Welche Anforderungen stellt der Mittelstand an Lösungen zur sicheren Datenübertragung?

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infografik techconsult sichere datenübertragung

Die Häufigkeit von Datenlecks veranlasst Unternehmen in puncto Datensicherheit zu handeln. Bis 2016 dürfte nahezu jedes mittelständische Unternehmen Security-Lösungen zur Datenverschlüsselung im Einsatz haben. Dies ist das Ergebnis der Studie »Sicherer Datenaustausch im deutschen Mittelstand«, die die aktuelle Situation des Datenaustauschs im deutschen Mittelstand analysiert. Befragt wurden CIOs beziehungsweise IT-Leiter in Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern unter anderem zum Einsatz und der Nutzung von Verschlüsselungstechnologien sowie deren Anforderungen an Lösungen zur sicheren Datenübertragung.

Maximale Sicherheit

Aus Sicht der Nutzer sollen Lösungen zum Datentransfer in ihrer Handhabung so einfach wie möglich sein und sich möglichst nahtlos in bestehende Routinen integrieren. Seitens der IT-Abteilungen lautet die Forderung vor allem maximale Sicherheit. Für jeweils mehr als zwei Drittel der Unternehmen stehen Ende-zu-Ende verschlüsselte Übertragung und verschlüsselte Speicherung der Daten oben auf der Prioritätenliste bei der Auswahl von Lösungen zum sicheren Datenaustausch.

Rechtliche Erwägungen spielen eine immer größere Rolle

Fast ebenso große Bedeutung haben rechtliche Erwägungen: Revisionssicherheit und eine definierte Verteilung von Verantwortlichkeit und Haftung sieht der überwiegende Teil der Unternehmen als relevante Größen im Entscheidungsprozess für eine Lösung. Die Unternehmen sind gut beraten, diesen Kurs auch weiterhin zu verfolgen. Im Falle eines Angriffs und dem möglichen Verlust relevanter Daten kann so der Schaden zwar nicht abgewendet, seine Folgen aber in der Regel deutlich begrenzt werden.

Deutsche Anbieter und deutsche Infrastruktur bevorzugt

Neben technischen und direkten rechtlichen Erwägungen, die auf die Begrenzung der Konsequenzen zielen, spielen auch Eigenschaften des Anbieters selbst eine immer größere Rolle. Die Erkenntnisse über die Arbeitsweise ausländischer Geheimdienste, die große Mengen übertragener Daten abfangen und auswerten, verunsichern die deutschen Mittelständler. Dies hat zur Folge, dass zunehmend zuverlässige deutsche Dienstleister gefragt sind, die Sicherheitslösungen bieten, um unbefugte Datenzugriffe Dritter zu erschweren oder zu verhindern. Es ist daher auch nicht überraschend, dass zwei Drittel der Unternehmen Anbieter präferieren, deren Rechtssitz sich in Deutschland befindet und deren Infrastruktur ebenfalls auf deutschem Boden angesiedelt ist.

Anbindung mobiler Endgeräte

Arbeitsumgebungen werden zeitlich und räumlich immer flexibler, Projektteams arbeiten zunehmend dezentral und binden auch externe Fachkräfte je nach Bedarf ein. Damit mehren sich die Anforderungen an Tools zum sicheren Datenaustausch und zur sicheren Kollaboration. Zugleich gewinnt die Anbindung mobiler Endgeräte stark an Bedeutung. Zwar dominieren mobile Endgeräte das Tagesgeschäft der Mittelständler bislang noch nicht, sie gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Hier hängt die Entscheidung vornehmlich von der unternehmensinternen Ausrichtung hinsichtlich Enterprise Mobility ab. Mittelfristig wird der Trend aber vom traditionellen PC-Arbeitsplatz wegführen. Es ist daher sinnvoll bei der Auswahl des Datentransfer-Tools auf entsprechende Anbindungsmöglichkeiten zu achten. Als zentrales Element wird sich hier die Frage der Kompatibilität über Betriebssystemgrenzen hinweg erweisen, um nicht in Tools zu investieren, die an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei gehen.

[1] Studie von techconsult hat im Auftrag der QSC AG. Die Ergebnisse finden Sie im Bericht zur Studie, der auf dem Whitepaper-Portal zum Download zur Verfügung steht
https://business-services.heise.de/security/security-management/beitrag/market-paper-sicherer-datenaustausch-im-deutschen-mittelstand-2499.html.