationen proaktiv an das Netzwerk-Team weitergibt. »In Zeiten von Sportereignissen wie Wimbledon sollten Unternehmen in der Lage sein, die Nutzung der Bandbreite komplett zu kontrollieren«, meint Hartl. »Schließlich braucht jede Firma eine leistungsfähige Infrastruktur und zufriedene Mitarbeiter.« Eine Möglichkeit, diesen Spagat zu schaffen könnte es sein, Quality of Service und Video Streaming auf verschiedene Systeme aufzuteilen. Gerade in hybriden Netzwerken kann das funktionieren, indem der »Spaß-Traffic« über ein anderes Netzwerk läuft als die geschäftskritischen Anwendungen.

»Kümmern sich die Unternehmen nicht rechtzeitig um solche Maßnahmen, dann heißt es diesen Sommer spätestens zum Finale Spiel, Satz und Sieg für die Tennis-Fans über das Unternehmensnetzwerk«, resümiert Hartl.