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TechTalk: Sensitive KI-Daten sollten in privaten Rechenzentren verarbeitet werden

Mit Paul Hoecherl von Lenovo durften wir in der Vergangenheit schon das ein oder andere Videogespräch führen. So wie auf dem CloudFest 2026 auch. Dort wollten wir von ihm wissen, warum die souveräne Cloud mehr und mehr in den Vordergrund rückt und welche Antworten Lenovo darauf hat. Seine Antworten dazu finden Sie in diesem gut zweiminütigen Video.

 


Warum nimmt die souveräne Cloud an Bedeutung zu?

Man muss ja bloß die weltpolitische Lage anschauen. Es sind dann etliche Verwerfungen. Ich denke, viele Kunden machen sich Sorgen, ob nicht einfach irgendwelche Software mal abgeschaltet wird, plötzlich kein Zugriff mehr da ist. Hat ja schon einige Dinge gegeben. Es gibt Verwerfungen und was man so mitkriegt von entsprechenden Fachtagungen, ist, dass es das Hauptthema ist. Wie geht man mit der Souveränität um?

Es muss ja nicht unbedingt die Cloud sein. Es geht darum, wo liegen die Daten? Wenn ich in KI- Anwendungen gehe, wer hat die Verantwortung dafür? Hab ich das noch im Zugriff und dergleichen. Man muss ja sich nur bloß auf der Messe umschauen. Das Schlagwort steht mehr oder minder auf fast allen Ständen. Wir haben es jetzt mal nicht gemacht, wir haben ein bisschen was ausgelegt. Aber es ist ganz klar, dass das momentan die Leute umtreibt, wirklich die Souveränität wiederzubekommen.


Wie sieht der Beitrag von Lenovo dazu aus?

Das ist sehr vielschichtig. Wir haben zum einen unser As-a-Service-Angebot. Das heißt, wir können eine Art Cloud-Lösung bauen, bei der aber der Kunde definiert, wo sie steht, also die volle Souveränität hat. Er kann es aber auch ins eigene Rechenzentrum stellen oder zu einem Collocator, aber er nutzt das dann wie eine Cloud. Das heißt, das wäre ein guter Zielpunkt, um aus bestehenden Cloud-Lösungen auszusteigen und eine solche Migration vorzunehmen.

Aber man kann sich ja auch ganz einfach die Frage stellen, wo ich meine Daten hinlege. Wir haben hierfür ein sehr reichhaltiges Portfolio an Storage- Systemen, die ich entsprechend absichern kann gegen Ransomware- Attacken und dergleichen, wo ich ebenfalls über die entsprechende Souveränität verfüge. Eine Cloud wird ja heute ganz stark für KI-Anwendungen genutzt. Heutzutage würde ich sagen, betrifft das 80, 90 Prozent der Fälle, die erst einmal etwas ausprobieren wollen, auch die nutzen die Cloud. Aber spätestens dann, wenn ich mit firmenrelevanten Daten arbeite, wäre es doch ganz schön, dass ich hier arbeite.

Ich habe letztens mit einem Kunden gesprochen, der will tatsächlich KI-Anwendungen auf geheime Daten loslassen, die er erforschen möchte. Dann ist es vollkommen klar, dass er das On-Premises machen muss. Dann braucht der ein souveränes Rechenzentrum, über das er die volle Kontrolle hat.