Vernetzte Mobilität und Connected Cars als Turbo fürs Datenwachstum

  • Vernetzte Mobilität erfordert effiziente Datenverwaltung – Jährlich bis zu 130 Terabyte pro Fahrzeug.
  • Weniger Stau auf der Datenautobahn durch virtualisierte Daten möglich.

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Vernetztes oder sogar autonomes Fahren ist eines der großen Themen in der Automobilindustrie, zuletzt auch auf der diesjährigen IAA in Frankfurt. Die Branchenexperten des VDA gehen davon aus, dass bereits 2017 vier von fünf Neuwagen einen Internetanschluss haben werden. Actifio, spezialisiert auf die Virtualisierung von Datenkopien, verweist in diesem Zusammenhang auf die zu erwartende, nochmals steigenden Herausforderungen durch die anwachsende Datenflut – und die wachsende Rolle der Datenvirtualisierung bei der Softwareentwicklung für Connected Cars und deren Datenmanagement.

Experten gehen davon aus, dass ein »Connected Car« in der Zukunft stündlich bis zu 25 Gigabyte an Daten in die Cloud senden wird. Dadurch könnten pro Fahrzeug und Jahr 10 Terabyte an primären Speicherdaten anfallen. Durch die große Zahl an Kopien im Datenverwertungsprozess könnten pro Jahr sogar bis zu 130 Terabyte an Daten und somit immenser Speicherbedarf anfallen.

Zentrale Erfassung, Verwaltung und Analyse von Daten 

Das künftige Datenwachstum wird durch die prognostizierte zunehmende Verbreitung von Connected Cars eine neue Dimension erreichen. Die vernetzte Mobilität stellt jedoch immer höhere Anforderungen an die Datenauswertung im laufenden Betrieb (Realtime Data Analysis) und die Softwareentwicklung, insbesondere was die Datenverfügbarkeit betrifft. In den Rechenzentren fallen immer mehr Daten an, wo sie verarbeitet werden müssen, um in ständiger Interaktion mit dem Fahrzeug wieder zurück gespielt zu werden. Zudem werden für vernetzte Fahrzeuge künftig neue Anwendungen und Software zur Verfügung stehen, die laufend weiter entwickelt werden müssen. Zum einen geht es also um die zentrale Erfassung, Verwaltung und Analyse von Daten, zum anderen um die Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Software für vernetztes, zunehmend assistenzunterstütztes und später auch autonomes Fahren.

»Vernetzte Mobilität erfordert moderne Lösungen zur Bewältigung der wachsenden Datenflut und der steigenden Anforderungen an die Datenverwaltung. Die Virtualisierung von Datenkopien (Copy Data Virtualisation) ist ein solider Ansatz, um die Herausforderungen der Connected-Cars-Ära zu meistern«, erklärt Thorsten Eckert, Sales Director DACH bei Actifio. »Dies beginnt mit effizienter Datenverwaltung und reicht bis hin zu DevOps-Szenarien, in denen Copy Data Management entscheidende Vorteile mit sich bringt.«

Copy Data Virtualisierung 

Die enorm wachsende Datenmenge infolge der vernetzten Mobilität dürfte traditionelle Ansätze für die Datenverwaltung in absehbarer Zeit hoffnungslos überfordern. Der branchenübergreifend bewährte Ansatz der Copy Data Virtualisierung bietet sich hier als effektive Lösung an. Copy Data Management sorgt dafür, dass der Datenberg nicht durch redundante Sekundärkopien der verschiedenen Anwendungsdaten belastet wird, die in klassischen Umgebungen noch dazu in eigenen »Datensilos« verwaltet werden.

»Mittels Copy Data Virtualisierung werden Daten von der Infrastruktur entkoppelt, um eine bessere Verfügbarkeit und Flexibilität zu erreichen. Die Daten werden global dedupliziert und virtuelle Kopien können im gesamten IT-Spektrum – vom traditionellen Rechenzentrum bis hin zu privaten oder öffentlichen Cloud-, SaaS- oder Hybrid-Cloud-Strukturen – genutzt werden«, erklärt Ash Ashutosh, CEO und Gründer von Actifio. »Kosten und Komplexität sinken, da die Daten verwaltet werden. Mittels einer einzigen physischen Kopie können unbegrenzt virtuelle Kopien für verschiedene Zwecke – wie Analyse, Backup, Entwicklung, Test und Wiederherstellung – sofort und überall flexibel zur Verfügung gestellt werden.«

Das Prinzip der Virtualisierung von Datenkopien eignet sich für unterschiedlichste Anwendungen, Plattformen, Betriebssysteme, virtuelle Umgebungen sowie private oder öffentliche Cloud-Strukturen, wie sie auch in der vernetzten Mobilität genutzt werden. Für hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit sorgt eine fein abgestimmte SLA-Überwachung pro Anwendung, mit präzisen Wiederherstellungs- und Aufbewahrungsrichtlinien.

Seine Stärken spielt Copy Data Management insbesondere bei typischen Herausforderungen in DevOps-Szenarien aus. Effizientes Testdaten-Handling mit virtualisierter Datenverwaltung sorgt für schnellere Prozesse, geringere Kosten, höhere Datensicherheit und rasche Marktreife der Software. Das sind wesentliche Faktoren, auf die es im dynamischen Umfeld des neuen Automotive-Zugpferds »Connected Cars« ankommt.