Umfrage: IT-Experten rechnen für 2015 mit steigenden Budgets und komplexeren IT-Landschaften. Auch der Personalbedarf wächst.

Das soziale Netzwerk für die IT-Branche, Spiceworks, zeigt in seinem Bericht »2014 State of IT«, wie sich die IT-Budgets in Nordamerika und EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) entwickeln und auf welche Technologien IT-Profis in diesem Jahr vorrangig setzen [1]. Demnach werden Unternehmen in diesem Jahr durchschnittlich 253.000 US-Dollar für IT-Produkte und -Services ausgeben. 42 Prozent der Befragten rechnen zudem damit, dass ihre IT-Ausgaben 2015 steigen werden. Trotz höherer Budgets und einer wachsenden Zahl an Technologien in der Arbeitswelt gehen jedoch 60 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht davon aus, dass ihr Unternehmen im nächsten Jahr zusätzliches IT-Personal einstellen wird. Basis des Berichts ist eine Umfrage unter IT-Experten aus der Spiceworks-Community, die Unternehmen unterschiedlicher Größe repräsentieren.

Bedarf steigt, Einstellungen nicht

»Technologie-Trends wie Cloud und Bring-Your-Own-Device (BYOD) halten zunehmend Einzug ins Arbeitsleben. Dadurch müssen IT-Experten immer komplexere Umgebungen verwalten, damit die Mitarbeiter produktiv bleiben«, erläutert Kathryn Pribish, Program Manager des Marktforschungsprogramms »Voice of IT« bei Spiceworks. »Die Unternehmen investieren zwar in IT-Lösungen. Für IT-Profis, die die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen und dafür sorgen, dass die Technik richtig funktioniert, geben sie jedoch nicht im selben Umfang Geld aus.«

Anwendungen und Infrastruktur auf Cloud-Basis, Virtualisierungslösungen sowie die Zunahme mobiler Technologien haben die Arbeitsweise der IT-Experten drastisch verändert. Einerseits hilft ihnen die Technik, den Anforderungen der Mitarbeiter entgegen zu kommen. Andererseits bringt die steigende Komplexität auch eine ganze Reihe von neuen Herausforderungen mit sich – vor allem was IT-Sicherheit, Mitarbeitermobilität sowie den Wechsel zwischen gehosteten und On-Premise-Lösungen betrifft.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

Cloud-Services liegen nach wie vor im Trend, speziell bei kleineren Firmen

  • 61 Prozent der IT-Profis nutzen bereits Cloud-Services; weitere acht Prozent haben dies in den nächsten sechs Monaten vor. Vor allem in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern sprachen sich die Befragen für die Cloud aus.
  • Das gilt vor allem für Nordamerika: 65 Prozent der dort befragten IT-Experten nehmen Cloud-Services in Anspruch. In der EMEA-Region sind es nur 56 Prozent.
  • Der mit 80 Prozent am häufigsten genutzte Cloud-Service ist Web-Hosting. 58 Prozent der Cloud-Service-Anwender investieren in E-Mail-Hosting-Dienste, und 51 Prozent setzen eine Cloud-basierte Produktivitätslösung ein. Neu beginnen soll die Nutzung von Cloud-Services in den nächsten sechs Monaten vor allem in den Bereichen Online-Backup und Recovery, Produktivitätslösungen sowie Infrastruktur-Hosting.

Virtualisierung zählt zu den Mainstream-Technologien. Trotzdem entscheiden sich kleinere Firmen hier häufig für einen Cloud-basierten Ansatz.

  • 74 Prozent der IT-Profis gaben in der Umfrage an, dass sie bereits Virtualisierungslösungen einsetzen. Neun Prozent planen dies für die nächsten sechs Monate.
  • Während 90 Prozent der größeren Unternehmen über eine virtuelle Infrastruktur verfügen, haben von den Firmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern nur 70 Prozent eine entsprechende Lösung implementiert. In Betrieben mit bis zu 19 Angestellten sind es sogar nur 54 Prozent. Laut der Befragten ist es in diesen kleineren Firmen wahrscheinlicher, dass sie sich für eine Cloud-basierte Infrastrukturlösung entscheiden.
  • In EMEA nutzen 79 Prozent der Befragten eine virtuelle Umgebung. In Nordamerika sind es 71 Prozent.

Unternehmen stellen sich mit BYOD-Richtlinien auf die Anforderungen ihrer mobilen Mitarbeiter ein.

  • 68 Prozent der befragten IT-Profis erklärten, ihr Unternehmen unterstütze BYOD. Zu 60 Prozent handelt es sich dabei um die privaten Smartphones der Mitarbeiter; 51 Prozent der Arbeitgeber unterstützen Tablet-PCs und 38 Prozent Laptops, die ihre Angestellten von zuhause mitbringen.
  • Die Akzeptanz von BYOD-Geräten ist in Nordamerika mit 69 Prozent etwas stärker als in EMEA, wo sich 65 Prozent der Unternehmen um die privaten Endgeräte der Mitarbeiter kümmern.
  • Ähnlich wie beim Thema Cloud wird BYOD in kleineren Firmen eher umgesetzt als in größeren. So unterstützen 83 Prozent der Betriebe mit weniger als 20 Angestellten die privaten Arbeitsgeräte der Mitarbeiter. Von den Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es dagegen nur 61 Prozent.

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Methodik

[1] Die insgesamt 1.121 IT-Profis aus Nordamerika und der EMEA-Region, die im Mai dieses Jahres für die Studie befragt wurden, gehören zur fünf Millionen Nutzer umfassenden Spiceworks-Community. Sie repräsentieren eine Vielzahl von Unternehmensgrößen – vom kleinen Betrieb bis zum Großunternehmen – und kommen aus diversen Branchen wie Industrie, Gesundheit, Erziehung, dem Non-Profit-Bereich, Regierungsorganisationen und dem Finanzsektor. Weitere Informationen zur Umfrage sowie die kompletten Umfrageergebnisse finden Sie hier: https://www.spiceworks.com/marketing/state-of-it/report/.