Wird der »9 to 5«-Job obsolet?

Immer mehr Menschen sehnen sich in der Zeit der Digitalisierung nach mehr Freiheit und Flexibilität. Eine Bewegung, die aus diesem Wunsch entstanden ist, sind die digitalen Nomaden, die ihre Sachen packen und die Welt bereisen möchten, während sie online arbeiten. Aber man muss nicht unbedingt von einem Land ins nächste ziehen, um die Vorteile von alternativen Arbeitsmodellen zu genießen und sich sein Leben flexibler zu gestalten. Doch was bedeutet das für das »9 to 5«-Arbeitsmodell – wird es obsolet?

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Arbeitet es sich zu Hause genauso gut?

Das Homeoffice wird für viele Mitarbeiter beliebter. Zumindest einen oder mehrere Tage wünschen sich viele Büromitarbeiter mittlerweile, von dem Zuhause aus arbeiten zu dürfen. Das hat für viele zahlreiche Vorteile. Besonders wer eine weite Anreise ins Büro hat, kann damit jede Menge Zeit sparen. Nicht selten fahren Mitarbeiter eine halbe Stunde oder mehr ins Büro. Pro Tag verlieren sie damit mindestens eine Stunde ihrer Freizeit und müssen die Kosten für Benzin oder öffentliche Verkehrsmittel fast immer selbst begleichen. Das Homeoffice spart damit Zeit und Geld. Viele Mitarbeiter fühlen sich außerdem effizienter dabei, anhand von erledigten Tasks bewertet zu werden, statt von Arbeitsstunden. Wer seine Mitarbeiter vom Zuhause aus arbeiten lässt, kann deutlich schwerer überprüfen, wann jemand mit der Arbeit beginnt oder Pausen einlegt. Kein Problem, sagen jedoch einige Studien. So sollen die meisten Arbeitnehmer nämlich mit einer Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche genauso viel erreichen wie in 40 Stunden. Wer seinen Mitarbeitern also Projekte mit Deadlines gibt, wird dasselbe Ergebnis erhalten, egal, ob alle wirklich 8 Stunden täglich vor dem Computer sitzen. Nachteil des Homeoffice ist jedoch das mögliche Fehlen des Teamgeistes, das durch das getrennte Arbeiten entstehen kann. Im Idealfall sollten man sich also zumindest einmal in der Woche zu Meetings im Büro treffen und die Agenda für die kommenden Tage besprechen – das schweißt zusammen.

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Ungewöhnliche Berufsmodelle werden Standard

Der klassische Bürojob wird auch über die nächsten Jahre in einigen Sparten weniger werden. Viele administrative Tätigkeiten werden vermehrt von Computern übernommen, wodurch Firmen entlastet werden, aber auch Mitarbeiter sich auf eine neue Arbeitsweise einstellen müssen. Dafür entstehen durch die Digitalisierung zahlreiche andere Berufe, die wir bis vor wenigen Jahren noch als eher ungewöhnlich angesehen hatten. Zu diesen gehören Online Freelancer in verschiedenen Sparten wie Grafikdesign, Texten und Webdesign, aber auch vermehrt Übersetzer und Marketing-Spezialisten arbeiten online und sind damit sehr flexibel. Die Online Kundenbetreuung benötigt ebenfalls immer mehr Menschen, die zu verschiedenen Uhrzeiten zur Betreuung bereitstehen. Hier reichen die Tätigkeitsfelder von Live Chats für Kundenanliegen, bis hin zur Arbeit als Live Croupier im Online Casino, wo Spieler per Stream 24/7 mit echten Dealern spielen und kommunizieren können. Zunehmend viele Casinos verfügen über diese Spielart, Netbet bietet mittlerweile fast 20 Live Spiele an. Auch Social Media bietet heute ganz neue Chancen zur Selbstständigkeit. Wer z. B. seinen eigenen Blog betreibt oder sich eine Community auf Plattformen wie Instagram oder YouTube aufbauen kann, wird zum regelrechten Promi. Sogenannte Influencer verdienen ihr Einkommen durch Werbeverträge und können damit oft groß absahnen. Der Weg an die Spitze ist allerdings steinig.

Wie man sieht, gibt es also zahlreiche Ansätze, die das klassische »9 to 5«-Arbeitsmodell auflockern wollen. Für viele Berufssparten macht es auch in Zukunft noch Sinn, ähnliche Arbeitszeiten und Arbeitsweisen beizubehalten, in anderen dürfen wir große Veränderungen erwarten. Wer sich nach mehr Flexibilität sehnt, hat heute auf jeden Fall zahlreiche Ausweichmöglichkeiten zu dem klassischen Büroalltag.

 

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