Studie zeigt Controlling-Defizite deutscher Unternehmen

Einer Studie zum Outsourcing des Controllings im Mittelstand [1] zufolge arbeite das Controlling im deutschen Mittelstand rückwärtsgewandt und stelle kein Instrument für die vorausschauende Steuerung des Unternehmens bereit. Das Outsourcing-Potenzial zum Aufbau von Controllingsystemen schätzen die Studienteilnehmer jedoch groß ein.

Dass es einen akuten Bedarf das Rechnungswesen wertschöpfend aufzustellen, das zeigt die deutschlandweite Untersuchung »Outsourcing des Controllings, Status Quo und Potenzialanalyse – eine Studie im deutschen Mittelstand« auf. Dabei gaben von Februar bis Mai 2015 409 Unternehmen Auskunft, inwieweit sie Controllinginstrumente systematisch einsetzen und ob sie externe Dienstleister beauftragen würden.

Controlling im Mittelstand: Mangel an Vorausschau

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass das Steuerungspotenzial des Controllings keinesfalls umfassend genutzt wird. Zwar werden vor allem operative Controlling-Instrumente eingesetzt, allerdings sind diese auf die Auswertung von Daten aus der Vergangenheit gerichtet. Weder kommen genügend strategische und planerische Instrumente zum Einsatz noch werden die Instrumente miteinander in Beziehung gesetzt, um die Erkenntnisse im Rahmen einer integrierten Unternehmenssteuerung einzusetzen.

Als »grob fahrlässig« bezeichnen die Autoren der Studie die häufig fehlende Liquiditätsplanung: Knapp ein Fünftel der Unternehmen verzichte darauf völlig. Besonders gravierend sei das Versäumnis bei Start-ups und Dienstleistungsunternehmen, bei denen etwa jedes zweite beziehungsweise jedes dritte Unternehmen ohne Liquiditätsplanung arbeite. Zudem sei es leichtfertig, dass mehr als jedes zweite mittelständische Unternehmen in Deutschland von einer detaillierten Konkurrenzanalyse absehe.

Allerdings können sich mehr als die Hälfte der Unternehmen den Aufbau von Controllingsystemen mittels einer Begleitung durch Externe vorstellen. Zudem ziehen gerade kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, aber auch große Unternehmen mit über 1.001 Angestellten die Auslagerung ihrer Buchhaltung in Betracht. Damit könnten sie ihr Finanzwesen um Standardprozesse entlasten und gleichzeitig vom wertschöpfenden Potenzial dieser Prozesse profitieren.

Externe Unterstützung für den strategischen Einsatz des Controllings gefragt

»Die Studienergebnisse zeigen uns, dass wir mit unserem Angebot von mod Finance & Accounting einen aktiven Beitrag zur Steuerung von Unternehmen leisten können«, kommentiert Anja Osterloh, Inhaberin der mod Gruppe, zu der die Marke mod Finance & Accounting zählt, den Bedarf der Unternehmen. »Was Unternehmen zunächst dafür benötigen, ist ein Kennzahlensystem, das sich an seinen strategischen Zielen ausrichtet. Dann können sie in einem zweiten Schritt mittels Business-Intelligence-Lösungen die Daten als belastbare Entscheidungsgrundlage verwenden. mod F&A bietet hierfür eine Business Intelligence as a Service Lösung an.«

[1] Studie, durchgeführt von der PFH Private Hochschule Göttingen. Federführender Autor der Studie ist Dr. Bernt R. A. Sierke, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftlehre, insbesondere Industrielles Management, Rechnungswesen und Controlling an der PFH Private Hochschule Göttingen, und Unternehmensberater. Die vollständige Studie steht auf der Website der PFH Private Hochschule Göttingen zum Download bereit.
https://www.pfh.de/aktuelles/510-controlling-im-mittelstand-vollgas-mit-blick-aus-dem-rueckfenster.html
https://www.fa-mod.de/unternehmen/integrierte-unternehmensteuerung/

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