Arbeitsmarkt: Starke Nachfrage nach Arbeitskräften

https://de.statista.com/infografik/27707/arbeitskraeftenachfrage-nach-dem-ba-stellenindex/

 

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In der Bundesrepublik werden derzeit trotz Krise sehr viele Arbeitskräfte nachgefragt. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag im Mai auf dem Rekordwert von 139 Punkten und im Juli bei 134 Punkten. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von BA-Daten. Zu dem Höhenflug hätten im April das Ende der meisten Corona-Beschränkungen sowie die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt beigetragen, so die BA. Betroffen seien fast alle Branchen, besonders aber das Gastgewerbe.

Ein weiterer Grund für die hohe Nachfrage ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Laut einer Studie der BA aus dem Jahr 2020 wird sich das Erwerbspersonenpotential bis 2030 um 3,6 Millionen Personen verringern, da sich die Auswirkungen des demografischen Wandels immer stärker bemerkbar machen. Deutsche Unternehmen seien daher in immer stärkerem Maße aus Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.

Wie diese Statista-Infografik zeigt, können 51 Prozent aller für den DIHK-Fachkräftereport 2021 befragten Unternehmen offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden – das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der Vorjahreserhebung. Besonders groß sind die Probleme derzeit auf dem Bau, den höchsten Anstieg gegenüber 2020 verzeichnet dagegen die Industrie. Matthias Janson

 


 

Fachkräftemangel: 51 % aller Unternehmen finden keine passenden Arbeitskräfte

• Infografik: 51% aller Unternehmen finden keine passenden Arbeitskräfte | Statista

51 Prozent aller für den DIHK-Fachkräftereport 2021 befragten Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden – das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der Vorjahreserhebung. »Der Fachkräftemangel in den Betrieben ist zurück: schneller und in größerem Umfang als von vielen erwartet«: So fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Ergebnisse der Erhebung zusammen. Besonders groß sind die Probleme derzeit auf dem Bau, den höchsten Anstieg gegenüber 2020 verzeichnet die Industrie. Und der Fachkräftemangel ist nur eines von mehreren Problemen. Die deutsche Wirtschaftet leidet laut DIHK außerdem auch unter Knappheiten bei Rohstoffen und Vorprodukten sowie Lieferkettenproblemen. »Insgesamt liegt die Zahl der aktuell nicht besetzten Stellen dadurch wohl eher bei 1,7 bis 1,8 Millionen«, konkretisiert Dercks die Lage. »Das bremst die Wertschöpfung grob geschätzt um rund 90 Milliarden Euro – also circa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Damit erweist sich der Fachkräftemangel als enorme Wachstumsbremse.« Mathias Brandt