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Vorbereitung auf offensive KI: Neue Anforderungen an die Sicherheitsbewertung von IT‑Infrastrukturen

Die rasante Entwicklung offensiver künstlicher Intelligenz verändert die Bedrohungslandschaft für Unternehmen grundlegend. Autonome Systeme sind inzwischen in der Lage, digitale Umgebungen selbstständig zu analysieren, Schwachstellen zu identifizieren und Exploits nahezu ohne menschliches Zutun zu entwickeln. Dadurch verkürzen sich Entwicklungs- und Angriffszyklen erheblich – von ehemals Monaten auf teilweise nur noch wenige Tage. Klassische Sicherheitsansätze geraten…

Warum Gier ein strategisches Risiko ist und wie Führung das Maß wiedergewinnt

In der unerbittlichen Dynamik der modernen Wirtschaftswelt hat sich ein Begriff klammheimlich von einem moralischen Stigma zu einer vermeintlichen Tugend gewandelt: die Gier. Was heute oft als »Wachstumsdrang« oder »maximale Skalierung« nobilitiert wird, erweist sich bei genauerer Betrachtung als die kulturell akzeptierte Form einer chronischen Maßlosigkeit. Wer Gier lediglich als psychologisches Phänomen abtut, verkennt ihre…

KI entdeckt jahrzehntealte Sicherheitslücken. Der Wendepunkt für Cybersecurity

  Kommentar von Heather Ceylan, CISO at Box Mit Claude Mythos hat Anthropic ein KI-Modell vorgestellt, das in der Lage ist, tief in Codebasen einzutauchen und selbst hochkomplexe, bislang unentdeckte Schwachstellen aufzuspüren. Zwischen 16 und 27 Jahre alte Bugs und Schwachstellen, die in zentraler Infrastruktur existierten und weder durch menschliche Experten noch durch bestehende Tools…

Sinnvoll einbetten: KI skaliert nicht ohne Kontext

Der Zugang zu KI ist heute weitgehend demokratisiert. Modelle, Tools und Plattformen stehen nahezu jedem Unternehmen zur Verfügung. Der Unterschied liegt im Kontext. Denn während Technologie für alle gleich ist, entscheidet die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, Risiken bewerten und Entscheidungen treffen, über den tatsächlichen Erfolg von KI.   Gerade CEOs sprechen gerne von…

Nachhaltige Datenarchitekturen: Wie effizientes Systemdesign Kosten und CO2 reduziert

Deutschland baut seine digitale Infrastruktur immer weiter aus. Neue Einrichtungen wie das KI-Zentrum in München sollen riesige und ständig wachsende Datenmengen verarbeiten. Mehr Daten erfordern mehr Speicherplatz, mehr Rechenleistung und mehr Systeme, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Damit rückt das Thema Nachhaltigkeit immer dringlicher in den Fokus.   Der Energieverbrauch in Dateninfrastrukturen…

KI‑gestützte Steuerungsplattformen für komplexe Transformationsvorhaben

Organisationen sehen sich zunehmend mit mehreren parallel laufenden Transformationsvorhaben konfrontiert. Digitale Initiativen, strategische Neuausrichtungen, Reorganisationen und Kulturveränderungen überschneiden sich zeitlich, beeinflussen sich gegenseitig und konkurrieren um Aufmerksamkeit und Ressourcen. Die Konsequenzen sind steigende Komplexität, operative Überlastung sowie eine wachsende Ermüdung bei Mitarbeitenden und Führungskräften. Vor diesem Hintergrund gewinnen integrierte, digitale Ansätze zur Steuerung von Veränderungsprozessen…

KI-Betrug im Netz: Die meisten Nutzer sind leicht(gläubig)e Opfer

Fast die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland fühlt sich zwar in der Lage, KI-generierte Inhalte zu erkennen. Tatsächlich schaut jedoch kaum jemand genauer hin: Nur eine Minderheit hat schon einmal etwa nach Unstimmigkeiten im Bild gesucht oder die Quelle überprüft (28 beziehungsweise 19 %). Der Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik…

Warum Ambition, Teilhabe und Lebenszufriedenheit bessere Wachstumsindikatoren sind

  Klassische Wirtschaftskennzahlen erklären die Vergangenheit – aber sie sagen wenig über die Zukunft. Vorausschauende Indikatoren wie Ambition, Teilhabe und Lebenszufriedenheit lassen früher erkennen, wo neues Wachstum entsteht.   Unternehmen, Regierungen und Investoren stützen ihre Entscheidungen traditionell auf harte Daten: BIP, Arbeitslosenquote, Auftragseingänge, Umsatzstatistiken. Diese Kennzahlen sind wichtig – aber sie haben einen strukturellen Nachteil:…

Governance von KI‑Agenten auf Datenebene: Anforderungen und Architekturansätze für regulierte Umgebungen

Der Einsatz von KI‑Agenten in Unternehmensprozessen stellt insbesondere stark regulierte Branchen vor neue Governance‑Herausforderungen. KI‑Agenten agieren zunehmend als autonome oder teilautonome Akteure, die auf sensible und regulierte Daten zugreifen, diese verarbeiten und weitergeben. Klassische Sicherheitsmechanismen auf Modell‑ oder Anwendungsebene reichen dabei häufig nicht aus, um regulatorische Anforderungen zuverlässig umzusetzen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Governance‑Ansätze auf…

Ransomware-Angriffe: nicht neu, aber schneller

Ransomware ist wahrlich kein neues Phänomen. Allerdings schreitet auch in diesem Bereich die Entwicklung dynamisch fort, sodass bei vielen Unternehmen ein dringender Handlungsbedarf besteht. Die Analyse der derzeitigen Gefahrenlage und der vorhandenen Schutzmaßnahmen liefert wichtige Erkenntnisse, die Unternehmen für die wirksame Risikoreduzierung und die Stärkung der Abwehrfähigkeit nutzen können.   Ransomware-Angriffe laufen meistens in mehreren…

Prozessbasierte Workflowsysteme und Agent-Orchestrierung

Unternehmen ohne ein Orchestrierungs- und Workflowsystem für KI-Agenten werden künftig Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.   »Für Elise« in der Warteschleife und generische Textantworten per E-Mail wirken im Zeitalter von KI wie Relikte. Immer mehr Unternehmen übersetzen manuelle Abläufe in agentenbasierte Services. Der Engpass verlagert sich dabei von der Textgenerierung hin zur Ausführungssteuerung: Welche Events…

Vertrauenswürdige KI ist mehr als ein Prompt

Warum verlässliche KI-Ergebnisse eine strukturierte Wissensbasis voraussetzen und wie Unternehmen diese systematisch aufbauen können.   Über ein Viertel der deutschen Unternehmen sieht den Einsatz künstlicher Intelligenz inzwischen als potenzielles Geschäftsrisiko, so das Ergebnis des Allianz Risk Barometer 2026 [1]. Fehlerhafte KI-Ergebnisse im Kundenkontakt oder in der Produktion werfen zunehmend Haftungsfragen auf. Die Risiken generativer KI…

Erwerbstätige nutzt KI im Job ohne Know-how und Leitplanken

Die berufliche Nutzung künstlicher Intelligenz gewinnt stark an Bedeutung. Vier von fünf suchen mit Hilfe von KI nach Informationen, fast jeder zweite erstellt Texte und jeder zehnte programmiert. Beschäftigte nutzen die Technologie häufig ohne klare Vorgaben und ohne ausreichende Qualifikation.   Künstliche Intelligenz (KI) wird im Arbeitsalltag zur neuen Normalität. Aktuell nutzt fast die Hälfte…

Zero Trust neu bewertet: Der blinde Fleck im Sicherheitskonzept

Zero Trust verspricht »nie vertrauen, immer überprüfen« – doch der Begriff verdeckt, worum es im Kern wirklich geht: nicht Vertrauen abschaffen, sondern implizites Vertrauen eliminieren. Der blinde Fleck vieler Programme liegt nicht in der Technik, sondern in einem Richtliniendschungel aus Altlasten, Ausnahmen und Regeln ohne klaren Zweck. Warum Policy-Governance zum entscheidenden Maßstab wird, ob Zero…

Belegschaft bislang unzureichend auf den Einsatz von KI vorbereitet

Trotz der rasanten Einführung von KI-Tools in Unternehmen, etwa von Microsoft 365 Copilot oder Google Workspace, zeigt die Untersuchung »AIQ 2.0: Mitarbeitende sind weiterhin nicht bereit für den erfolgreichen Umgang mit KI am Arbeitsplatz« von Forrester eine wachsende Lücke zwischen der technischen Einführung von KI und der tatsächlichen Bereitschaft der Mitarbeitenden, diese effektiv zu nutzen…

Bei generativer KI jagen Unternehmen weiterhin dem transformativen Nutzen hinterher

Geringe KI-Kompetenz, uneinheitliche Einführung und nur marginale Produktivitätsgewinne begrenzen die Wirkung im Unternehmensmaßstab.   Laut dem neuesten Bericht von Forrester, Accelerate Your AI Voyage, haben die meisten Unternehmen Schwierigkeiten, die zunehmende KI-Einführung und KI-Investitionen in messbare Geschäftswirkung zu überführen [1]. Einer der zentralen Faktoren, die Unternehmen ausbremsen, ist ein niedriger Artificial Intelligence Quotient (AIQ) —…

Die Mutter aller Lösungen: »Staatsoptimierung« als Toppriorität

Die Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA) fordert eine »Staatsoptimierung« als wichtigste Zukunftsaufgabe und bezeichnet einen effizienteren Staatsapparat als »Mutter aller Lösungen« für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland. Als Negativbeispiel nennt BWA-Chef Harald Müller die E‑Autoförderung, die mit hohem Bürokratieaufwand und Transaktionskosten den Nutzen übersteige, und verweist zugleich auf milliardenschwere Belastungen durch Bürokratie. Abhilfe sieht die BWA in…

Wie künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt neu ordnet

Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern ein zunehmend prägender Faktor der Arbeitswelt. In rasantem Tempo haben sich insbesondere die Fähigkeiten generativer KI‑Systeme erweitert. Sprachmodelle verfassen heute komplexe Texte, Bild‑ und Videotools erzeugen visuelle Inhalte auf Knopfdruck, und agentische Systeme können Softwareprojekte weitgehend autonom planen, umsetzen und korrigieren. Diese technologische Dynamik wirft eine zentrale…

Wenn das Smartphone uns benutzt

Ein kurzer Blick aufs Handy – und plötzlich sind 30 Minuten vergangen. Eigentlich wollte man nur eine Nachricht lesen, doch dann kam ein Video, danach noch eins, ein Like, ein Kommentar, ein weiteres Scrollen. Am Ende bleibt oft ein diffuses Gefühl aus Zeitverlust, Unruhe und dem Vorsatz: »Das mache ich morgen anders.« Genau hier beginnt…

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit verbinden – mit Hilfe digitaler Transformation

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zentral für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, werden aber häufig getrennt voneinander betrachtet und umgesetzt. Dabei führt genau die bewusste Verbindung beider Komponenten – eine sogenannte Twin Transformation – zu entscheidenden Mehrwerten. Im Interview sprechen Norbert Kytka, Chief Revenue Officer, und Christian Jung, Sales Account Executive, von T.CON über Hebel…