Wie funktionieren B2B-Online-Marktplätze?

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Der Onlinehandel gewinnt im B2B rasant an Fahrt. Auch mittlere und kleinere Unternehmen fragen sich, ob und wie sie ihren digitalen Vertrieb gestalten können. Neben der Möglichkeit, einen eigenen B2B-Onlineshop aufzubauen, können Unternehmen Waren auch auf Online-Marktplätzen verkaufen und kaufen. Doch wie funktionieren solche B2B-Marktplätze im Internet eigentlich? Die grundlegenden Prozesse sind nachfolgend in neun Punkten erklärt:

  1. Wie auf einem »echten« Markt lebt auch der B2B-Online-Marktplatz davon, dass viele Anbieter ihre Waren dort platzieren und viele Interessierte dort einkaufen. Die Marktplätze unterscheiden sich darin, auf welche Branchen sie sich fokussieren und in welchen Ländern sie agieren. Neben Generalisten gibt es auch viele spezielle Marktplatz-Anbieter.
  2. Für die Anmeldung auf einem Marktplatz müssen Unternehmen zunächst ihren Unternehmensstatus nachweisen. So stellen die Marktplatz-Betreiber sicher, dass ausschließlich gewerbliche Anbieter und Käufer auf dem B2B-Marktplatz aktiv sind und Endverbraucher nicht die Handelspreise einsehen können.
  3. Nach der Anmeldung können Unternehmen Produkte auf dem Online-Marktplatz einstellen (auch automatisiert über Schnittstellen) beziehungsweise nach Angeboten suchen.
  4. Wer welche Produkte ansehen kann, obliegt dem jeweiligen Betreiber der Seite. Einige Betreiber bieten an, dass Artikel nur für bestimmte Länder freigeschaltet sind. Teilweise können auch nur eingeladene Gäste per E-Mail-Link bestimmte Unterseiten sehen und so an dem jeweiligen Verkauf teilnehmen.
  5. Auch online wollen B2B-Unternehmen ihre Waren nicht zu Billigpreisen verschachern, sondern suchen nach Möglichkeiten ihre Marken zu inszenieren und hierüber deren Mehrwerte zu kommunizieren. Es gibt B2B-Marktplätze, auf denen individuelle Markenseiten eingerichtet werden können, so dass auch hierüber neue Marken eingeführt und bestehende ausgebaut werden können.
  6. Für den Verkauf gibt es meist verschiedene Möglichkeiten, ebenfalls abhängig von der Plattform: Entweder werden die Artikel zu festen Preisen angeboten, oder die Interessenten können an einer Auktion wie bei Ebay teilnehmen. Auch wie bei Ebay werden teils unterschiedliche Verkaufsmöglichkeiten auf einem Marktplatz angeboten.
  7. Um das wiederholte Ordern gleicher Artikel zu erleichtern, bieten viele Marktplätze Möglichkeiten, das Reordering über nur ein bis zwei Klicks zu steuern.
  8. Die Gebühren für den Betreiber des Marktplatzes und eventuell auch eine Versicherung werden ebenfalls von jedem Anbieter unterschiedlich erhoben. Einige erheben einen Jahresbeitrag bei der Anmeldung, andere berechnen ihre Gebühren dem Verkäufer nach dem erfolgreichen Warenverkauf.
  9. Ob und wie der Transport der Waren organisiert wird, hängt ebenfalls von der Plattform ab. Es ist, anders als im B2C, nicht durchgängig üblich, dass der Transport mitangeboten wird.
Informationen zum Online-Marktplatz unter www.stockondeals.com

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