Unified Communication und Groupware – »Eine bessere, passgenauere Lösung«

Unified Communication und Groupware – Eine bessere, passgenauere Lösung

Gut funktionierende und ressourcenschonende Synchronisation von E-Mails, Kalender, Aufgaben oder Adressen mit den Mobilgeräten ist eine zunehmend wichtige Funktion von Groupware. Können Open-Source-Angebote den Standardprogrammen Paroli bieten?

Manage it hat mit Cornelius Weiss, Team Leader Software Engineering bei Metaways in Hamburg, IT-Dienstleister und Hauptentwickler der Open-Source-Groupware Tine 2.0 gesprochen.

Können Open-Source-Groupware-Projekte wie Tine 2.0 mit den großen Konkurrenten mithalten? 

Das hängt ganz davon ab, was genau gesucht wird. Benötigt man lediglich eine Mainstreamlösung und muss auch keine Rücksicht auf Budgets nehmen, dann eher nicht. Hat ein Unternehmen aber spezielle Anforderungen, etwa an Datenschutz, Benutzerfreundlichkeit, Anpassbar- oder Erweiterbarkeit, dann können Open-Source-Lösungen mehr als nur mithalten, denn dann kommen ihre spezifischen Stärken voll zum Tragen.

Müssen Anwender von Open-Source-Lösungen Abstriche beim Funktionsumfang machen? 

Der Funktionsumfang ist sicher nicht deckungsgleich. Bei den Features des Kalenders beispielsweise haben Standardlösungen wie etwa Microsoft Exchange eine größere Detailtiefe. Das muss aber nicht unbedingt ein Vorteil sein, ganz im Gegenteil. Eine große Featuretiefe kann die Anwender erschlagen. Wir konzentrieren uns deshalb bei unserer Open-Source-Groupware Tine 2.0 zu Gunsten der Bedienbarkeit ganz bewusst auf die wesentlichen Leistungsmerkmale.

Wo liegen generell die Stärken von Open-Source-Lösungen wie Tine 2.0?

Neben den bereits erwähnten Punkten wie Sicherheit, Usability oder Individualisierbarkeit profitieren Anwender vor allem vom Open-Source-Modell. Da sie nicht in Lizenzen investieren müssen, können sie ihr Budget ausschließlich für Dienstleistungen einsetzen. Das bedeutet unterm Strich eine bessere, passgenauere Lösung – nicht nur im Sinne des Unternehmens, sondern auch der Benutzer.

Welche Kunden spricht Metaways mit seiner Groupware-Lösung an? Sind Open-Source-Lösungen wie Tine 2.0 sowohl für den Einsatz in KMU als auch in großen Unternehmen geeignet?

Von ihrer Leistungsfähigkeit her ist die Software auf jeden Fall auch für Großunternehmen geeignet. Wir selbst arbeiten aber vor allem mit KMU zusammen, wobei das M bei uns für Unternehmen mit bis zu 3.000 Benutzern steht. In Projekten mit mehr Benutzern fungieren wir dann meist als Partner, und nicht mehr als Generalunternehmer.

Wie sieht es hinsichtlich Installation, Betrieb und Pflege des Systems aus?

Die Software ist generell leicht zu installieren und zu administrieren. Darüber hinaus bieten wir mit der Tine 2.0 Business Edition eine kommerzielle Ausführung der Software, die umfangreiche Dienstleistungen und einen zweijährigen Support beinhaltet. Das ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, bei dem wir uns um alle Bugfixes oder Sicherheits-Updates kümmern und kurze Reaktionszeiten bei Problemen garantieren. Die Business-Edition kann aber auch im Software-as-a-Service-Modell aus unserem deutschen Rechenzen-trum bezogen werden. Dann übernimmt Metaways Installation, Betrieb und Pflege, so dass das Anwenderunternehmen damit gar nichts mehr zu tun hat.

Im Hinblick auf den wachsenden Einsatz von mobilen Endgeräten in Unternehmen: Welche neuen Anforderungen müssen Groupware-Lösungen erfüllen?

Ganz wesentlich ist natürlich eine gut funktionierende Synchronisation von E-Mails, Kalender, Aufgaben oder Adressen mit den Mobilgeräten. Da es davon immer mehr in den Unternehmen gibt, muss diese Synchronisation möglichst ressourcenschonend ablaufen. Wegen des anhaltenden BYOD-Trends sollten sich außerdem Richtlinien umsetzen lassen, die beispielsweise festlegen, wer welche Daten auf welchen Geräten synchronisieren darf. Ebenfalls wichtig ist, dass Daten per Fernzugriff gelöscht werden können, wenn ein Mobilgerät verloren geht oder gestohlen wird.