Deutsche wollen jetzt mehr öffentliches WLAN nutzen

  • Deutsche sehen den Staat in der Pflicht beim WLAN-Ausbau.
  • Nur 7 Prozent wollen ihr eigenes WLAN »bestimmt« für andere Nutzer öffnen.

Die überwältigende Mehrheit der Deutschen freut sich über das Ende der Störerhaftung. Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die ein renommiertes Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von eco-Verband der Internetwirtschaft e.V. durchgeführt hat, finden es 74 Prozent der Befragten gut, dass die öffentliche WLAN-Nutzung voraussichtlich einfacher und unkomplizierter wird.

eco-Vorstand: Das neue WLAN-Gesetz bringt endlich Rechtssicherheit

Der Bundestag hat das monatelang hart umkämpfte WLAN-Gesetz verabschiedet und damit das Ende der sogenannten Störerhaftung besiegelt. Aus Sicht von eco ist der Weg frei für öffentliche Hotspots in Deutschland. »Wir gehen davon aus, dass die Rechtslage nun geklärt ist und WLAN-Anbieter nicht mehr der Gefahr ausgesetzt sind, für rechtswidriges Verhalten ihrer Nutzer haften zu müssen«, sagt Oliver Süme, eco-Vorstand Politik & Recht. Die derzeit in der öffentlichen Diskussion geäußerte Sorge, dass die Neuregelung die Abmahnwellen nicht wirksam beenden wird, teilt eco nicht.

Deutsche sehen den Staat in der Pflicht beim WLAN-Ausbau

Fast die Hälfte aller Befragten will öffentliches WLAN künftig stärker nutzen. 48 Prozent der Befragten sehen beim Ausbau des WLAN-Angebots im öffentlichen Raum den Staat in der Pflicht: Sie sind der Ansicht, dass Städte und Kommunen eigene WLAN-Netze anbieten sollten. Fast ein Viertel der Befragten meint, dass Städte und Kommunen die Wirtschaft beim Ausbau von WLAN-Netzen unterstützen sollten. 13 Prozent sehen den WLAN-Ausbau als eine alleinige Angelegenheit der Wirtschaft und privater Anbieter.

Nur 7 Prozent wollen ihr eigenes WLAN »bestimmt« für andere Nutzer öffnen

Privatpersonen werden allerdings auf absehbare Zeit nicht zu den Treibern zählen. Vielen Befragten scheint die neue Situation noch nicht ganz geheuer zu sein: 35 Prozent können sich »bestimmt nicht« vorstellen, ihr WLAN anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen, 21 Prozent »wahrscheinlich nicht«. Immerhin 7 Prozent werden ihr WLAN »bestimmt« öffnen, 11 Prozent »wahrscheinlich«. eco-Vorstand Süme sieht die Ursache für die Zurückhaltung in erster Linie in der bisherigen Rechtslage in Deutschland: »WLAN-Anbieter waren in Deutschland jahrelang einem beträchtlichen Haftungsrisiko ausgesetzt. Gut möglich, dass viele nun erst einmal umdenken müssen und abwarten, wie sich die Neuregelungen in der Praxis auswirken.«

[1] »Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 20.05. und dem 23.05.2016 nahmen 2000 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).«
eco (www.eco.de) ist mit mehr als 900 Mitgliedsunternehmen der größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet der eco Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in Deutschland, fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte, formt Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige Internetthemen voran.

infografik eco offenes WLAN

 


 

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