Wo steht die Fertigungsindustrie hierzulande eigentlich, wenn es um das Thema KI-gestützte, autonome Produktion geht? Und wie werden in diesem Kontext KI-Agenten die Fertigung von Morgen verändern? Darüber haben wir auf der HANNOVER MESSE 2026 mit Jan Metzner von Amazon Web Services (AWS) gesprochen. Herausgekommen ist dieses knapp 2-minütige Videogespräch.

Wo steht die dt. Industriebranche bei der KI-gestützten Fertigung?
Also in der Fertigung sind heutzutage eigentlich alle Prozesse manuell programmiert, sowohl Roboter als auch die Sequenzierung von den Robotern, also die Positionen von den Robotern. Und die Zukunft, wenn nicht auch schon heute, wird zeigen, dass die Roboterpositionen, die Sequenzierung, aber auch die einzelnen Bewegungen der Roboter durch die KI optimiert und auch generiert werden. Das hilft, dass die Fertigung schneller wird, ich mehr produziere, mit weniger Robotern sogar.

Wie werden KI-Agenten die Fertigung von Morgen verändern?
In der Zukunft werden jede Teile der Fertigung eigene Agenten haben, die miteinander kommunizieren und sie austauschen, ob sie jetzt gerade produzieren können, welche Capabilities sie haben. Dadurch wird die Fertigung an sich modularer werden. Alle Agenten werden in der Cloud laufen und in der Cloud miteinander kommunizieren und über Services wie Amazon Bedrock mit der Fertigung lokal kommunizieren.
Amazon Bedrock hostet auch die Large Language Modelle (LLMs), die ja Basis für die Agenten sind. Wir haben über 100 Modelle. Wir können dann von der Preis-Performance die richtigen Modelle für den richtigen Use Case auswählen. Die Integration mit der Fertigung an sich passiert über sichere Kanäle und ich muss natürlich definieren, welcher Agent was machen kann. Aber dadurch habe ich immer noch die volle Kontrolle, was auf der Fertigung passiert, ohne dass ich alles einer KI komplett überlasse.