Sie wollen ein eigenes Rechenzentrum bauen, aber ihr Stromanbieter kann am geplanten Standort nicht genügend Strom für den Betrieb bereitstellen? Leider ist das kein Einzelfall mehr. Durch den wachsenden Energiehunger der KI-Rechenzentren wird Strom zur Mangelware.
Doch es gibt Strategien, um ihr Vorhaben dennoch umsetzen zu können. Das erklärt uns Sascha Horn, Regional Strategic Account Manager bei Vertiv in unserem TechTalk in 3 Minuten und 53 Sekunden.

Zu wenig Strom für den Betrieb eines Rechenzentrums. Welche Lösungsansätze bietet Vertiv?
In dem Zusammenhang müssen wir schauen, wo aktuell die Engpässe existieren. Insbesondere gibt es Engpässe im Bereich des Stromnetzes und dort ist die Thematik, wie wir aus den bestehenden Kapazitäten, die wir zur Verfügung haben, die größtmögliche Rechenkapazität herausbekommen.
Das ist natürlich das Feld, auf dem Vertiv unterstützen kann, die Stromnutzung zu optimieren und die Effizienz der Infrastruktur entsprechend zu steigern.
Die Bereitstellungszeiten durch Lösungen für Stromversorgung sind dort ein ganz kritisches und wichtiges Thema. Aber auch die Kühlung und die Energiespeicherung sowie der Service sind Themen, die dort reinspielen.

Warum ist der Wechsel zu einer 800-Volt Gleichstromversorgung der entscheidende Hebel?
Hier müssen wir uns klarmachen, dass jede Umwandlung zwischen Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) entsprechende Verluste erzeugt. Diese Verluste reduzieren natürlich auch die tatsächlich verfügbare Anschlussleistung.
Und dort setzt genau der Hebel an, mit dem wir durch Gleichstromarchitekturen, insbesondere durch Hochspannungsansätze wie 800 Volt DC, die Stromwandlungen reduzieren und dann an der Stelle entsprechend mehr gewinnen, um die Gesamtergieeffizienz des Rechenzentrums zu steigern.
Der Markt wird aktuell ein bisschen gehemmt, dadurch, dass wenige Gesamtkomponenten auf diesem Markt angeboten werden. Vertiv hingegen, ist dort in einer großen Entwicklungsphase um mehr Produkte bereitzustellen.
Zusätzlich muss natürlich auch darauf geachtet werden, Fachkräfte dahingehend zu schulen, dass diese auch mit den entsprechenden Spannungen umgehen können, damit die ganze Entwicklung nach vorne getrieben wird und alles ein gesamtheitliches Bild ergibt.

Wie sichert Vertiv die Resilienz der Stromversorgung bei extremen Lastschwankungen durch KI-Workloads?
Traditionelle Strategien werden sicherlich immer noch einen weiteren Einzug n den Rechenzentren erhalten, insbesondere durch die DIN EN 50600, die dort ja entsprechende Schutzklassen voraussetzt. Und hier müssen wir natürlich schauen, wie sich der Markt wandelt.
Insbesondere dadurch, dass KI-Workloads heutzutage sehr großen Schwankungen unterliegen, ist es sehr wichtig, Maßnahmen zu finden, um die Systemstabilität zu garantieren.
Resilienz ist dort ein großes Thema. Das bedeutet aber nicht nur, dass wir ein Silodenken haben, in dem wir jede einzelne Komponente innerhalb des Rechenzentrums losgelöst voneinander betrachten, sondern wir gehen zu einem Gesamtsystem über.
Dieses Gesamtsystem muss natürlich auch entsprechend geschützt werden, aber es ist nicht mehr die einzelne Komponente in einem klassischen M+1 Szenario, sondern heutzutage geht alles über in ein gesamtheitliches Resilienzkonzept, in dem natürlich auch entsprechende Batteriespeichersysteme eingesetzt werden können, um Lastschwankung, Peak Shaving etc. zu verhindern und dem entgegenzuwirken.
Das Ganze unterstützt natürlich auch die Nutzung der entsprechenden Ressourcen, die dadurch maximiert werden sollen. Und dort ist Vertiv ein Partner, der das Ganze entsprechend nach vorne bringen kann.
