Für erfolgreiche Geschäftsentscheidungen muss die Datenqualität stimmen

Datenqualität und Datenmanagement

Wie sichern Verantwortliche die Qualität der eigenen Daten? Wie gewährleisten sie, dass diese aktuell und akkurat sind? Wie erfüllen sie rechtliche Vorschriften und Compliance-Anforderungen?

In fast jedem Unternehmen werden Entscheidungen basierend auf Daten getroffen oder zumindest sollten sie basierend darauf getroffen werden. Dies bedeutet, dass es sich hierbei um die wertvolle und erfolgsentscheidende Grundlage handelt. Daher muss die Qualität der Daten gewährleistet werden, denn sonst sorgt das Ergebnis nicht für den erhofften Erfolg. Schließlich möchten sich die Unternehmen mit der Analyse der vorhandenen Daten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Was ist das richtige Rezept in der heutigen Zeit?

Datendemokratie und Datenfreiheit sind die Erfolgsfaktoren, die die Geschicke der Unternehmen jetzt und in Zukunft maßgebend beeinflussen werden. Der Einsatz von Self-Service und natürlich die Daten selbst machen hierbei den Unterschied. Der Nutzer, der selbstständig mit den Daten arbeiten kann und dabei auf die verschiedensten Quellen zurückgreift, sichert dem Unternehmen den nötigen Mehrwert, um gegenüber den anderen Unternehmen die Nase vorne zu haben. Er kann die richtigen Fragen stellen und dementsprechend aufgrund seiner Vorauswahl der Daten auf die richtigen Quellen zurückgreifen. Diese Erkenntnisse kann er mit seinen Kollegen und Vorgesetzten teilen. Sein Erfolg hängt aber auch von den Daten und deren Qualität ab. Diese gilt es zu gewährleisten.

Mehr Daten, mehr Technologie, mehr Wettbewerb. Die Unternehmen stehen heutzutage unter einem enormen Erfolgsdruck. Durch Technologien wie das Internet ist der Wettbewerb gestiegen. Entscheidungen müssen schneller getroffen und Planungen effizienter vorbereitet werden. Immer mehr Unternehmen haben daher strukturelle und strategische Änderungen in den Geschäftsabläufen vorgenommen. Ein Beispiel ist der zunehmende Einsatz von Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets bei den Mitarbeitern. Somit kann jederzeit und überall auf die Informationen zu gegriffen werden. Diese Mobilität steht erst am Beginn seiner Entwicklung, denn in der Zukunft werden diese portablen Endgeräte die Geschäftswelt bestimmen.

Datenkontrolle sichern. Damit qualitative Daten ausgewertet und neue Technologien erfolgsversprechend eingesetzt werden, müssen gewisse Sicherheitsvorkehrungen zur Datenkontrolle umgesetzt werden. In diesen Prozess sollten auch die Führungskräfte eingebunden werden. Hier können dann Entscheidungen getroffen werden, welche Daten für wen zugänglich gemacht werden. Unternehmenssensible Angaben müssen ja nicht mit jedem Mitarbeiter geteilt werden und sorgen bei dessen Datenanalyse auch für keinen Mehrwert.

Bei der heutigen Datenkontrolle ist eine Gratwanderung zwischen dem Ermöglichen von der Self-Service-Analyse und dem Schutz sensibler Geschäftsinformationen erforderlich. Neben den eigenen Datenregelungen müssen die Verantwortlichen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen. In den meisten Ländern ist der Datenschutz vorgeschrieben. Außerdem werden zusätzliche Kontrollebenen auf Finanzdaten von Aktiengesellschaften sowie weiteren Schutzmaßnahmen im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich angewendet. Unternehmen müssen diese Kontrollebenen einhalten.

Speichersysteme vereinen. Unternehmen sammeln immer mehr Daten, speichern diese und wollen dann wichtige Erkenntnisse daraus gewinnen. Natürlich sind die Speichermethoden hierfür vielfältig und nicht jedes Unternehmen aktualisiert zu diesem Zweck seine Hardware. Dies bedeutet, dass es bisweilen sehr unterschiedliche Systeme gibt, wo die Daten hinterlegt werden. Und trotz der neueren cloudbasierten Lösungen werden die alten Speichersysteme nicht ganz verschwinden. Ein sicheres und effektives Verwaltungssystem für all die verschiedene Quellen und Formate, die die Daten des Unternehmens enthalten, sollte geschaffen werden. Daher ist es für die Geschäftsführungen und die IT-Abteilungen wichtig, beim Erstellen der Datenqualität eng zusammenzuarbeiten und die geeignetste Alternative zu finden und umzusetzen.

Vier Elemente für eine erfolgreiche Datenqualität. Für den Ausbau der eigenen Datenkontrollstrategie sind vier wesentliche Elemente wichtig. Sie sorgen für einen erfolgreichen Umgang mit den Daten. Denn nur eine präzise Datenerkenntnis steigert die Umsätze, reduziert die Betriebskosten und sorgt somit für ein besseres Geschäftsergebnis.

  • Das Team.
    Der Aufbau eines Teams sollte der erste Schritt zur Datenkontrolle sein. Dieses kleine Projektteam sollte IT-Mitarbeiter und Führungskräfte umfassen, um eine ausgeglichene Ansicht bezüglich der Anforderungen der Datennutzung, Datenkontrolle und des Self-Service zu gewährleisten. Zuerst sollte die aktuelle Nutzung der Datenanalyse geprüft und dann die notwendigen Prozesse definiert, formalisiert und implementiert werden.
  • Datenqualität.
    Eine Datenprüfung aller verwendeten Datenquellen soll Aufschluss darüber geben, wie aktuell die Angaben sind und inwiefern andere Varianten oder Versionen der Informationen vorhanden sind und genutzt werden. Der nächste Schritt wäre eine Dateninfrastruktur, die Konsolidierung ermöglicht und die Nutzer zu den für sie freigegebenen Daten führt, die aktuell und akkurat sind. Als nächster Schritt sollte noch einen Prozess für die Aufnahme neuer Datenquellen definiert werden, um sicherzustellen, dass Qualitätsstandards und Verfügbarkeitskriterien erfüllt werden.
  • Datensicherheit und Compliance.
    Eine effektive Datenklassifizierung dient als Schutz für Daten, die aus rechtlichen Gründen geschützt werden müssen. Durch Bereiche innerhalb des Netzwerkzugriffssystems lassen sich Single-Sign-on über Active Directory, SAML oder andere Lösungen einfacher verwalten.
    Schließlich sollte aufgrund der wachsenden Mobilität die passenden Rahmenbedingungen für Technologien und Trends wie BYOD (Bring Your Own Device) berücksichtigt werden.
  • Berichts- und Dashboard-Kontrolle.
    Für den Einsatz von Self-Service-Analysen sollten einfache Richtlinien darauf hinweisen, wie auf die richtigen Daten zugegriffen werden kann. Ein Prozess sollte geschaffen werden, damit Berichte und Dashboards geprüft und genehmigt werden können. Hilfreich wäre auch eine »Sandbox«, um Berichte zu testen und zu entwickeln. Der gesamte Ablauf sollte kommuniziert werden und Ansprechpartner aus der IT sowie dem Geschäftsbereich ernannt werden.

autor_henrik_joergensen

Henrik Jörgensen,
Country Manager Deutschland,
Österreich und Schweiz
bei Tableau Software

 

Titelbild: © Maksim Kabakou/shutterstock.com; Tableau Software

 

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