Ausblick 2023: Die Krise rückt den Modern Data Stack in den Fokus

Illustration: Absmeier Geralt

Datenbasierte Unternehmensentscheidungen sichern die Zukunft.

Fivetran, Anbieter für Datenintegration, wirft einen Blick in das nächste Jahr. Trotz der Erfahrung während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Umwälzungen steht die globale Ökonomie heute vor noch unsichereren Zeiten als je zuvor. Und somit gerät auch die IT noch stärker in den Fokus: Einerseits muss in Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit investiert werden – allein schon wegen regulatorischen Anforderungen. Auf der anderen Seite müssen in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit Investitionen sorgfältig abgewogen werden. Fivetran hat sich umgehört und seine Expertinnen und Experten gefragt, was IT-Verantwortliche in Sachen IT-Ausgaben, Security und Megatrends in 2023 beschäftigen wird.

  1. Data-Stack-Standardisierung

Unternehmen werden im Jahr 2023 ihren Data Stack weiter standardisieren müssen. Denn oft werden zu viele, zum Teil unnötige Tools im Unternehmen eingesetzt. Darüber hinaus ist es unverzichtbar, dass sie Entscheidungen auf der Grundlage der richtigen Daten treffen – vor allem, wenn Umsatz und Betriebskosten zunehmend kritisch beäugt werden. Die Verlässlichkeit der Daten und deren Transparenz werden wichtiger denn je sein.

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  1. Data Enablement und Data Governance dürfen sich nicht ausschließen

In Zeiten der Krise ist die Verlockung groß, Data Governance hintenanzustellen. Denn im operativen Betrieb scheint Data Enablement noch wichtiger. Die erfolgreichsten Unternehmen werden aber diejenigen sein, die beides berücksichtigen und ihren Datenteams so einen schnellen und einfachen Zugang zu vertrauenswürdigen Daten ermöglichen. Zudem wird es 2023 auf dem Governance-Markt eine stärkere Standardisierung geben und es werden Formate für den Austausch von Metadaten definiert. Das heißt, es wird zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den für die Cloud-Sicherheit und den für die Applikationen zuständigen Teams kommen. Schwachstellen- und Risikomanagement, Code-Scanning, Threat Modelling und sichere Prozesse beim Programmieren können von einem gemeinsamen Ansatz profitieren. Es ist zu beobachten, dass mehr Appsec-Mitarbeiter die Cloud-Infrastruktur in ihrer Arbeit berücksichtigen und mehr Cloudsec-Mitarbeiter die traditionellen Appsec-Praktiken beherzigen. Außerdem werden auch im Jahr 2023 die Big-Tech-Unternehmen zu den bevorzugten Zielen der Regulierungsbehörden gehören. Die kartellrechtliche und datenschutzrechtliche Durchsetzung von Maßnahmen gegen Big Tech hat gerade erst begonnen und die Entwicklungen in der EU werden im nächsten Jahr größere Auswirkungen haben und insbesondere die Kontrolle von Big Tech über Inhalte einschränken.

  1. Metaverse und Datenstreaming

Das Metaverse und adaptive KI beruhen auf ständiger Anpassung in Echtzeit. 2023 werden die Unternehmen beginnen zu erkennen, dass der Erfolg in diesem Bereich eine Echtzeit-Dateninfrastruktur erfordert. Dies wird durch ein tiefes Verständnis der Nutzererfahrung unterstützt und dieses Verständnis kann wiederum nur von einem robusten Analyseteam stammen. Allerdings investiert Meta Milliarden von Dollar in ein Projekt mit ungewissem Zukunftsertrag, während das Kerngeschäft, mit dem Geld verdient wird, leidet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Schwerpunkt auf Consumer-Produkten und nicht auf der Geschäftswelt liegen wird. Aber infolgedessen können vermehrte Investitionen und Aktivitäten in diesem Bereich erwartet werden. Zudem wird Daten-Streaming seinen Platz im Modern Data Stack finden. Wie das maschinelle Lernen – oder besser gesagt, in Verbindung mit dem maschinellen Lernen – führt Datastreaming zu neuen Anwendungsszenarien. Das heißt, Unternehmen werden 2023 in Streaming-Technologien investieren, wenn auch in einem langsameren Tempo.