Heid Immobilienbewertung: Wie läuft die Online-Bewertung einer Immobilie ab?

Online Bewertungsplattformen sind beliebt und die Nutzung ist meistens kostenlos.
Bild: © unsplash.com, Alex Kotliarskyi

Es gibt ja verschiedene Lösungen, wenn es um die Wertermittlung einer Immobilie geht. Man kann einen Makler beauftragen, sich einen kompetenten Immobiliensachverständigen wie beispielsweise Heid Immobilienbewertung suchen und/oder eine Online-Bewertungsplattform nutzen. Während Makler und Sachverständiger in unterschiedlichem Umfang auf verfügbare Wertfaktoren zurückgreifen können, ist der Eigentümer bei einer Online-Plattform auf technische Lösungen angewiesen. Was passiert also, nachdem der Eigentümer einer Immobilie eine Online-Bewertungsplattform beauftragt hat?

Wozu dient eine Online-Immobilienbewertung?

Vor dem Verkauf oder Erwerb einer Immobilie ist es notwendig, den Wert von potenziellen Objekten zu kennen. Nur dann kann man nämlich einen realistischen Verkaufspreis festlegen bzw. ein adäquates Kaufangebot abgeben. Um einen ersten Hinweis zu erhalten, wie hoch der Verkehrswert letztlich sein könnte, muss man eine Wertermittlung vornehmen.

Eine sehr einfache Methode ist die Online-Immobilienbewertung, die anhand der vom Kunden eingegebenen Daten und durch Nutzung von IT-basierten Vergleichsverfahren einen annähernd zutreffenden Verkehrswert ermittelt. Wer eine präzisere Wertangabe wünscht, als weiterführende Maßnahme einen Immobilienmakler oder das Gutachten eines Immobiliensachverständigen beauftragen.

Wie läuft die Online Immobilienbewertung ab?

Die meist kostenlose Online-Bewertung ist vollständig automatisiert und arbeitet auf der Grundlage IT-basierter Lösungen und umfangreicher Datenbanken des jeweiligen Anbieters. Diese Software-Programme erlauben die Nutzung fundierter Echtzeitdaten aus der Immobilienmarktforschung. Mit ihrer Hilfe wird ein Verkehrswert der zu bewertenden Immobilie ermittelt.

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Bei der Online-Bewertung sucht die Bewertungsplattform in verschiedenen Datenbanken nach Vergleichsobjekten, die sich in der Umgebung des Objekts befinden. Um einen möglichst genauen Wert ermitteln zu können, werden hauptsächlich Immobilien herausgefiltert, die hinsichtlich ihrer Merkmale mit der zu bewertenden Immobilie vergleichbar sind. Je größer die Anzahl der in der Datenbank gespeicherten Vergleichsobjekte ist, desto exakter kann die vom System vorgenommene Wohnmarktanalyse sein. Je genauer diese ist, desto realistischer ist der ermittelte Immobilienwert. Meist erfolgt eine Online-Immobilienbewertung in drei Schritten:

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  1. Der Kunde beschreibt die Immobilie durch Angabe relevanter Eckdaten in einem Online-Formular.
  2. Die Bewertungsplattform führt eine Wohnmarktanalyse in Form eines Vergleichs der Immobilie mit ähnlichen Objekten in ähnlicher Lage und mit ähnlichen Merkmalen durch.
  3. Der Kunde erhält das Ergebnis der Wertermittlung vom Anbieter kostenlos via E-Mail zugesandt.

Wohnmarktanalyse als eine Basis der Immobilienbewertung

Der zu erzielende Preis für eine Immobilie ist letztlich immer abhängig vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Je mehr Interessenten es für eine bestimmte Anzahl von Immobilien gibt, desto stärker sind die Verkaufspreise unter Druck.

Eine Wohnmarktanalyse, von einer Software durchgeführt, nutzt aktuelle objekt- und adressbezogene Marktdaten, die durch Vernetzung mit einer Kaufpreisdatenbank zur Verfügung stehen. Zudem nehmen Online-Bewertungsplattformen Zugriff auf wissenschaftlich fundiertes Material, nutzen umfangreiches Kartenmaterial, etwa amtliche Flutkarten und haben darüber hinaus Zugang zu Grundbuchauszügen. Auch digitale Lösungen und Verfahren unterliegen deutscher Gesetzgebung und die entsprechende Software muss gesetzeskonform arbeiten.

Digitale Lösungen auch beim Immobiliensachverständigen

Die Digitalisierung macht auch vor den Türen langjähriger Immobilienexperten nicht Halt. Ohne den Zugriff auf entsprechende Datenbanken und die Nutzung digitaler Lösungen wäre die wichtige Arbeit von Immobiliensachverständigen André Heid heute nicht denkbar.

Alle wichtigen Daten rund um Infrastruktur und Marktlage werden bei einer Immobilienbewertung berücksichtig.
Bild: © unsplash.com, Arif Riyanto

Damit Sachverständige und Gutachter ihren Kunden im Rahmen einer professionellen Immobilienbewertung einen realistischen Verkehrswert nennen können, greifen sie einerseits auf durch die Digitalisierung zur Verfügung stehende Möglichkeiten wie Tools, Datenbanken und Softwareprogramme zurück. Andererseits verlassen sie sich aber auch auf ihre durch eine langjährige Tätigkeit erworbenen Fach- und Immobilienmarktkenntnisse.

Diese Kenntnisse versetzen sie in die Lage, bei einem Termin vor Ort auf Details zu achten, die einem Laien entgehen würden. Sie wissen, welche Fragen es hinsichtlich der Immobilienmerkmale zu beantworten gilt und können aufgrund ihrer Ausbildung, meist handelt es sich um Immobilienmakler, Immobilienfachwirte, Bankkaufleute oder Betriebswirte mit spezieller Weiterbildung. Aber auch Architekten, Ingenieure oder Statiker können als Sachverständige tätig sein. Prinzipiell ist der Begriff Sachverständiger durch deutsches Recht nicht geschützt.

Fazit – Online Immobilienbewertung bietet Hinweis auf möglichen Verkehrswert

Geht es um eine erste Information, wie viel die eigene Immobilie wert sein könnte, dann ist die Online Immobilienbewertung eine adäquate Lösung. Durch die Digitalisierung und den hohen Automatisierungsgrad der Bewertungsplattformen können solche Bewertungen dem Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die benötigten Eckdaten sind schnell ins Online-Formular eingetragen und Fragen zügig beantwortet. Je genauer die Antworten sind, desto effizienter kann das System der Bewertungsplattform arbeiten. Der zu einem realistischen Verkehrswert führende Schritt in Form eines Ortstermins ist bei der Online-Bewertung nicht möglich, was die Genauigkeit beim Ergebnis einschränkt. Als erster Anhaltspunkt in Sachen Wert ist die Online Immobilienbewertung aber eine sinnvolle Dienstleistung.