Studie: Digitale Revolution schwerwiegender als gedacht

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Die »Digitale Revolution« wird einen größeren Umbruch in Gesellschaft und Beruf nach sich ziehen, als bisher vermutet. Das lässt sich aus den aktuellen Ergebnissen der »Trendstudie: IT- und Technologiereport 2020« der Technologie- und Beratungsgesellschaft Invensity GmbH schließen. 68 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Fach- und Führungskräfte der IT erwarten durch die Digitalisierung der Wirtschaft grundlegende Veränderungen in allen Branchen.

Doch es geht auch um den epochalen Wandel bis ins kleinste Detail. So gehen 84 Prozent der Befragten zum Beispiel davon aus, dass durch die Digitale Revolution neue, bisher nicht existente Berufsgruppen entstehen werden – Taxifahrer könnten beispielsweise durch selbstfahrende Autos ersetzt werden. »Deutschlands Zukunft wird datengetrieben sein. Es macht keinen Sinn, diesen tiefgreifenden Veränderungen mit Errungenschaften der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts zu begegnen«, warnt Invensity-Geschäftsführer Frank Lichtenberg.

Grundlegende Veränderung in Beruf, Gesellschaft und im Privaten

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Zu den Folgen der Digitalisierung gehören laut dem Invensity-Chef nicht nur Schnelligkeit, Transparenz und Fortschritt, sondern auch extreme Veränderungen in bisher gewohnten gesellschaftlichen Strukturen, wie etwa eine geänderte Rolle des Menschen in der Arbeitswelt. Im Laufe nur weniger Jahre hat sich dieser vom Arbeiter zu einem Lenker der intelligenten Fabrik entwickelt. Doch gerade solche Nebenerscheinungen des digitalen Fortschritts werden bisher oft noch unterschätzt.

Die Studie zeigt, dass fast zwei Drittel der Befragten daran zweifeln, dass sich Topmanager darüber im Klaren sind, welche fundamentalen Veränderungen einer Branche mit neuen Geschäftsmodellen drohen. »Und genau an dieser Stelle wird es gefährlich«, so Lichtenberg. »Wirtschaftsgrößen wie Deutschland müssen die Digitalisierung ernst nehmen und sie in möglicherweise neue Geschäftskonzepte überführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sonst werden sie einfach von einer Datenwelle überrollt«, prophezeit der Invensity-Chef.

Zu den Hausaufgaben gehöre auch die rechtliche Regulierung. Das bestätigt auch die Studie: 64 Prozent der befragten IT-Experten sehen rechtliche Fragen noch längst nicht geklärt. Lediglich neun Prozent geht davon aus, dass die Gesetzeslage auf solche Entwicklungen bereits vorbereitet ist. Einigkeit herrscht allerdings bei der generellen Frage, ob große Veränderungen durch die Digitalisierung anstehen werden: Lediglich 16 Prozent gaben im Rahmen der »Trendstudie: IT- und Technologiereport 2020« an, es sei zu übertrieben von einer »Digitalen Revolution« zu sprechen.

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www.invensity.com

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