IT-Abteilung: Tipps für eine ruhige Zeit zwischen den Jahren

foto-cc0-pixabay-snufkin-plaetzchen-tasseUnternehmen sollten auch zwischen den Jahren einen ausreichenden Support bereitstellen, um die Kunden zu betreuen oder Online-Aktivitäten und den E-Mail-Abruf der Mitarbeiter zu gewährleisten. Schließlich arbeiten auch an den Weihnachtsfeiertagen viele Kollegen und benötigen Zugriff auf die Systeme. So sind gemäß Bitkom [1] rund zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland, die über die Weihnachtsfeiertage und zwischen den Jahren Urlaub machen, während dieser Zeit dienstlich erreichbar.

Daher sollten Unternehmen noch einmal prüfen, ob sie ausreichend Vorsorge für eine reibungslose Verfügbarkeit ihrer Cloud- und Web-Services getroffen haben. Denn viele IT-Mitarbeiter sind in Urlaub und die Abteilungen entsprechend dünn besetzt. Daher können sie meist nur langsamer auf ein IT-Problem reagieren.

Alex Fürst, Regional Manager DACH bei Rackspace, sagt: »Weihnachten wird von vielen Unternehmen als Zeit betrachtet, um Anwendungen und Systeme etwas herunterzufahren. Aber bevor sie das tun, müssen sie das Risiko minimieren, dass dadurch etwas falsch läuft. Natürlich sollen Mitarbeiter in Urlaub gehen, die das wünschen – aber wer arbeiten muss, sollte auch keine unnötigen Unterbrechungen erleben. Dies gilt nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, die sich in die Systeme einwählen. Wer Online-Services für Kunden bereitstellt, sollte diese auch umfassend testen und vorbereiten. Zudem sollten die Anwender wissen, was bei möglichen Problemen zu tun ist.«

Damit die Web- und Cloud-Services zwischen den Jahren reibungslos laufen, rät Rackspace zu folgenden Schritten:

  • Performance-Tests – Zur Vorbereitung auf das neue Jahr müssen Unternehmen wissen, wo ihre Website in Bezug auf den Datenverkehr steht. Dabei sollten sie Analysen von Tagen mit hohem Traffic-Aufkommen nutzen wie Valentinstag oder Black Friday. Wichtig ist die exakte Abbildung von User Journeys und Konversionsraten in den Lasttests. Die Zeit, die Menschen für Überlegungen brauchen, spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Diese kann wiederum einen Größenordnungs-Effekt auf die Zahlen für den gleichzeitigen Zugriff haben und sollte einkalkuliert werden, um das System zu verstehen.
  • Schutzvorkehrungen – Ausfallzeiten können extrem teuer für Unternehmen sein – nicht nur in Bezug auf entgangene Verkäufe oder Datenverkehr, sondern auch Rufschädigung. Unternehmen sollten das Jahr sauber starten und sicherstellen, dass sie bereit sind für steigenden Datenverkehr und größere Datenmengen. Die Überprüfung der Web-Lastkapazität und das Ermitteln der Performance einer Site über alle Technologieebenen hinweg, spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Wissen um die Gefahr durch Ausfallzeiten reicht nicht aus. Unternehmen müssen konkrete Schritte durchführen, damit sie nicht davon betroffen sind. Entsprechend sollten sie jetzt ihre Skalierung und auch die Schutzvorkehrungen vor Cybergefahren prüfen.
  • Den Haushalt führen: Die ruhige Zeit lässt sich auch nutzen, um alle kleinen, nagenden Probleme für die IT-Administration aus der Welt zu schaffen. Dies kann das Überprüfen von Systemen sein, die Migration zu einem neuen E-Mail-Service oder die Durchführung eines Disaster-Recovery-Tests. Doch trotz der ruhigen Zeit sollten auch notwendige Aufgaben durchgeführt werden, die über das ganze Jahr hinweg kontinuierlich zu erledigen sind, wie Backups.
  • Gute Vorsätze für das kommende Jahr: Wer dieses Weihnachten wieder einmal über verpasste Chancen im abgelaufenen Jahr nachdenkt, sollte sich für 2017 echte Veränderungen vornehmen. Die Planungen für das kommende Jahr können die Nutzung der Cloud umfassen, um die Business Continuity zu gewährleisten, oder dass die Kollegen in einer flexiblen Arbeitskultur auch reibungslos von zu Hause oder unterwegs arbeiten können.

[1] Bitkom http://ap-verlag.de/immer-weniger-berufstaetige-ueber-die-feiertage-erreichbar/29311/


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