Autonom fahrende Autos könnten Menschen glücklicher machen

  • Befragung von 5.000 Erwachsenen in fünf europäischen Ländern
  • Vier von fünf Interviewten würden entspannen und die Aussicht genießen
  • Viele Studien-Teilnehmer würden Zeit mit Freunden oder Familienmitgliedern nachholen, im Netz surfen oder essen
  • Eltern erhoffen sich Entlastung bezüglich des Fahrwegs zur Schule
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Foto: obs/Ford-Werke GmbH

Viele Menschen haben bereits konkrete Vorstellungen davon, wie autonom fahrende Autos ihren Alltag positiv beeinflussen könnten. Dies hat eine neue, von Ford in Auftrag gegebene Studie gezeigt, bei der rund 5.000 Erwachsene aus fünf europäischen Ländern interviewt worden waren [1]: Die meisten Befragten würden die Aussicht genießen oder ganz einfach entspannen (80 Prozent), telefonieren (72 Prozent) oder eine Mahlzeit zu sich nehmen (62 Prozent). Genannt wurde auch der Wunsch nach mehr Zeit für Freunde und Familie sowie die Gelegenheit, unterwegs im Netz surfen und gegebenenfalls sogar ein Nickerchen zu machen. Darüber hinaus erhoffen sich Eltern eine spürbare Entlastung auf dem Fahrweg zur Schule, 16 Prozent der befragten Eltern behaupteten sogar, sie würden ihre Kinder alleine in das autonom fahrende Auto einsteigen und zur Schule fahren lassen.

»Die Menschen beginnen darüber nachzudenken, was autonomes Fahren für ihr Leben bedeuten könnte«, sagt Thomas Lukaszewicz, Manager, Automated Driving, Ford of Europe.

»Angesichts der vielfältigen Herausforderungen im Alltag vernachlässigen viele von uns die notwendige Zeit für uns selbst und für unsere Lieben. Selbstfahrende Autos revolutionieren unsere Reisegewohnheiten und damit die Art und Weise, wie wir künftig leben«.

Lukaszewicz weiter: »Wir haben bereits Pläne zur Nutzung von autonomen Fahrzeugen für einen Ride-Sharing-Service in den USA im Jahr 2021 angekündigt. Nun ist es wichtig, dass wir unsere Tests auf Europa ausdehnen. Das stellt uns vor anspruchsvolle Herausforderungen: Die jeweilige Straßenverkehrsordnung variiert von Land zu Land, Verkehrszeichen und Straßenanordnungen sind unterschiedlich, Autofahrer müssen sich verstopfte Straßen oftmals mit Radfahrern und weiteren Verkehrsteilnehmern teilen«.

Im Durchschnitt verbringen europäische Fahrer bis zu zehn Tage pro Jahr in ihren Autos [2]. Eine frühere Umfrage zeigte bereits, dass viele Menschen in Großstädten das tägliche Pendeln stressiger finden als ihre eigentliche Arbeit [3]. In dieser letzten Umfrage war bereits ein zunehmender Wunsch nach autonomen Fahrzeugen erkennbar, insbesondere mit Blick auf Feiern, Ausgehen und nachfolgendem Autofahren. Nahezu die Hälfte der seinerzeit Befragten glaubte in diesem Zusammenhang, dass autonome Fahrzeuge sicherer wären.

Intelligentes Fahren: ohne Rechenzentren ausgebremst

Die EU-Kommission hat ihre Strategie für kooperative und intelligente Transportsysteme vorgestellt, die einheitliche Standards und ein koordiniertes Vorgehen in den Mitgliedsstaaten vorsieht, um bis zum Jahr 2019 intelligente und vernetzte Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Der Branchenverband Bitkom sieht darin einen wichtigen Schritt, fordert aber gleichzeitig, dass Europa seine Anstrengungen bei der vernetzten Mobilität deutlich erhöhen muss, um diesen Zukunftsmarkt für sich zu gewinnen. Die Akzeptanz intelligenter Fahrzeuge ist laut Bitkom hoch: Laut einer Umfrage würden 7 von 10 Autofahrern in bestimmten Situationen die Kontrolle an einen Autopiloten im Fahrzeug abgeben.

Donald Badoux, Geschäftsführer von Equinix Deutschland, sieht freilich nicht nur die Automobilbranche gefordert:

»Bewahrheiten sich die Prognosen der EU und der Branche, heißt das so viel wie: Ohne Rechenzentrum fährt in Zukunft kaum ein Auto mehr. Denn intelligente Transportsysteme sind nur vordergründig allein von entsprechenden Sensoren und Computing-Einheiten in einem Fahrzeug abhängig. Ebenso unverzichtbar ist ein Framework aus lokalen Erfassungspunkten, schnellen Kommunikationsverbindungen, Konsolidierungsapplikationen und optimal miteinander vernetzten Analytik-Services aus der Cloud.

Für eine adäquate Qualität und Leistung dieses Frameworks sowie eine hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Transfer der Daten wird zwingend eine Plattform benötigt, die es erlaubt, Cloud- und Fog-Knoten am Netzwerkrand für die Verbindung mit Tausenden an Endgeräten und Sensoren zu etablieren und gleichzeitig die Konnektivität zu den zentralen Backends mit hoher Bandbreite sicherzustellen. Und diese Plattform können nur hochleistungsfähige Rechenzentrumsinfrastrukturen mit einem umfangreichen Netzwerkangebot bieten, die in der Lage sind, komplette Regionen in Gänze abzudecken.«

[1] Die Umfrage wurde im Ford-Auftrag von Penn Schoen Berland im November 2016 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien realisiert.
[2] https://ots.de/RGxVI
[3] Umfrage für Ford, von der Firma Opinion Matters im April 2015 realisiert. Details unter https://ots.de/2v2N3

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