Wie ernst nehmen kleine und mittlere Unternehmen den Schutz ihrer Daten?

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Wie sind kleine und mittlere Unternehmen beim Schutz ihrer Daten aufgestellt? In einer Studie [1] wurden 251 IT-Entscheider in US-Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten befragt. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Bruch zwischen der Sorge, Daten zu verlieren und den Möglichkeiten, diese im Notfall wiederherzustellen.

Die Gefahr des Datenverlustes machte den befragten Unternehmen durchaus Kopfzerbrechen. 47 Prozent sind diesbezüglich sehr besorgt.

  • Dies hat einen handfesten Grund, denn im zurückliegenden Jahr erlitt ein knappes Viertel (22 Prozent) der befragten Unternehmen bereits Datenverluste.
  • Nahezu 50 Prozent der davon betroffenen Unternehmen konnten anschließend weniger als die Hälfte der verlorenen Daten wiederherstellen.

Bei der Wiederherstellung von Daten (Data Recovery) ist ein Bruch zu verzeichnen.

  • 88 Prozent der Unternehmen halten einen Data-Recovery-Plan für einen wichtigen Bestandteil von Strategien zur Datensicherung.
  • Gleichzeitig verfügen aber nur 36 Prozent der Unternehmen über einen derartigen Plan.
  • 45 Prozent besitzen lediglich einige grobe Richtlinien für Business Continuity und Disaster Recovery (BC/DR).

Wo Gefahren vermutet werden

55 Prozent der befragten IT-Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen fürchten interne Bedrohungen mehr als äußere Angriffe, etwa durch Hacker. 32 Prozent verzeichneten im vergangenen Jahr tatsächlich einen internen IT-Sicherheitsvorfall.

»Sicherheitsbedrohungen nehmen im digitalen Zeitalter fraglos zu. Ein aktuelles Beispiel sind die immer neuen Ransomware-Angriffe. Externe Gefahren dürfen daher nicht unterschätzt werden. Und da auch Antivirensoftware oder Firewalls keinen hundertprozentigen Schutz bieten, sollten die Verantwortlichen im Mittelstand sich dringend mit dem Thema Backup und Disaster Recovery beschäftigen«, so Thomas Kasper, Geschäftsführer von Carbonite Germany.

[1] Carbonite hat mit dem US-Marktforschungsunternehmen Regina Corso Consulting untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen beim Schutz ihrer Daten aufgestellt sind.
Details aus der Studie sowie zahlreiche zusätzliche Informationen finden Interessenten in einem aktuellen Whitepaper von Carbonite. Unter dem Titel »Der Schutz von Unternehmen und ihren Daten in der digitalen Welt« steht es kostenlos zum Download bereit: https://www.carbonite.com/de/infos-und-ressourcen/white-paper/der-schutz-von-unternehmen-und-ihren-daten-in-der-digitalen-welt/

 

TIPPS für die Sicherheit der Daten

Kleine Unternehmen sollten auf einfach umzusetzende Lösungen setzen, um Firmeninformationen besser zu schützen, die Mitarbeiter auf ihre persönlichen Geräte laden. Folgende Schritte helfen Ihren Mitarbeitern, der Sicherheit höchste Priorität einzuräumen, wenn sie mit mobilen Endgeräten arbeiten:

PASSWORTSCHUTZ

Die Geräte aller Mitarbeiter eines Unternehmens sollten durch ein Passwort geschützt sein. So sind die Daten darauf bei Verlust oder Diebstahl vor dem Zugriff von Dritten zumindest halbwegs geschützt. Mit Hilfe einer Sperrfunktion kann der Zugriff bei fehlerhaften Eingaben verhindert werden. Löschfunktionen verhindern ebenfalls den Zugriff auf abhanden gekommene Geräte.

EXTERNE LÖSCHFUNKTION

Alle Geräte, also Computer, Notebooks, Tablets oder Smartphones, die im Unternehmen eingesetzt werden, sollten sich bei Verlust oder Diebstahl auch aus der Ferne (Remote) löschen lassen. Dies ist dann möglich, wenn diese Geräte mit dem Internet verbunden sind.

UPDATES

Installieren Sie immer die aktuellsten Updates der von Ihnen genutzten Software. Updates liefern nicht nur neue Funktionen, sie schließen regelmäßig auch Sicherheitslücken. Zögern Sie daher nicht beim Laden von Updates. Am besten richten Sie dafür sogar einen automatischen Download ein.

ANTIVIRUS

Hüten Sie sich vor freien Downloads, denn sie könnten infiziert sein. Kaufen Sie Apps nur bei offiziellen App-Stores und nicht bei Drittanbietern. Antivirensoftware ist ebenfalls eine unverzichtbare Schutzmaßnahme. Achten Sie dabei auf aktuelle Versionen.

KEINE GRENZVERLETZUNGEN

Das Installieren von Software, die den Schutzwall eines Gerätes verletzt, öffnet ein Tor für den Einfall von Schadsoftware. Malware kann überall sein, auch in einer geladenen App.

Kleine Unternehmen oder IT-Verantwortliche, die Kontrolle über sensible Daten auf Mitarbeitergeräten gewinnen wollen, sollten den Einsatz von Lösungen für »Mobile Device Management« oder »Enterprise Mobility Management« erwägen

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