Trends 2015 bei Enterprise Mobility

Das zurückliegende IT-Jahr war erneut durch das Thema Enterprise Mobility geprägt. Die Unternehmen haben erkannt, dass sich durch Enterprise-Mobility-Prozesse nachhaltig verbessern und die Produktivität der Mitarbeiter steigern lassen. Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, hat bereits jedes zweite Unternehmen in Deutschland eine Mobility-Strategie definiert. Im Fokus steht dabei weiterhin die Ausweitung des mobilen Zugriffs auf Business-Anwendungen.

Zu diesem Ergebnis kommt die IDC-Studie »Enterprise Mobility in Deutschland 2015«, die auch Matrix42 besonders beleuchtet hat. Grundsätzlich identifiziert die Studie diese drei wichtigsten Tendenzen und Entwicklungen:

  • Bei 62 Prozent der Unternehmen steht die Verbesserung der Mobile Security ganz oben auf der To-do-Liste.
  • Immer mehr Unternehmen setzen auf Enterprise-Mobility-Management-Software.
  • Insbesondere die Fachbereiche wollen einen einheitlichen Zugriff auf die Anwendungen unabhängig vom genutzten Gerät.

Die Zahlen belegen den Trend. So wollen laut Studie 82 Prozent der Unternehmen die Nutzung von Smart Devices im Jahr 2015 ausdehnen. Die Ausstattung von Fachbereichs-Mitarbeitern mit Smart Devices läuft auf Hochtouren. Fast die Hälfte der Unternehmen hat drei oder mehr mobile Betriebssysteme im Einsatz – deren Konsolidierung fällt den IT-Organisationen jedoch vielfach schwer.

Die Autoren der IDC-Studie schätzen, dass allein der Markt für Enterprise-Mobility-Management-Lösungen in Deutschland bis 2018 doppelt so schnell wie der übrige Softwaremarkt wachsen wird. »Im diesem Jahr nimmt die Vielfalt an Geräten und Apps weiter zu. Insbesondere werden die Geschäftsprozesse zunehmend einer mobilen Transformation unterzogen«, ergänzt Oliver Bendig, CTO bei Matrix42. »Workspace-4.0-Ära und Personal Cloud stehen 2015 in den Startlöchern, und in den Unternehmen werden wir die ersten »Wearables« haben, die es zu steuern und zu verwalten gilt. Dies alles geht einher mit einer verstärkten Nutzung hybrider Cloud Services und SaaS-Apps.«

Fazit der Studie:

Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, Enterprise Mobility zu ignorieren, denn dies würde mittelfristig zu Wettbewerbsnachteilen in ihrem Kerngeschäft führen. In vielen Organisationen besteht großes Potenzial, durch mobile Geräte und Applikationen die Produktivität der Fachabteilungs-Mitarbeiter zu erhöhen und Prozesse zu verbessern. Unternehmen haben erkannt, dass diese Vorteile keine ferne Fiktion, sondern heute erschließbar sind und werden daher ihre Mobility-Initiativen im Jahr 2015 ausweiten.

Der Einfluss der Fachbereiche bei der Entscheidung über Technologie-Investitionen wird zukünftig weiter steigen. Waren die Fachabteilungen früher bei IT-Entscheidungen gar nicht berücksichtigt, wurden sie in den zurückliegenden Jahren immer häufiger in den Entscheidungsprozess involviert und verfügen nun sogar zum Teil über eigenes Budget. Dieses werden Sie einsetzen, um ihre Ziele und Vorstellungen beispielsweise in der Interaktion mit Kunden via mobile Apps zu verwirklichen. Diese weichen zum Teil von denen der IT ab. Die Flexibilität durch dezentrale Mobility-Budgets hat allerdings ihren Preis. Kontrollverluste, Wildwuchs und mangelndes Know-how sind aus IT-Sicht zu befürchten.

Nach Einschätzung von IDC sollten Fachbereichs-Entscheider Investitionen daher nicht tätigen, ohne die IT ins Boot zu holen, um von deren Expertise bei der Beschaffung von mobiler Technologie zu profitieren. In den kommenden Monaten werden nach Einschätzung von IDC immer mehr Unternehmen den Fokus vom reaktiven Risiko- und Kostenmanagement hin zu einem proaktiven »Business Enablement« durch mobile Technologien weiter verschieben.

Weniger die Risiken, sondern mehr die Vorteile bei der Unterstützung der Fachbereiche werden somit im Vordergrund zukünftiger Mobility-Initiativen stehen. IDC empfiehlt IT-Organisationen, diese zweite Stufe von Enterprise Mobility verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen und somit das Potenzial des Einsatzes von mobilen Geräten, Applikationen und Inhalten für Anwender im Sinne eines produktiveren Arbeitens zu erschließen.


 

Die Executive Summary der Studie kann nach Registrierung unter diesem Link abgerufen werden:
https://www.matrix42.com/de/produkte/view/matrix42-mobile-workspace-management.html

 

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