Schlagwort: Rentner

  • Demografie: Wie stark steigt der Altenquotient bis 2050?

    Demografie: Wie stark steigt der Altenquotient bis 2050?

    Der Altenquotient wird in den kommenden Jahrzehnten weltweit deutlich steigen. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis einer Prognose der Vereinten Nationen. Besonders stark fällt der erwartete Anstieg in Südkorea aus: Der Wert klettert von 31,2 im Jahr 2026 auf 75,6 im Jahr 2050. Auch Italien erreicht mit einem Sprung von 40,7 auf 70,4 ein sehr hohes Niveau. Die Infografik auf Basis dieser Prognose verdeutlicht damit die Dynamik der globalen Alterung.

    Im Vergleich dazu entwickelt sich der Altenquotient in klassischen Industrieländern wie den USA moderater und steigt von 29,3 auf 37,9. China holt mit einem deutlichen Anstieg von 21,6 auf 52,3 stark auf. Länder wie Indien bleiben hingegen trotz Zuwächsen deutlich jünger.

    Deutschland gehört zu den Ländern mit einem bereits hohen Ausgangsniveau und weiter steigender Belastung. Der Altenquotient erhöht sich von 39,2 im Jahr 2026 auf 53,5 im Jahr 2050. Damit rückt Deutschland näher an besonders stark alternde Gesellschaften heran, bleibt aber hinter den Extremwerten etwa in Südkorea oder Italien zurück.

    Der Altenquotient beschreibt die Zahl der Menschen im Alter von 65 Jahren und älter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren. Die Prognosen basieren auf Annahmen zu Geburtenraten, Lebenserwartung und Migration. Sollten diese Trends anhalten, würde die Alterung vieler Gesellschaften den Druck auf Arbeitsmärkte und Sozialsysteme erhöhen und wirtschaftspolitische Anpassungen erforderlich machen.

    Matthias Janson

    https://de.statista.com/infografik/36210/prognose-zur-entwicklung-des-altenquotienten-nach-laendern/?lid=dydd0nlajglc

     

    Bevölkerungsschrumpfung: Deutschlands Bevölkerung reduziert sich ab sofort

    Die Bevölkerung Deutschlands wuchs im Jahr 2024 um knapp 100.000 Menschen. Das vermeldete das Statistische Bundesamt am Anfang des Jahres. Es könnte auf absehbare Zeit das letzte Mal gewesen sein, dass die Anzahl der Menschen in Deutschland wächst, denn laut aktueller Bevölkerungsvorausberechnung ist in allen Szenarien bereits in diesem Jahr mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen [1].

    Grund dafür ist neben dem Saldo aus Geburten und Sterbefällen, der bereits seit Jahren negativ ist, ein Rückgang der Nettozuwanderung. So war das Geburtendefizit zuletzt drei Jahre in Folge höher als 300.000 Personen, wurde jedoch jeweils durch höhere Nettozuwanderung mehr als ausgeglichen. Das wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht länger der Fall sein, so dass der bereits seit längerem erwartete Bevölkerungsrückgang 2025 beginnen dürfte.

    Bis zum Ende des aktuellen Vorausberechnungszeitraumes im Jahr 2070 wird die Bevölkerung in Deutschland aller Voraussicht nach schrumpfen. Einzig bei zwei der 27 Szenarien würde die Bevölkerung bis 2070 leicht wachsen und dafür müsste neben einem hohen Wanderungssaldo die Geburtenrate deutlich ansteigen – ein Szenario, das aktuell sehr unwahrscheinlich erscheint.

    Bei einer moderaten Entwicklung der drei relevanten Faktoren Geburtenrate, Lebenserwartung und Wanderungssaldo hätte Deutschland laut aktueller Prognose im Jahr 2070 74,7 Millionen Einwohner – knapp 9 Millionen weniger als Ende 2024. Bei moderater Entwicklung von Geburten- und Sterberate und starker Zuwanderung läge die Bevölkerung in 45 Jahren noch knapp über 80 Millionen, während niedrige Zuwanderung die Bevölkerung sogar unter 70 Millionen Menschen fallen lassen könnte.

    Besonders problematisch ist dabei der erwartete Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Bei moderater Nettozuwanderung wird die Erwerbsbevölkerung bis 2070 um fast 20 Prozent von 51,2 Millionen auf 41,2 Millionen sinken – was bei gleichzeitigem Anstieg der Menschen im Rentenalter zu einer erheblichen Mehrbelastung führen würde. Felix Richter

    https://de.statista.com/infografik/35616/bevoelkerungsprognose-fuer-deutschland/?lid=go2mctzbwhde
    [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_446_12.html

     

    Demografischer Wandel: Wachsende »Versorgungslast« der erwerbsfähigen Bevölkerung

    Bereits 2035 wird jede vierte Person in Deutschland 67 Jahre oder älter sein. Zu diesem Ergebnis kam das Statistische Bundesamt bei der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnung, wonach in zehn Jahren mehr als 20 Millionen Menschen im Rentenalter in Deutschland leben werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 16,7 Millionen Personen 67-Jährige und Ältere, was einem Anteil von knapp 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung entsprach.

    Noch drastischer fällt der demografische Wandel ins Gewicht, wenn man die älteren Menschen ins Verhältnis zu denen im erwerbsfähigen Alter setzt. Dieser sogenannte Altenquotient wird laut mittlerer Prognose zwischen 2024 und 2035 von 32,7 Älteren pro 100 Erwerbspersonen auf 43,1 steigen. Statt drei erwerbsfähigen Personen pro Leistungsempfänger wären es dann nur noch 2,3 potenzielle Einzahler. Diese Entwicklung könnte sich bis 2070 weiter zuspitzen, denn bis dahin könnte der Altenquotient bei sich normal entwickelnden Geburten- und Sterberate auf über 50 steigen.

    »Die Generation der Babyboomer befindet sich mitten im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrgänge«, so Karsten Lummer, Leiter der Abteilung Bevölkerung im Statistischen Bundesamt. »Im ungünstigsten Fall mit einer dauerhaft niedrigen Geburtenrate und niedriger Nettozuwanderung könnte der Altenquotient [bis 2070] sogar auf 61 steigen. Damit würde sich der Wert im Vergleich zu fast verdoppeln.«

    Während die »Versorgungslast« im Hinblick auf ältere Personen voraussichtlich deutlich ansteigen wird, bleibt das Verhältnis aus zu versorgenden Kindern und Jugendlichen und erwerbsfähigen Personen nahezu konstant. So lag der sogenannte Jugendquotient im vergangenen Jahr bei 30,4 Kindern und Jugendlichen unter 20 pro 100 Erwerbsfähigen. Im Jahr 2070 wird er laut mittlerer Prognose auf 30,2 geschätzt. Der Gesamtquotient, also die Summe aus Jugend- und Altenquotient läge dann bei 81,2 zu versorgenden Menschen pro 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Felix Richter

     

    https://de.statista.com/infografik/35617/alten-und-jungenquotient-in-deutschland/?lid=x33t2hbb6i3q

     

    Kaufkraft der Rente: Wo ist die Rentenkaufkraft am höchsten?

    Illustration Absmeier foto freepik

    Die Kaufkraft der Rente schwankt regional um bis zu 70 Prozent. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor [1]. So stehen Rentnerinnen und Rentner im Eifelkreis Bitburg-Prüm preisbereinigt nur 856 Euro zur Verfügung. In der thüringischen Stadt Gera hingegen – dem Ort mit dem bundesweit höchsten ökonomischen Lebensstandard für Rentner – sind es 1.437 Euro. Dabei steht dieses Beispiel stellvertretend für das Phänomen, dass die Rentenkaufkraft im Osten höher als im Westen ist. Am ungünstigsten ist das Zusammenspiel aus regionaler Rentenhöhe und Kaufkraft in Süddeutschland – von den fünf Kreisen mit der niedrigsten Rentenkaufkraft liegen jeweils einer in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und drei in Bayern. »Für die Auswertung hat Prognos die regionalen Lebenshaltungskosten und Rentenhöhen in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten miteinander verglichen. Ob die Älteren zusätzlich noch Kapital- und Mieteinkünfte haben oder private Renten beziehen, blieb unberücksichtigt.« Mathias Brandt

    https://de.statista.com/infografik/32103/durchschnittliche-rentenkaufkraft-in-deutschland-nach-bundeslaendern/?lid=ajvn8hms0a18
     
    [1] https://www.gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/bundesweiter-vergleich-kaufkraft-der-rente-schwankt-regional-um-bis-zu-70-prozent–162908

     

     

    Das Demografie- und Wirtschaftsproblem des Ostens

    Bei der Altersstruktur und der Wirtschaftsleistung belegen ostdeutsche Bundesländer die hinteren Ränge. Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg weisen im Vergleich mit westdeutschen Ländern alle einen höheren Altersquotienten auf. Dieser bildet die Anzahl der ab 65-Jährigen je 100 Personen im Alter von 20- bis 65 Jahren ab. Auch bei der Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen belegen ostdeutsche Bundesländer – mit Ausnahme von Brandenburg – hintere Ränge. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten der Statistische Ämter des Bundes und der Länder.

    Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, sind die ostdeutschen Bundesländer also in besonderem Maße auf Zuzüge und Zuwanderung angewiesen. Wenn demnächst Angehörige der Babyboomer-Generation in Rente gehen, könnte sich die Problematik noch einmal verschärfen und unter anderem zu einem noch höheren Fachkräftemangel führen.

    Bei der Wirtschaftsleistung weisen die ostdeutschen Bundesländer mit Ausnahme von Brandenburg ein Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen von unter 80.000 Euro auf. Sieben Länder liegen zwischen 80.000 und 90.000 Euro, sechs Länder über 90.000 Euro. Spitzenreiter ist Hamburg mit über 110.000 Euro. Hamburg weist zudem auch den niedrigsten Altersquotienten aller Bundesländer auf. Auch bei anderen wirtschaftlichen Kennzahlen liegt der Osten noch hinter dem Westen.

    Die letzten Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen könnten dafür sorgen, dass Zuzüge, Zuwanderung und Neuansiedlung von Unternehmen zusätzlich gebremst werden. Migranten könnten ostdeutsche Länder aus Sorge vor Ausgrenzung und Verfolgung meiden, Unternehmer könnten zum Beispiel aus Sorge vor einem Imageverluste davon absehen, in Ostdeutschland zu gründen oder zu investieren. Matthias Janson

    https://de.statista.com/infografik/32958/altenquotient-und-das-bruttoinlandsprodukt-je-erwerbstaetigem-nach-bundeslaendern/?lid=buoyoup9fqjz

  • Bundesweiter Vergleich: Wo Rentner besonders günstig leben (können) und wo nicht

    Bundesweiter Vergleich: Wo Rentner besonders günstig leben (können) und wo nicht

    Wie viel sich Menschen im Alter leisten können, hängt nicht nur von der Höhe ihrer Rente ab, sondern auch den Kosten vor Ort. Ein hohes Preisniveau entwertet die Einkommen – umso dringender ist die ergänzende private Vorsorge.

    Die Kaufkraft der Renten in Deutschland variiert regional um bis zu 70 Prozent. Das zeigt eine Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach haben Rentnerinnen und Rentner im Eifelkreis Bitburg-Prüm bundesweit die ungünstigste Kombination aus durchschnittlichem regionalen Rentenzahlbetrag und regionalem Preisniveau. Ihnen stehen preisbereinigt nur 856 Euro zur Verfügung. In der thüringischen Stadt Gera – dem Ort mit dem bundesweit höchsten ökonomischen Lebensstandard für Rentner – liegt die Rentenkaufkraft hingegen bei 1.437 Euro.

    »Was man sich im Alter leisten kann, hängt nicht nur von der Rentenhöhe ab, sondern auch dem Preisniveau am Wohnort. Beides haben wir in der Studie berücksichtigt«, sagt Prognos-Studienleiter Oliver Ehrentraut. Die Rentenkaufkraft zeige, wie viel der regionale Rentenzahlbetrag vor Ort wert sei. »Niedrige Preise werten die Rente auf – und umgekehrt.« Vor allem die unterschiedlichen Mietpreise sorgten dafür, dass die Lebenshaltungskosten regional auseinanderklafften – und damit der Wert der Rente. »Am härtesten trifft es diejenigen, bei denen niedrige Rentenansprüche und hohe Lebenshaltungskosten zusammenkommen«, so Ehrentraut.

     

    Gesetzliche Rente allein reicht nicht

    Für GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen unterstreicht die Studie die Notwendigkeit der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. »Die Menschen brauchen ergänzende lebenslange Einkünfte, um im Alter gut leben zu können.« Gerade diejenigen, die in einer teuren Region lebten, müssten in stärkerem Maße Eigenvorsorge betreiben, um sich später nicht zu sehr einschränken zu müssen. »Hohe Lebenshaltungskosten sind schon im Erwerbsleben für viele eine Belastung. Sie werden es aber erst recht im Alter«, so Asmussen.

    Teurer Süden – günstiger Osten

    Am ungünstigsten ist das Zusammenspiel aus regionaler Rentenhöhe und Kaufkraft deutschlandweit im Süden. Hinter dem Eifelkreis sind Garmisch-Patenkirchen, das Berchtesgadener Land sowie die Städte Regensburg und Freiburg mit je 862 Euro die Regionen mit der geringsten Kaufkraft. An der Spitze stehen allesamt Kreise in den neuen Bundesländern. Hinter Gera rangieren Chemnitz (Kaufkraft: 1428 Euro) und Cottbus (Kaufkraft: 1425 Euro) auf den weiteren Plätzen. »Im Osten treffen höhere Renten auf niedrigere Lebenshaltungskosten«, sagt Ehrentraut. Auch ländliche und norddeutsche Regionen stellten häufig günstige Wohnregionen für Ältere dar.

    Für die Auswertung hat Prognos die regionalen Lebenshaltungskosten und Rentenhöhen in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten miteinander verglichen. Ob die Älteren zusätzlich noch Kapital- und Mieteinkünfte haben oder private Renten beziehen, blieb unberücksichtigt. Ebenso ein möglicher Entlastungseffekt der Haushalte durch mietfreies Wohnen. Zur Berechnung der regionalen Preisniveaus hat Prognos auf die Angebotsmieten zurückgegriffen. Denn die Wohnkosten stellen üblicherweise den größten Kostenfaktor dar.

     

    [1] Über die Daten
    Die regionale Rentenkaufkraft gibt an, wieviel der durchschnittliche Rentenzahlbetrag im Kreis wert ist. Ist die Kaufkraft höher als die Rente selbst, liegt das Preisniveau vor Ort unter dem Bundesdurchschnitt. Die Menschen können sich von ihrem Geld mehr leisten.
    Ist die Kaufkraft dagegen niedriger als die Rentenhöhe, liegt das regionale Preisniveau über dem Bundesdurchschnitt. Die Menschen können sich von ihrem Geld vergleichsweise weniger leisten.
    Methodischer Hinweis:
    Für die Auswertung hat das Forschungsinstitut Prognos die regionalen Lebenshaltungskosten und Rentenhöhen in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten miteinander verglichen. Ob die Älteren zusätzlich noch Kapital- und Mieteinkünfte haben oder private Renten beziehen, blieb unberücksichtigt. Ebenso ein möglicher Entlastungseffekt der Haushalte durch mietfreies Wohnen.
    Zur Berechnung der regionalen Preisniveaus hat Prognos auf die Angebotsmieten in den Regionen zurückgegriffen. Die Wohnkosten stellen üblicherweise den größten Kostenfaktor dar.
    https://www.gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/bundesweiter-vergleich-kaufkraft-der-rente-schwankt-regional-um-bis-zu-70-prozent–162908

     

     

    Warum der Osten wirtschaftlich hinter dem Westen zurückbleibt

    Seit der Wiedervereinigung hat Ostdeutschland wirtschaftlich zwar aufgeholt, der Rückstand zum Westen bleibt aber groß, zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

    Trotz großer Fortschritte liegt die ostdeutsche Wirtschaft 35 Jahre nach dem Mauerfall immer noch deutlich hinter dem Westen zurück. Das geht aus einer neuen IW-Studie hervor, für die die Forscher die wirtschaftliche Entwicklung des Ostens mit dem Westen seit 1990 mithilfe des IW-Einheitsindex und weiterer Daten verglichen haben [1]. Demnach hat die Wirtschaft in den neuen Bundesländern gut 78 Prozent des Westniveaus erreicht. Doch inzwischen herrscht Stagnation: Bereits seit fünf Jahren findet keine Angleichung mehr statt, zuletzt ist der Osten sogar leicht zurückgefallen.

    In diesen Bereichen schwächelt der Osten:

    • Erwerbsbeteiligung
      Die ostdeutsche Erwerbsbeteiligung liegt bei nur 86 Prozent des westdeutschen Werts und damit auf dem Niveau von 2020. Langfristig wird sie weiter abnehmen, weil die Bevölkerung in Ostdeutschland stärker altert. Im Jahr 2022 war mehr als jeder vierte Ostdeutsche älter als 65 Jahre, im Westen war es nur gut jeder Fünfte.
    • Innovationstätigkeit
      Drei Viertel aller Beschäftigten in Forschung und Entwicklung arbeiten in Deutschland in einem Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern. Auch weil solche Großunternehmen im Osten rar sind, liegt die Innovationstätigkeit dort erheblich unter Westniveau. Das wird bei den Patenten besonders deutlich: Im Schnitt melden westdeutsche Unternehmen noch immer fünfmal so viele Patente an wie ihre ostdeutschen Pendants.
    • Digitalisierung
      Auch bei der Digitalisierung haben ostdeutsche Firmen Nachholbedarf, zeigen Unternehmensbefragungen. Die Informations- und Kommunikationsbranche trägt hier keine drei Prozent zur Bruttowertschöpfung bei – kaum mehr als die Hälfte des westdeutschen Werts. Das deutet auf deutliche Defizite bei Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft hin.
    • Investitionen
      Weil sie entscheiden, wie sich das Wachstumspotenzial in den nächsten Jahren entwickelt, sind Investitionen ein wichtiger Zukunftsindikator. Sie verharren in Ostdeutschland jedoch seit 2010 bei nur gut 70 Prozent des westdeutschen Pro-Kopf-Werts. Während des Vereinigungsbooms 1995 waren sie knapp 50 Prozent höher als im Westen.

     

    Ostdeutschland muss offen für Digitalisierung und ausländische Fachkräfte sein

    Ostdeutschland hat mit strukturellen Schwächen zu kämpfen, die die wirtschaftliche Dynamik ausbremsen. »Eine vollständige Angleichung an Westdeutschland ist kurzfristig nicht realistisch«, sagt IW-Experte Klaus-Heiner Röhl. Umso wichtiger seien konkrete Schritte: mehr Offenheit für ausländische Fachkräfte, ein schnellerer Ausbau der Digitalisierung sowie eine stärkere Vernetzung von Forschung, Startups und Unternehmen.

     
    [1] Zur Methodik: Der IW-Einheitsindex berücksichtigt neben der Wirtschaftsleistung je Einwohner auch die Produktivität, den Kapitalstock, den Anteil Hochqualifizierter aus Forschung und Entwicklung, die Erwerbsbeteiligung sowie die Arbeitslosen- und Selbstständigenquote.
    Röhl, Klaus-Heiner, 2025, 35 Jahre Wiedervereinigung. Was wurde in Ostdeutschland erreicht und wo liegen die größten ökonomischen Probleme?, in: IW-Trends, 52. Jg., Nr. 3, S. 61-80
    https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2025/IW-Trends_2025-03-04_R %C3 %B6hl.pdf

     

     

    Das Demografie- und Wirtschaftsproblem des Ostens

    Bei der Altersstruktur und der Wirtschaftsleistung belegen ostdeutsche Bundesländer die hinteren Ränge. Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg weisen im Vergleich mit westdeutschen Ländern alle einen höheren Altersquotienten auf. Dieser bildet die Anzahl der ab 65-Jährigen je 100 Personen im Alter von 20- bis 65 Jahren ab. Auch bei der Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen belegen ostdeutsche Bundesländer – mit Ausnahme von Brandenburg – hintere Ränge. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten der Statistische Ämter des Bundes und der Länder.

    Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, sind die ostdeutschen Bundesländer also in besonderem Maße auf Zuzüge und Zuwanderung angewiesen. Wenn demnächst Angehörige der Babyboomer-Generation in Rente gehen, könnte sich die Problematik noch einmal verschärfen und unter anderem zu einem noch höheren Fachkräftemangel führen.

    Bei der Wirtschaftsleistung weisen die ostdeutschen Bundesländer mit Ausnahme von Brandenburg ein Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen von unter 80.000 Euro auf. Sieben Länder liegen zwischen 80.000 und 90.000 Euro, sechs Länder über 90.000 Euro. Spitzenreiter ist Hamburg mit über 110.000 Euro. Hamburg weist zudem auch den niedrigsten Altersquotienten aller Bundesländer auf. Auch bei anderen wirtschaftlichen Kennzahlen liegt der Osten noch hinter dem Westen.

    Die letzten Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen könnten dafür sorgen, dass Zuzüge, Zuwanderung und Neuansiedlung von Unternehmen zusätzlich gebremst werden. Migranten könnten ostdeutsche Länder aus Sorge vor Ausgrenzung und Verfolgung meiden, Unternehmer könnten zum Beispiel aus Sorge vor einem Imageverluste davon absehen, in Ostdeutschland zu gründen oder zu investieren. Matthias Janson

    https://de.statista.com/infografik/32958/altenquotient-und-das-bruttoinlandsprodukt-je-erwerbstaetigem-nach-bundeslaendern/?lid=buoyoup9fqjz

     

    35 Jahre Deutsche Einheit: Wie geht es der Wirtschaft in Ostdeutschland?

    Die ostdeutschen Bundesländer können auch 34 Jahre nach der Wiedervereinigung wirtschaftlich in absehbarer Zeit nur zu den schwächeren Westländern aufschließen. In vielen Bereichen ist der Abstand noch groß, wie die Statista-Berechnung auf Basis ausgewählter wirtschaftlicher Kennzahlen zeigt. Ausnahme sind die gewerblichen Existenzgründungen, allerdings nur weil bei den neuen Ländern Berlin inkludiert ist und die gewerbliche Gründungsintensität hier besonders hoch ist.

    Problematisch ist weiterhin, dass es im Osten insgesamt zu wenig Personal im Bereich Forschung und Entwicklung (»FuE«) gibt. Viele Unternehmen hätten nur wenig Mitarbeiter, die mit der Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren befasst seien. Weiterhin liegt die Arbeitslosenquote noch immer über der im Westen, gleichwohl ist sie in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesunken. Dass die Wirtschaft in Ostdeutschland in vielen Bereichen noch nicht vollständig zu der im Westen aufschließen konnte, hat unter anderem auch mit der Altersverteilung zu tun.

    Die Wirtschaftskraft liegt auf Einwohner gerechnet im Osten noch rund 25 Prozent unter der des Westens. Die Arbeitnehmerentgelte liegen im Osten im Schnitt noch 10 Prozent unter denen Westdeutschlands. Außerdem – in der Grafik aus Datenaktualitätsgründen nicht gezeigt – fällt schwer ins Gewicht, dass die Pro-Kopf-Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen oder Produktionsanlagen im ostdeutschen Durchschnitt zuletzt gerade einmal gut 64 Prozent des Westniveaus betrugen. Dadurch kann die Industrie in den kommenden Jahren wenig dazu beitragen, dass sich der Osten wirtschaftlich stark weiterentwickelt. Matthias Janson

    https://de.statista.com/infografik/23015/wirtschaftliche-kennzahlen-fuer-ostdeutschland/?lid=y2jqitrt335x

     

    158 Artikel zu „Kaufkraft“

    Kaufkraft der Rente: Wo ist die Rentenkaufkraft am höchsten?

    Die Kaufkraft der Rente schwankt regional um bis zu 70 Prozent. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor [1]. So stehen Rentnerinnen und Rentner im Eifelkreis Bitburg-Prüm preisbereinigt nur 856 Euro zur Verfügung. In der thüringischen Stadt Gera hingegen – dem Ort mit dem bundesweit…

    Deutschland belegt im Kaufkraft-Ranking den 8. Platz

    22.388 Euro Pro-Kopf-Kaufkraft haben die Deutschen. Das reicht für den 8. Platz hinter Österreich in der aktuellen Studie »GfK Kaufkraft Europa 2020«. Die Spitzenplätze belegen Liechtenstein, die Schweiz und Luxemburg. »Für das Jahr 2020 haben die Europäer knapp 9,5 Billionen Euro zur Verfügung. Pro Kopf entspricht das einer durchschnittlichen Kaufkraft von 13.894 Euro.« Gegenüber dem…

    2,9 Prozent mehr Kaufkraft im Jahr 2020

    2020 beträgt die Kaufkraft der Deutschen 23.766 Euro pro Kopf. Das geht aus der neuesten GfK-Kaufkraftstudie hervor. Gemessen am revidierten Vorjahreswert entspricht dies einer Steigerung von 2,9 Prozent pro Kopf. Für Deutschland prognostiziert GfK für das Jahr 2020 eine Kaufkraftsumme von 1.973,0 Milliarden Euro. Im Jahr 2020 steht den Deutschen demnach eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von…

    Kaufkraft in Europa: Schweiz auf Platz 2, Österreich auf 7, Deutschland 8

    Europäer haben 2018 rund 355 Euro mehr zur Verfügung.   Im Jahr 2018 stehen den Europäern im Durchschnitt 14.292 Euro für Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung. Das zeigt die Studie »GfK Kaufkraft Europa 2018«, die ab sofort verfügbar ist [1]. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede, was das verfügbare Nettoeinkommen der untersuchten 42 Länder anbelangt:…

    Kaufkraft steigt 2018 um 2,8 Prozent

    Die Kaufkraft der Deutschen wird im Jahr 2018 laut der GfK Kaufkraftstudie auf 22.992 Euro pro Kopf ansteigen [1]. Das entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 2,8 Prozent und 633 Euro mehr pro Kopf. Obwohl die Kaufkraft in allen Bundesländern steigt, hängt der Westen den Osten erneut ab.   GfK prognostiziert für das Jahr 2018…

    Kaufkraft in Deutschland steigt 2017 um 1,7 Prozent

    Die Pro-Kopf-Kaufkraft steigt im Jahr 2017 nominal um 1,7 Prozent auf 22.239 Euro. Die 25 einwohnerstärksten Kreise vereinen bereits ein Viertel der gesamtdeutschen Kaufkraft. Dies sind Ergebnisse der GfK Kaufkraftstudie 2017. GfK prognostiziert für das kommende Jahr eine Kaufkraftsumme von 1.827,5 Milliarden Euro für Gesamtdeutschland. Das sind nominal 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das…

    Kaufkraft in Europa: minimal positive Entwicklungen

    Die Europäer haben im Jahr 2016 nominal rund 0,3 Prozent mehr Kaufkraft pro Kopf als im Vorjahr. Allerdings variiert das verfügbare Nettoeinkommen der untersuchten 42 Länder erheblich. Die höchste Durchschnittskaufkraft findet sich in Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg, die niedrigste in Weißrussland, Moldawien und der Ukraine. Die Ukrainer haben nur gut ein Achtzigstel der Durchschnittskaufkraft…

    »Zwischen Einfluss und Kaufkraft – wie Millennials und Babyboomer den globalen Einzelhandel von Heute und Morgen prägen«

    Zwar kaufen die Unter-30-Jährigen häufiger im Internet ein als die Über-60-Jährigen, die ältere Generation gibt dabei aber deutlich mehr Geld aus. Einzelhändler sollten mobile Services ausbauen. Alle Altersgruppen begeistern sich für Innovationen, die einen Nutzwert bringen. Verbraucher werden immer anspruchsvoller. Sie erwarten heute einen Service, der auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Auch beim Einkaufen…

    Kaufkraft 2016 für Österreich und die Schweiz

    Die Kaufkraftdaten für Österreich und die Schweiz für 2016 sind verfügbar. Zwischen den beiden Nachbarstaaten gibt es ebenso deutliche Kaufkraftunterschiede wie innerhalb der Länder. Die GfK-Kaufkraftstudie untersucht die regionale Verteilung der Kaufkraft. Für die Schweiz prognostiziert GfK im Jahr 2016 eine Kaufkraft von 42.300 Euro je Einwohner. Die Gesamtsumme der Kaufkraft in der Schweiz liegt…

    Warum der Osten wirtschaftlich hinter dem Westen zurückbleibt

    Seit der Wiedervereinigung hat Ostdeutschland wirtschaftlich zwar aufgeholt, der Rückstand zum Westen bleibt aber groß, zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Trotz großer Fortschritte liegt die ostdeutsche Wirtschaft 35 Jahre nach dem Mauerfall immer noch deutlich hinter dem Westen zurück. Das geht aus einer neuen IW-Studie hervor, für die die Forscher die…

    Das Demografie- und Wirtschaftsproblem des Ostens

    Bei der Altersstruktur und der Wirtschaftsleistung belegen ostdeutsche Bundesländer die hinteren Ränge. Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg weisen im Vergleich mit westdeutschen Ländern alle einen höheren Altersquotienten auf. Dieser bildet die Anzahl der ab 65-Jährigen je 100 Personen im Alter von 20- bis 65 Jahren ab. Auch bei der Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen belegen ostdeutsche…

    Struktur, Leistungsportfolio und Preisgefüge: TYPO3-Dienstleister in der Analyse 

    Der Markt für TYPO3-Dienstleistungen in Deutschland ist groß und stark diversifiziert. Unternehmen, die auf das Open-Source-CMS setzen, stehen häufig vor der Herausforderung, einen geeigneten Agenturpartner zu finden. Um hier Transparenz zu schaffen, hat das Portal Agenturtipp.de eine umfassende Untersuchung veröffentlicht. Grundlage der Analyse waren 21 geprüfte TYPO3-Agenturen mit insgesamt mehr als 282 Bewertungen, die aus…

    Konsumwandel mit X-Faktor: Die Gen X gibt mehr aus als jede andere Altersgruppe

    Eine neue globale NIQ-Studie zum Konsumverhalten der Generation X, die zwischen 1965 und 1980 geboren wurde, unterstreicht ihre bisher unterschätze Kaufkraft und Bedeutung. Denn typische Gen-X-Vertreter entscheiden beim Einkauf nicht nur für sich selbst, sondern häufig auch für ihre Eltern und noch im Haushalt lebende Kinder. In Zahlen bedeutet das: Die weltweite Kaufkraft wird sich…

    Anziehungskraft: Fachkräfte küren ihre beliebtesten Arbeitgeber

    Unternehmen aus der Automobilbranche sowie Arbeitgeber aus dem Handel landen im aktuellen Trendence-Fachkräfte-Ranking auf den Spitzenplätzen.     Arbeitgeber aus der Automobilindustrie besitzen eine hohe Anziehungskraft bei nichtakademischen Fachkräften. Das ist eines der Ergebnisse des diesjährigen Trendence-Fachkräfte-Rankings, das jedes Jahr die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland ermittelt [1]. Auch in diesem Jahr wurde dafür wieder das…

    Was sind die Sorgen junger Menschen in Deutschland?

    Die Themen Inflation, Bildung und Kriminalität sehen junge Deutsche für ihr Land als besonders wichtig an. Das ist das Ergebnis einer Statista-Umfrage, die bis zum Dezember 2024 durchgeführt worden ist. Auf dem vierten Platz folgt der Themenbereich Wohnen. Es folgen mit jeweils 28 Prozent Arbeitslosigkeit und Einwanderung. Die Themen Klimawandel und Umwelt folgen auf den…

    Handelsbündnisse: Die größten Freihandelszonen

    Die Anzahl der weltweiten Handelsabkommen hat sich im Zuge der Globalisierung des 21. Jahrhundert vervielfacht. Stand 16.04.2025) gibt es 374 aktive Handelsabkommen, im Jahr 2000 waren es noch 82. Mit der »Regional Comprehensive Economic Partnership« (RCEP) haben China und 14 asiatisch-pazifischen Staaten im Jahr 2020 das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. RCEP liegt mit rund 32 Prozent Anteil am…

    Weltwirtschaft: Hunderte Freihandelsabkommen

    Weltweit gibt es 374 Freihandelsabkommen, wie etwa Zollunionen oder andere Übereinkünfte zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit von Ländern. Die Zahl der Abkommen hat dabei im Jahr 2021 einen deutlichen Sprung gemacht: Waren es im ersten Pandemiejahr 2020 noch 310 Handelsabkommen, stieg die Zahl 2021 auf 351 Abkommen – die Zunahme hat sich somit gegenüber den Vorjahren beschleunigt.…

    Geodatenindustrie: Wie KI die Kartenerstellung 2025 revolutioniert

    KI verändert die Geodatenindustrie. Sie eröffnet neue Möglichkeiten bei der Kartenerstellung, der Fahrzeugnavigation und bei der Simulation der realen Welt für die Erprobung automatisierter Fahrsysteme. Dadurch verändert sich unser Verständnis für die Geografie unserer Welt und davon, wie Menschen und Güter effizient und sicher von A nach B gelangen.   Fortschritte im Cloud Computing und…

    Welthandel: Trumps Zölle treffen wichtigste Handelspartner der USA

    US-Präsident Trump hat ernst gemacht: Für Waren aus Mexiko und Kanada sind seit vergangenem Samstag künftig Zölle von 25 Prozent fällig, auf kanadische Energieimporte – etwa Öl, Erdgas und Strom – werden zehn Prozent erhoben. Für Importe aus China gelten ab sofort Strafzölle in Höhe von zehn Prozent. Wie die Infografik von Statista mit Daten…

  • Lange Arbeiten: Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener

    Lange Arbeiten: Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener

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    Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das zeigt eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders zufrieden: die sogenannten »Silver Worker«, also 66- bis 70-Jährige, die über das Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten.

     

    Trotz der Corona-Pandemie und Inflation in den vergangenen Jahren steigt die Lebenszufriedenheit der Deutschen. So zeigt eine Auswertung des IW: Zwischen 2005 und 2021 stieg die durchschnittliche Lebenszufriedenheit von 6,8 auf 7,4 Skalenpunkte. Um das zu ermitteln, hat das Sozioökonomische Panel zwischen 1995 und 2021 zwischen knapp 14.000 und gut 30.000 Personen folgende Frage gestellt: »Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?«. Die Befragten ordnen sich auf einer zehnstufigen Antwortskala (0 = ganz und gar unzufrieden, 10 = ganz und gar zufrieden) ein.

    Besonders zufrieden: Personen, die im Alter noch erwerbstätig sind. Die arbeitenden 66- bis 70-Jährigen, die sogenannten »Silver Worker«, erreichten 2021 einen Mittelwert von 7,6 Skalenpunkten.

    Finanzielle Gründe sind nachrangig

    Vor allem soziale Kontakte spielen eine wichtige Rolle für die Weiterarbeit im Alter und können so zu einer höheren Zufriedenheit beitragen. Ein Arbeitsplatz gibt den Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen, in der Pause einen Kaffee zu trinken und gemeinsam etwas zu generieren. Dieses soziale Netz fehlt, wenn Menschen in den Ruhestand gehen. Auch ein strukturierter Tagesablauf und Routinen fallen weg, ein neuer Alltag muss bei Renteneintritt erst aufgebaut werden.

    Finanzielle Gründe spielen bei der Entscheidung für oder gegen das Weiterarbeiten keine große Rolle. »Spaß und soziale Kontakte sind wichtige Motive bei der Entscheidung weiterzuarbeiten«, sagt die Rentenexpertin Ruth Schüler. Im Gegensatz zu den Silver Workern steht die Gruppe der erwerbslosen 61-65-Jährigen: Hier ist die Lebenszufriedenheit am niedrigsten und stieg in den letzten 10 Jahren nur gering. »Unsere Zahlen zeigen, dass der frühe Erwerbsausstieg keine Garantie für eine hohe Lebenszufriedenheit ist,« ergänzt die Verhaltensökonomin Jennifer Potthoff.

     

     

    IW-Kurzbericht_2024-Lebenszufriedenheit PDF

     

    66 Artikel zu „Lebenszufriedenheit“

    Nachhaltiger Konsum hebt die Lebenszufriedenheit

      Die Corona Pandemie beherrscht zwar weiterhin die Schlagzeilen, sie hat aber das andere wichtige Thema »Nachhaltigkeit« nicht verdrängt. So machen sich 70 Prozent der Deutschen langfristig mehr Sorgen um den Klimawandel als um die Bekämpfung des Corona-Virus. In seinem diesjährigen Sonderteil fragt der Deutsche Post Glücksatlas, wie relevant ökologische Verantwortung und nachhaltiger Konsum für…

    Lebenszufriedenheit: Her mit dem schönen Leben!

    Was macht für Menschen weltweit ein gutes Leben aus? Das hat die GfK für eine aktuelle Studie 23.000 Onlinenutzer in 17 Ländern gefragt, darunter auch Deutschland. Für die Menschen hierzulande steht Gesundheit an erster Stelle, gefolgt von finanzieller Sicherheit und Freizeit. Auf dem vierten Platz folgt mit 64 Prozent eine glückliche Ehe. Insgesamt sind den…

    1139 Artikel zu „Zufriedenheit Mitarbeiter“

    Digitalisierte Arbeitsabläufe – der Schlüssel zu höherer Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit

    In einer aktuellen Studie gibt nahezu ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer an, dass veraltete Technik am Arbeitsplatz ihre Produktivität negativ beeinflusst. Um in einer immer stärker digitalisierten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen deutsche Unternehmen deshalb den eigenen Technologieeinsatz und ihre internen Arbeitsabläufe dringend überdenken. Zumal ein Drittel der Beschäftigten sogar in Betracht ziehen würde, ein…

    Globale Studie deckt Unzufriedenheit der Mitarbeiter in KMUs auf

    Studie zeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen (SMBs [1]) die Erwartungen der Mitarbeiter nicht erfüllen: nur 60 Prozent sind mit ihrer Arbeitserfahrung zufrieden. 79 Prozent der befragten Arbeitgeber sind der Meinung, dass ihr Unternehmen eine gute Mitarbeitererfahrung bietet, während 41 Prozent der Mitarbeiter angeben, dass ihnen die wichtigsten technologischen Werkzeuge für flexibles Arbeiten fehlen. Nahezu…

    Abfindung für die eigene Kündigung – Kann das die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern?

    Der Ansatz klingt zunächst unlogisch: Amazon gibt seinen Mitarbeitern in den USA die Möglichkeit, zu kündigen und dabei noch bis zu 5.000 Dollar Abfindung zu kassieren. Die einzige Bedingung: Sie dürfen sich nicht noch einmal dort bewerben. Warum der Konzern das anbietet und wieso das sinnvoll sein kann, kommentiert Sven Hennige, Senior Managing Director Central…

    Die niedrige Arbeitslosenquote rückt die Mitarbeiterzufriedenheit in den Mittelpunkt

    Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt dieses Jahr bei durchschnittlich 6,2 % und ist damit so niedrig wie selten zuvor [1]. Für Unternehmen bedeutet das einen akuten Fachkräftemangel und rückt die Bindung von Talenten an das Unternehmen in den Mittelpunkt. Bürodesign hat einen direkten Einfluss auf die Motivation und Produktivität am Arbeitsplatz Studien zufolge spielt das…

    Intelligente Technologien steigern Umsätze, verbessern Kundenerlebnisse und fördern Mitarbeiterzufriedenheit

    Mit der Einführung digitaler Arbeitsplätzen wachsen neue Aufgabenfelder und Schulungsmöglichkeiten; Führungskräfte müssen sich durch den verstärkten Einsatz intelligenter Systeme mit neuen ethischen Herausforderungen auseinandersetzen. Eine aktuelle internationale Studie [1] zeigt, dass die Mehrheit der IT-Entscheider in digitale Arbeitsplätze investiert und bereits nachweislich davon profitiert. Durch den Einsatz intelligenter Technologien rechnen Unternehmen in den kommenden fünf…

    Sechs Strategien für den Einklang von Mitarbeitererfolg und Unternehmenswachstum

    HR-Teams müssen die Kluft zwischen Mitarbeitererwartungen und Unternehmenszielen schließen.   Unternehmenserfolg ist ohne Mitarbeitererfolg nicht möglich. Eine Linkedin-Studie aus 2023 belegt, dass 83 Prozent der befragten Unternehmen ihre Mitarbeiter stärker in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur rücken möchten. Damit das gelingt, ist es essenziell, dass HR-Teams und Manager Instrumente zur Hand haben, mit denen sie die…

    Fluktuation in Unternehmen entgegenwirken: Wissenschaftliche Methode misst Mitarbeiterbindung

    Die Wechselbereitschaft am Arbeitsmarkt ist hoch. Verstärkt durch die demografisch bedingte Fluktuation sind die Engpässe in manchen Branchen schon heute kritisch. Der neu entwickelte Kolland-Rohner-Index misst die Mitarbeiterbindung im Unternehmen und macht damit die allgemeine Wechselbereitschaft sichtbar. Die wissenschaftliche Berechnungsmethode wurde an der Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems gemeinsam mit dem career Institut & Verlag…

    Job-Zufriedenheit sinkt mit wachsender Kluft zwischen den Geschlechtern 

    Die Studie »2023 Women in Tech Report« zeigt das wachsende Ungleichgewicht und den Mangel an Frauen in leitenden Positionen im Technologiebereich auf, trotz Interesse an beruflicher Entwicklung und Karriereoptionen.   Skillsoft stellt seinen »2023 Women in Tech Report« vor. Der Bericht untersucht die größten Herausforderungen und Chancen für Frauen, die in der Technologiebranche arbeiten. Die…

    Warum sich Unternehmen stärker um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter bemühen sollten

    Das Jahr 2021 hat in vielen Branchen einen massiven Umbruch auf dem Arbeitsmarkt bedeutet. In Amerika nannte man das the Great Resignation. Die Menschen kündigten (und kündigen nach wie vor) ihre Jobs. Untersuchungen des Pew Research Centers zeigten, dass die Entwicklung vor allem auf niedrige Bezahlung, begrenzte Karrieremöglichkeiten und Geringschätzung am Arbeitsplatz zurückzuführen ist. Auch…

    Dienstleister sind auf Wachstum eingestellt – zögern aber bei kreativer Mitarbeitergewinnung

    Unit4 veröffentlicht die Ergebnisse der Studie »Dienstleistungsunternehmen in Europa: Benchmark-Bericht für 2022« [1]. Unit4 beauftragte PAC mit der Studie, um die Ansichten von Geschäftsführern in 250 professionellen Dienstleistungsunternehmen in ganz Europa zu analysieren, die u. a. in den Sektoren Architektur, Ingenieurswesen, Unternehmensberatung, IT-Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen agieren.   Professionelle Dienstleistungsunternehmen gehören zu den sich am schnellsten…

    SAP Services: Zufriedenheit und dringender Handlungsbedarf

    Für die Unternehmen spielen SAP Services eine immer wichtigere Rolle – doch wie erfüllen die eingesetzten Services die Anforderungen der Serviceexperten?   Die digitale Entwicklung zeigt, wie wichtig Flexibilität und Individualität in der IT-Architektur geworden sind. Dieser Wandel der digitalen Geschäftsprozesse führte in vielen Unternehmen zu einer deutlichen Überlastung der IT-Abteilungen. Davon sind auch Lösungen…

    Einbußen bei Zufriedenheit im Job

    Arbeitgeber sind stärker denn je gefordert, auf die Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmenden zu reagieren, um die Attraktivität des Arbeitsplatzes zu wahren.   Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hat sich im Laufe der Corona-Pandemie verändert. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Robert Half, einem Anbieter von Talentlösungen, sind derzeit nur 53 Prozent der befragten Arbeitnehmenden zufrieden mit…

    Die große Kündigungswelle: Wie schaffen es Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu halten?

    Die Nachfrage nach Kandidaten stieg 2021 exponentiell an und zeitgleich auch die Anforderungen der Mitarbeiter an Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der plötzliche Wandel hin zu einem schrumpfenden Bewerbermarkt hat enorme Auswirkungen auf die Einstellungspolitik der Unternehmen und Gehaltspakete 2022. Wie sehen die meistgefragten Profile aus und wie wird sich der zunehmende Fachkräftemangel 2022 auf Gehälter und Recruitment-Strategien auswirken? Thomas…

    Employee Experience: Chatbots unterstützen IT, Facility Management und HR – Maschinen machen Mitarbeiter glücklich

    Digitale Mitarbeitende sind im Kommen. Immer mehr virtuelle Assistenten unterstützen im Servicebereich von Unternehmen – vor allem die Teams von IT, Facility Management und HR. Die Ziele sind immer die gleichen: Es geht um Effizienzsteigerung und ein positives Nutzererlebnis. Das dies mit Chatbots nicht nur für externe Kunden, sondern auch für die eigenen Mitarbeitenden gelingt, zeigen die folgenden Beispiele.

    Arbeitsplatz der Zukunft: 78 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich einen digitalen Assistenten

    Fast 32 Prozent der Angestellten wenden einen halben Tag oder mehr für Aufgaben auf, die Bots erledigen können. Automatisierung ist in kaum einem Unternehmen mehr wegzudenken: 97 Prozent der Mitarbeiter nutzen diese für sich wiederholende Aufgaben oder planen dies für das kommende Jahr. Und es soll noch mehr werden. So sehen 95 Prozent ein zusätzliches…

    Digitalisierung ist wichtiger als je zuvor – Zuerst die Kunden, dann die Mitarbeiter und dann erst das Unternehmen

    Transaktionale APIs und die Cloud haben uns die letzten vier Jahre so stark auf Trab gehalten, wie keine andere technische Veränderung die letzten 15 Jahre davor. Wieso wir Papier trotzdem nicht los werden und warum das größte Problem in der mangelnden Bereitschaft, große Veränderungen voranzutreiben liegt, erklären Harald Grumser, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von Compart, sowie Thorsten Meudt, Chief Technology Officer im Interview.

    Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Unternehmen: die Zukunft der Arbeit ist hybrid

    Im Jahr 2020 veränderte die Covid-19 Pandemie weltweit das gesellschaftliche und berufliche Leben massiv. Kontaktbeschränkungen, Abstandsverordnungen, Versammlungsverbote und Homeoffice haben uns selbst, aber natürlich auch die Unternehmen weltweit verändert. Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen (Business Process Transformation) erfuhr einen regelrechten Boost und auch mobiles Arbeiten rückte von einem Tag auf den anderen in den Vordergrund.…

    Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation: 5 Tipps zur besseren Vermittlung von Wertschätzung

    Fähige, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind ein Kernelement für den Erfolg jeder Organisation. Allerdings sind Motivation und Mitarbeiterbindung meist sehr viel schwieriger in der Umsetzung als die Anschaffung neuester technischer Lösungen. Neurobiologische Forschungsergebnisse belegen: Führungskräfte leisten durch die Vermittlung von Wertschätzung einen wesentlichen Beitrag zur Motivation, Leistungsfähigkeit und sogar zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Aber wie…

    Der Mitarbeiter: vom einsamen Individuum im Home Office hin zum wertvollsten Gut eines Unternehmens

    Kaum persönliche Kontakte und Arbeiten von zu Hause aus – es steht außer Frage, dass Covid-19 unser tägliches Leben und unsere Arbeitsweise im vergangenen Jahr grundlegend verändert hat. Dabei wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die digitale Transformation in Deutschland – nun endlich – einen Aufschwung erlebt hat und umgesetzt wurde. Der tägliche Büroalltag mit…

  • Lebenssituation von Rentnern: Wo Altwerden Spaß macht

    Lebenssituation von Rentnern: Wo Altwerden Spaß macht

    In Island und der Schweiz haben viele Rentner eine besonders große Chance auf einen unbeschwerten Ruhestand. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis des aktuellen Global Retirement Index [1]. Dieser Index bewertet die Lebenssituation von Rentnern auf Basis von Faktoren wie Gesundheit, Finanzen und Lebensqualität. Deutschland liegt auf Rang 13 von 44. In einem Bereich performed die Bundesrepublik unterdurchschnittlich: Finanzen. Bewertet werden hier unter anderem die Steuerlast als auch die sogenannte Altersabhängigkeit. Letzterer Indikator gibt etwa Aufschluss darüber, ob eine Gesellschaft in der Lage ist, die steigende Rentenlast finanziell zu schultern. Die Lage in Deutschland ist hier angespannt, weil einerseits die Geburtenzahlen abnehmen und andererseits die Lebenserwartung zunimmt. Demnächst wird die sogenannte Babyboom-Generation in Rente gehen. Als Babyboomber werden die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965 bezeichnet. Das Wirtschaftswunder sorgte damals für steigende Geburtenraten.

    Besonders positiv ist die Situation von Ruheständlern in Island und der Schweiz. In Island bewertet der Index insbesondere das materielle Wohlbefinden sehr gut. Hier fließen Faktoren wie Einkommensgleichheit, Einkommen pro Kopf und die Arbeitslosenquote ein. Die Schweiz wiederum ist besonders stark im Bereich Lebensqualität. Dieser bewertet den Zustand der Umwelt, den Grad der Luftverschmutzung und die Lebenszufriedenheit der Einwohner. Schlusslicht Indien hingegen schneidet bei der Lebensqualität besonders schlecht ab. Zudem hat das Land starke Defizite im Bereich Gesundheit, wo die Lebenserwartung und die Gesundheitsausgaben pro Kopf bewertet werden. Matthias Janson

    [1] https://www.im.natixis.com/us/resources/global-retirement-index-2019-report

    https://de.statista.com/infografik/20593/laenderranking-zur-lebenssituation-von-rentnern-nach-dem-global-retirement-index/

     

    894 Artikel zu „Rente“

    Respektrente: Das Wort des Jahres 2019

    Das Wort des Jahres 2019 ist »Respektrente«. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bekannt gegeben. Das Wort bezeichnet die Einführung einer Grundrente für Personen, die 35 Jahre erwerbstätig waren und dennoch eine Rente unterhalb des Existenzminimums beziehen. Auf dem zweiten Platz liegt die »Rollerchaos«, den dritten vergab die Jury an den Anglizismus »Fridays…

    Sinkendes Rentenniveau erhöht Altersarmutsrisiko deutlich

    Was würde ein niedrigeres Rentenniveau für die Altersarmut und den Bezug von Grundsicherung bedeuten? Deutlich mehr RentnerInnen als bisher stünden finanziell schlecht da, wenn nicht gegengesteuert wird. Langfristig sollten unter anderem die private und betriebliche Altersvorsorge ausgebaut werden Sinkt das Rentenniveau wie erwartet von heute 48 Prozent auf etwa 43 Prozent im Jahr 2045, steigt…

    Auto wichtiger als Rente: Aufholbedarf bei Altersvorsorge

    Rund 1.099 Euro investieren die Deutschen durchschnittlich pro Jahr in ihre private Altersvorsorge mit Lebens- und Rentenversicherungen. In anderen europäischen Ländern ist es wesentlich mehr. Die Vorsorgebereitschaft ist in Deutschland weniger stark ausgeprägt als in vielen anderen europäischen Ländern. Das geht aus der jährlichen Erhebung des europäischen Versicherungsverbands Insurance Europe hervor: Mehr als das Dreifache…

    Zuwanderung, Renten und Armut bleiben die Hauptsorgen der Deutschen

    Auch im Jahr 2018 finden sich in der Sorgenliste der Bürger zahlreiche Themen wieder, die bereits die Bundestagswahl im Herbst 2017 dominierten: So steht ganz oben auf der Sorgen-Agenda das Thema »Zuwanderung und Integration«, das im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht auf 53 Prozent zurückgeht. Eine wachsende Besorgnis der Deutschen zeigt sich vor allem…

    So hat sich der Rentenbeitrag entwickelt

    Der Rentenbeitragssatz in Deutschland lag 1950 bei 10 Prozent – aktuell beläuft er sich auf 18,6 Prozent. Wie die Infografik von Statista außerdem zeigt, ist der Prozentsatz über lange Zeiträume konstant geblieben und lag bereits in den 1970er Jahren bei 18 Prozent und damit beinahe auf heutigem Niveau – obwohl die Lebenserwartung seitdem um zehn…

    Generationenvertrag: Rentensystem unter Druck

    Das deutsche Rentensystem wird in den kommenden Jahren laut einer OECD-Studie immer mehr unter Druck geraten. Kommen derzeit auf 100 Werktätige rund 35 Personen über 65 Jahren, werden es im Jahr 2050 fast 60 sein – ein substantieller Anstieg der Rentenausgaben dürfte unter diesen Bedingungen unausweichlich sein. Dieser demographische Wandel wird alle OECD-Staaten treffen. Allerdings…

    Mit kürzeren und flexibleren Arbeitszeiten können Betriebe rentenberechtigte Mitarbeiter halten

    Jeder dritte Betrieb versucht, rentenberechtigte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten anzubieten waren dabei die wichtigsten Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu halten. Das geht aus Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor [1].   Im Jahr 2015 erreichten rund 650.000 Mitarbeiter die Rentenberechtigung oder waren bereits rentenberechtigt. In gut 170.000 Fällen…

    Rente: Wachsende Angst um Altersvorsorge

    Mehrheit der Berufstätigen sieht sich im Alter nicht mehr abgesichert, besonders in Berlin. Stärkere Unterstützung betrieblicher Altersversorgung gefordert. Absicherung im Alter zählt für 79 Prozent der Berufstätigen zu den wichtigsten drei Zielen.   Exakt 70 Prozent aller Ruheständler in Deutschland beklagen die Höhe der gesetzlichen Renten als nicht angemessen im Vergleich zu ihren Einzahlungen. Zu…

    Agile Unternehmen sind 2,7 Mal erfolgreicher als Konkurrenten

    Erster europäischer Agile Performer Index: Agilität ist Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Agilität steht für Erfolg: Die agilsten Unternehmen einer Branche sind im 10-Jahres-Vergleich 2,7 Mal erfolgreicher als ihr Wettbewerb. Das zeigen das Beratungsunternehmen goetzpartners und die NEOMA Business School im ersten europäischen Agile Performer Index. Die Studie mit Führungskräften aus 285 europäischen Unternehmen befasst sich als…

    Rente mit 63 betrifft Mehrzahl der Unternehmen

    Die Rente mit 63 betrifft bereits die Mehrzahl der Unternehmen. Das geht aus der neuesten ifo-Randstad-Personalleiter-Befragung hervor. Demnach antworteten 52 Prozent der Firmen, dass bei ihnen bereits Mitarbeiter über die Rente ab 63 gegangen sind. Im Verarbeitenden Gewerbe (62 Prozent) sind mehr Unternehmen betroffen als im Handel (53 Prozent) und bei den Dienstleistern (44). Weitere…

    Web-basiertes E-Recruiting: Digitales Bewerberportal schafft transparente Prozesse

    Computer Aided Engineering (CAE) umfasst alle Varianten der Rechner-Unterstützung von Arbeitsprozessen in der Entwicklung. Verschiedene Formen der Simulation, die Entwicklung unterschiedlichster Prozesse und nicht zuletzt spezielle Software sind die Grundpfeiler professioneller CAE-Lösungen. Sie optimieren und beschleunigen die Produktentwicklung und reduzieren die Kosten. Damit ist CAE heute ein unverzichtbarer Bestandteil von Entwicklungsprozessen und Produktinnovation und aus…

    Medien müssen transparenter werden, um gesellschaftliche Bedeutung zu wahren

    Mediennutzer fordern in repräsentativer Umfrage [1] mehr Transparenz und die Abbildung der Meinungsvielfalt von den Medien. Öffentlich-rechtliche und private TV-Sender genießen höchste Glaubwürdigkeit, die Social-Media-Angebote der Medien müssen noch aufholen. Transparenz scheint der Schlüsselbegriff zu sein, damit Medien weiterhin ihre gesellschaftliche Bedeutung erhalten können: Mit 66 Prozent wird dies von den Deutschen als wichtigster Faktor…

    Urlaubsgeld steht vor der Rente

    Das klassische Urlaubsgeld hat sich für zahlreiche Berufsstarter überholt – nur 35 Prozent finden es noch attraktiv. Das Urlaubsgeld ist out. Für fast zwei Drittel (65 Prozent) aller Berufsstarter ist es entweder uninteressant oder nicht mehr zeitgemäß. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Absolventa-Umfrage unter mehr als 2.000 akademischen Berufsanfängern. Demnach antworteten 45 Prozent der…

    Pensionszusage: Höhere Betriebsrente durch Gehaltssteigerung kurz vor Erreichen des Pensionsalters?

    Die meisten Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer sind abhängig vom Endgehalt vor Eintritt in den Ruhestand. Kann durch eine kräftige Gehaltssteigerung zugunsten eines Gesellschafter-Geschäftsführers kurz vor der Pensionierung dessen Betriebsrente aufgebessert werden? Mit dieser Frage hatte sich der BFH in seinem Urteil vom 20.5.2015 zu beschäftigen. Im Urteilsfall hatte die B-GmbH (Klägerin) ihrem langjährigen Gesellschafter-Geschäftsführer G eine…

    Sicherer Verlust der Betriebsrente bei Arbeitgeberpleite

    Rückabwicklung, Widerruf und Vollstreckung bei betrieblicher Altersversorgung (bAV): Wie Arbeitnehmer ihre Direktversicherung und Entgeltumwandlung total verlieren können. Der Widerruf ist bei Lebensversicherungen (LV) ewig lange möglich. Im Schwerpunkt können hiervon um die 40 % der Lebens- und Rentenversicherungen allein aus den Jahren 1995-2007 betroffen sein. Dies beruht auf Urteilen des Europäischen Gerichtshof (EuGH, Urteil vom…

  • Soziale Netzwerke: Facebook wird zum Seniorentreff

    Soziale Netzwerke: Facebook wird zum Seniorentreff

    Nutzerwandel im Freunde-Netzwerk: Teenager brechen weg, Rentner legen zu.

     

    Die Facebook-Community wächst wieder: 76 Prozent der Internet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland sind in dem Freunde-Netzwerk unterwegs. Ein Rekord-Zuwachs um elf Prozentpunkte innerhalb eines Jahres. Im Detail zeigt sich allerdings: Unter Teenagern verliert Facebook weiter an Boden – Zugewinne verzeichnet das soziale Netzwerk vor allem bei Älteren. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

     

     

    Noch 2014 war Facebook in keiner Altersgruppe beliebter als unter Teenagern – 89 Prozent der 14-19-Jährigen Onliner nutzten das Netzwerk. Von dieser Begeisterung der Jüngsten ist heute nicht mehr viel übrig. Nur noch 61 Prozent der Internet-Nutzer zwischen 14 und 19 Jahren sind auf Facebook unterwegs. Die geringste Quote in allen Altersgruppen.

     

    Recht konstant blieb die Nutzung unter Twens. Aktuell verwenden 89 Prozent der Onliner zwischen 20 und 29 Jahren Facebook.

     

    Kräftig zulegen konnte Facebook innerhalb eines Jahres hingegen bei den älteren Usern: In der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen stieg die Nutzung um zehn Prozentpunkte, bei 40 bis 49-Järigen um zwölf Prozentpunkte und bei den 50 bis 59-Jährigen um 20 Prozentpunkte. Am stärksten fiel der Zuwachs mit 23 Prozentpunkten bei den »Silver Surfern« ab 60 Jahren aus: Sieben von zehn Onlinern ab 60 nutzen jetzt Marc Zuckerbergs Netzwerk.

     

    Nur unter den Ältesten ab 50 und 60 ist Facebook noch das beliebteste soziale Medium. In allen anderen Altersgruppen liegt YouTube an der Spitze. Teenager nutzen darüber hinaus auch häufiger Instagram (84 Prozent) und Snapchat (82 Prozent) als Facebook.

     

    »Das Netzwerk Facebook wird mittelfristig wieder an Nutzern verlieren«, prognostiziert Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors. »Denn wer heute als Teenager Facebook nicht nutzt, wird als Twen kaum damit anfangen. Und auf Dauer wird Facebook den wegbrechenden Nachwuchs nicht mehr durch zusätzliche User aus älteren Zielgruppen ausgleichen können.«

     

    Aber auch wenn das Netzwerk Facebook unter den Jüngsten »abstinkt« – um die wertvollen Daten der Teenies muss sich das Unternehmen Facebook keine Sorgen machen. Die bekommt es über den konzernzugehörigen Messenger-Dienst WhatsApp, der von 98 Prozent der 14 bis 19-jährigen Onliner genutzt wird.

     

    [1] Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung sozialer Medien in Deutschland und dient Unternehmen als Grundlage zur strategischen Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Die Studie liefert unter anderem belastbare Fakten darüber, welche Dienste im Web 2.0 von wem wie intensiv genutzt werden, welche Themen auf welchen Kanälen diskutiert werden und inwieweit Soziale Medien Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Social-Media-Atlas wird von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben.
    Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Januar 2018) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2017. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann unter https://www.faktenkontor.de/faktenkontor-studien/ gegen eine Schutzgebühr von 380,- Euro zzgl. MwSt. bestellt werden.

     


     

    GPRA-Vertrauensindex 2017: Kein Vertrauen zu Facebook

    Soziale Netzwerke: Facebooks Umsatz ist zu 88 Prozent mobil

    Social Media: 2,1 Milliarden Menschen nutzen Facebook

    Jahresrückblick: Die 10 wichtigsten Themen auf Facebook 2017

    Lieblingsmarken: Geliebtes Facebook

    Messenger-Markt: Platzhirsch Facebook

  • Generationenvertrag: Rentensystem unter Druck

    Generationenvertrag: Rentensystem unter Druck

    Das deutsche Rentensystem wird in den kommenden Jahren laut einer OECD-Studie immer mehr unter Druck geraten. Kommen derzeit auf 100 Werktätige rund 35 Personen über 65 Jahren, werden es im Jahr 2050 fast 60 sein – ein substantieller Anstieg der Rentenausgaben dürfte unter diesen Bedingungen unausweichlich sein. Dieser demographische Wandel wird alle OECD-Staaten treffen. Allerdings mit unterschiedlicher Intensität, wie die Statista-Grafik zeigt. Mathias Brandt

    https://de.statista.com/infografik/12347/personen-ueber-65-jahren-je-100-werktaetige/

     


     

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    Mit kürzeren und flexibleren Arbeitszeiten können Betriebe rentenberechtigte Mitarbeiter halten

    Rente: Wachsende Angst um Altersvorsorge

    Agile Unternehmen sind 2,7 Mal erfolgreicher als Konkurrenten

    Rente mit 63 betrifft Mehrzahl der Unternehmen

    Web-basiertes E-Recruiting: Digitales Bewerberportal schafft transparente Prozesse

    Pensionszusage: Höhere Betriebsrente durch Gehaltssteigerung kurz vor Erreichen des Pensionsalters?

    Sicherer Verlust der Betriebsrente bei Arbeitgeberpleite

  • Lebensverhältnisse: Ältere stehen besser da

    Lebensverhältnisse: Ältere stehen besser da

    Altersarmut ist momentan ein zentrales Thema der politischen Diskussion. Doch so schlecht, wie es häufig klingt, geht es dem Gros der Rentner und Pensionäre in Deutschland nicht – im Gegenteil. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

    Die Realeinkommen der Ruheständler haben in den vergangenen drei Jahrzehnten im Durchschnitt stärker zugelegt als die der jüngeren Altersgruppen. Das belegt die IW-Auswertung von Daten des Sozio-oekonomischen Panels: Im Jahr 1984 befanden sich mehr als 31 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im unteren Einkommensfünftel der Gesamtbevölkerung, 2014 waren es nur noch knapp 19 Prozent. Gleichzeitig hat sich ihre Zugehörigkeit zum obersten Einkommensfünftel von 12 auf 14 Prozent erhöht.

    Dieser finanzielle Aufstieg hat einen einfachen Grund: Die Gesamteinkommen der 65- bis 74-Jährigen haben in Westdeutschland seit Mitte der 1980er real um durchschnittlich 52 Prozent zugelegt, die der Unter-45-Jährigen lediglich um 21 bis 31 Prozent.

    Diese Entwicklung steht nur auf den ersten Blick im Widerspruch zu der Tatsache, dass das Niveau der gesetzlichen Rente seit Jahren sinkt. Denn die Einkommensentwicklung hängt noch von weiteren Faktoren ab, die sich laut IW-Studie in den vergangenen Jahren zugunsten der Senioren entwickelt haben. Dazu gehören ergänzende Alterseinkommen, die Verteilung der Einkommen im Haushalt sowie die Haushaltszusammensetzung. So wirkt sich beispielsweise die Tatsache aus, dass immer mehr Frauen arbeiten: Trugen Männer Mitte der 1980er Jahre in Westdeutschland noch rund 83 Prozent zu den selbst erwirtschafteten gesetzlichen Renten innerhalb eines Haushalts bei, lag der Anteil 2014 bei nur noch knapp 71 Prozent. Auch der Anteil der alleinlebenden Alten ist heute geringer als noch vor 30 Jahren, was das Armutsrisiko senkt.

    »Diese Ergebnisse sind eine deutliche Mahnung an die Politik, sich nicht zu rentenpolitischen Maßnahmen nach dem Gießkannenprinzip hinreißen zu lassen«, sagt IW-Ökonomin Susanna Kochskämper. »Solche Maßnahmen müssten die jüngeren Generationen finanzieren, die schon in den vergangenen Jahren bei der Einkommensentwicklung im Vergleich zu den Älteren das Nachsehen hatten«, ergänzt Kollegin Judith Niehues.

    https://www.iwkoeln.de/_storage/asset/338970/storage/master/file/12668514/download/IW-Trends_02_2017_Entwicklung_der_Lebensverh%C3%A4ltnisse_im_Alter.pdf

     


     

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