Nachhaltigkeit im Betrieb: Tipps, wie Unternehmen »grüner« werden können

Illustration: Absmeier

Quelle: © ClipDealer

 

Anzeige

 

Viele Firmen haben mittlerweile erkannt, dass auch sie beim Klimaschutz gefragt sind. Ein grünes Engagement hat sogar Vorteile für das Unternehmen selbst. Warum sich Nachhaltigkeit in der Wirtschaft auszahlt, wie Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren und wie sie entstandene Schäden an der Betriebseinrichtung nachhaltiger beheben können, erklärt der folgende Beitrag.

 

Warum sich Umweltschutz lohnt

Nachhaltigkeit spielt in der Gesellschaft eine immer größere Rolle und auch in vielen Betrieben wird das Thema zunehmend relevanter. Eva Tkocz von der NÜRNBERGER Versicherung kennt die Vorteile für Unternehmen: »Durch nachhaltige Konzepte können Betriebsabläufe und Prozesse optimiert und vereinfacht werden. Das sorgt nicht nur für eine Entlastung der Mitarbeiter, sondern reduziert auch Kosten.« Außerdem tragen solche Maßnahmen zu einem positiven Image bei, was ein entscheidender Vorteil im Kampf um qualifizierte Fachkräfte sein kann. Wie eine Umfrage von Green Jobs zeigt, achtet ein Drittel der Arbeitnehmer bei der Berufswahl auf Nachhaltigkeit.

 

Energieeffizienz: ungenutztes Potenzial

Es gibt viele Stellschrauben, an denen Unternehmen drehen können, um nachhaltiger zu werden. »Eine Möglichkeit, die fast alle Betriebe haben, ist eine Erhöhung der Energieeffizienz«, so Tkocz. Hierfür sollten sie zunächst prüfen, wie viel Strom ihre Heizungsanlagen, die Beleuchtung, die Arbeitsplätze und Kühlräume, aber auch Druckluftanlagen sowie die gesamte IT verbrauchen. So bekommen sie einen Überblick über das vorhandene Einsparpotenzial. »Bei der Prüfung und Analyse kann auch ein Energieeffizienz-Berater unterstützen«, ergänzt die Expertin. Wer beispielsweise auf das richtige Beleuchtungskonzept setzt und auf LED-Beleuchtung umrüstet, kann in Handwerk, Gewerbe und Industrie die Energiekosten um bis zu 70 Prozent senken. Übrigens: Betriebe, die ihre Energiekosten reduzieren möchten, können finanzielle Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen.

 

Nachhaltigkeit muss nicht kompliziert sein

Mittlerweile gibt es für viele Produkte, die auch in Betrieben zum Einsatz kommen, nachhaltigere Alternativen. Beim Kauf von Druckerpapier, Toilettenpapier, Küchentüchern, Seife oder Reinigungsmitteln können Unternehmen beispielsweise auf das Umweltzeichen »Blauer Engel« achten. Darüber hinaus gibt Tkocz Firmen folgende Tipps, die sie schnell und unkompliziert umsetzen können: Ökostrom-Anbieter wählen, Mülltrennung einführen, doppelseitig drucken, regionale Lieferanten wählen und darauf achten, Verpackungsmaterialien zu reduzieren oder – wenn möglich – zu vermeiden. Auch die Förderung der E-Mobilität im Betrieb ist eine geeignete Maßnahme, etwa durch die Umstellung des Fuhrparks auf E-Transporter oder durch das Angebot von E-Diensträdern. »Prinzipiell sind Unternehmen natürlich auch auf die Unterstützung ihrer Mitarbeiter bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen angewiesen«, so die Expertin. »Deswegen ist es besonders wichtig, die Belegschaft frühzeitig mit ins Boot zu holen und für das Thema zu sensibilisieren.«

 

Nachhaltige Schadensregulierung

Die Umstellung auf nachhaltige Lösungen erfolgt in der Regel Schritt für Schritt und auf vielen Ebenen. Was viele nicht wissen: Auch Versicherungen können hierbei unterstützen. Die Geschäftsinhaltsversicherung der Nürnberger Versicherung deckt beispielsweise nach einem Schaden am Betriebsinventar die Mehrkosten ab, die bei einer Reparatur mit umweltfreundlichen Materialien, etwa schadstofffreien Mitteln, anfallen. Betriebe, die defekte Geräte im Schadenfall durch umweltfreundliche Wasser- und Energiespargeräte ersetzen, erhalten den Aufpreis ebenfalls erstattet. Tkocz rät Unternehmen außerdem zu einem umfassenden Versicherungsschutz, wenn sie für grüne Maßnahmen am Gebäude oder bei der Ausstattung Kapital aufwenden: »Investieren Unternehmen in eine Fotovoltaikanlage, eine neue Heizungsanlage oder eine neue IT-Anlage, sollten sie hierfür zusätzlich spezielle Versicherungen abschließen.«

 

Weitere Informationen unter www.nuernberger.de/gewerbe/inhaltsversicherung/.