Wie neue Denkweisen der Generation Z die Arbeitswelt verändern

Studie zeigt Auswirkungen auf den Arbeitsplatz der Zukunft.

infografik ricoh 4g workplace

Während die jüngsten Mitglieder gerade erst geboren werden, sind die ältesten Mitglieder der Generation Z mittlerweile 19 Jahre alt und befinden sich im Übergang von ihrer Ausbildungszeit hin zum Arbeitsleben. Sie sind motivierte Digital Natives mit einer ganz eigenen Einstellung gegenüber dem Konzept der Arbeit. Die von Ricoh gesponserte und von Coleman Parkes durchgeführte Studie »4G Workplace« untersucht, welche Auswirkungen die Generation Z auf Unternehmen haben wird. Weiter wurde analysiert, wie gut diese darauf vorbereitet sind, vier unterschiedliche Generationen unter einem Dach zu vereinen.

Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmen

Die Generation Z ist sich darüber im Klaren, dass die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zunehmend verschwimmen. Somit ist Arbeit für sie eine Mentalität und nicht nur eine Reihe von Aufgaben oder Zielen, die es zu bewältigen gilt. Weil sie konstant Zugriff auf E-Mails und neueste Plattformen für die Zusammenarbeit haben, schalten die meisten auch nach Ende der Arbeitszeit nicht ab. Während sich jedoch die Diskussionen über diese permanent aktive Belegschaft bisher immer auf die beteiligten Technologien konzentriert haben – da immer weniger zwischen beruflich und privat genutzten Geräten getrennt wird – wurde ihrer Mentalität wenig Beachtung geschenkt.

Der »4G Workplace«

Aufgrund des gestiegenen Renteneintrittsalters und der besseren Gesundheit und Fitness älterer Menschen arbeiten viele Baby Boomer noch. Einige haben sogar noch zehn oder mehr Berufsjahre vor sich. Währenddessen arbeiten jüngere Generationen an ihren Karrieren. Dabei erreicht die Generation X für gewöhnlich Positionen im mittleren oder gehobenen Management und die Generation Y rückt immer stärker nach. Hinzu kommt nun auch noch die Generation Z, motivierte Vordenker, die gerade das Bildungssystem verlassen und in das Berufsleben eintreten. Die Studie zeigt, dass 65 Prozent der befragten Personen der Meinung sind, dass es klare Unterschiede in der Art und Weise gibt, wie Menschen aus unterschiedlichen Generationen arbeiten. Sicherzustellen, dass diese Gruppen effizient zusammenarbeiten und in ihren Berufen erfolgreich sind, stellt hierbei eine Herausforderung für jedes Unternehmen dar.

Mentalität ist alles

Die »Immer online«-Mentalität zieht sich durch die gesamte Generation Z. Als Digital Natives nehmen sie neue Technologien schneller an als ihre älteren Kollegen. Aufgewachsen im Internet-Zeitalter sind sie daran gewöhnt, dass ihnen Informationen und Kommunikationsmittel stets zur Verfügung stehen, was sich auch auf ihre Einstellung zur Arbeitswelt und potenziellen Arbeitgebern auswirkt. Dies spiegelt sich auch in ihren Entscheidungen und Gedanken zur zukünftigen Berufswahl wieder. Verglichen mit den älteren Generationen, fühlen sich dreimal mehr Befragte aus der Generation Z von Unternehmen angezogen die Technologien anbieten, um ihren Mitarbeitern eine effizientere Arbeitsweise zu ermöglichen. Ingo Wittrock, Head of Marketing bei Ricoh Deutschland erklärt: » Auch wenn das Ergebnis vielleicht nicht überraschend ist, so hebt es doch hervor, wie wichtig es für Unternehmen ist, die Erwartungen der Generation Z zu erfüllen. Möchte man diese jungen Talente für sich gewinnen und an sich binden, kommt man nicht um den Einsatz neuer Technologien herum. Ältere Systeme werden nicht toleriert.«

Neue Arbeitsweisen einbringen

Jedoch hat die Generation Z ebenfalls hohe Erwartungen an ihre eigenen positiven Auswirkungen auf den Arbeitsplatz. Die meisten von ihnen glauben, dass sie mit außergewöhnlichen technologischen Fähigkeiten, intelligenten Ideen und frischen Denkweisen neue Arbeitsweisen einbringen werden. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sich Unternehmen, die bereits mit der Generation Y ihre Schwierigkeiten haben, großen Herausforderungen gegenübersehen, wenn sie es nicht schaffen, neue Arbeitsweisen einzuführen, durch die sich alle vier Generationen ergänzen. Besonders interessant ist dabei, dass sich die Generation Y, noch stärker als die Generation Z, begeistert und optimistisch bezüglich des Potenzials von Technologie zeigt. Dies liegt vielleicht daran, dass die Generation Z immun gegenüber den Reizen neuer Technologien ist, da sie von Geburt an damit vertraut ist. Diese Generation ist daran gewöhnt, dass Technologie ihr persönliches und soziales Leben bestimmt, da sie sie als Hauptmittel zur Kommunikation verwendet und das gleiche von ihrem Arbeitsplatz erwartet.

Wittrock resümiert: »Unternehmen müssen diese besondere Einstellung zur Technologie und diesem Arbeitskonzept annehmen, um die Denkweise der Generation Z für sich zu nutzen. Dies wird sich als Haupttaktik bei der Umsetzung der Digitalisierung, der Verbesserung der Flexibilität und der Einführung von neuen, unternehmensweiten Kollaborationsplattformen erweisen.«

[1] Die Studie »4G Workplace«, die von Coleman Parkes Research durchgeführt und von Ricoh Europe gesponsert wurde, zeigt die Schwierigkeiten von Unternehmen bei der Erfüllung der Anforderungen dieser vier Generationen. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) geben an, dass ihre Unternehmen die Anforderungen einer Mehr-Generationen-Belegschaft nicht erfüllen können.
Die Umfrage wurde im Juli 2015 unter 3.352 Teilnehmern aus acht Branchen, einschließlich Bildungswesen, Rechtswesen, Versorgungsunternehmen, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor, Einzelhandel, Produktion und Finanzdienstleistungen durchgeführt. Die Befragten stammen aus Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Polen, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Russland, der Schweiz, dem Nahen Osten, der Türkei und Südafrika. www.ricoh.de
[2] Die vier Generationen sind in der Studie wie folgt definiert:
Babyboomer: 1946-1964 (aktuell 69-51 Jahre alt)
Generation X: 1965-1980 (aktuell 50-35 Jahre alt)
Generation Y: 1981-1995 (aktuell 34-20 Jahre alt)
Generation Z: 1996-heute (aktuell 19 Jahre und jünger)