CeBIT 2016: Digitalisierung »vom Acker auf den Teller«

  • Ackersensoren bestimmen richtigen Zeitpunkt zum Säen, Düngen, Ernten.
  • Schlaue Straßenlaternen erkennen Lkw und verbessern Logistik.
  • Intelligente Maschinen verhindern Ausfälle bei der Lebensmittelproduktion.
  • Vernetzte Mülltonnen bitten selbstständig um Leerung.

infografik deutsche telekom vom acker auf den teller

Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss Geschäftsprozesse beschleunigen, Ausfallzeiten minimieren und Ressourcen optimal nutzen. Ohne digitale Unterstützung geht das nicht. »In Zukunft dreht sich alles um die Echtzeitverarbeitung immer dichterer Datenströme aus verschiedenen Quellen«, sagt Anette Bronder, Geschäftsführerin Digital Division der T-Systems. »Schnelle Netze, intelligente Datenanalyse-Tools und sichere Cloud-Plattformen sind der Schlüssel dazu. All das gibt es bei der Telekom.« Auf der CeBIT 2016 zeigt der Konzern anschaulich am Beispiel der Lebensmittelindustrie, wie moderne IT Industrieprozesse revolutioniert.

 

Sensoren erleichtern Logistikabläufe

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Die Digitalisierung beginnt schon am Hafen, wo Lebensmittel oder Saatgut in vernetzten Containern ankommen. Über GPS-Technologie teilen sie dem Hafenbetreiber in Echtzeit ihre Position mit, gleichzeitig messen Sensoren die Position, Beschleunigung, Erschütterung oder Öffnung des Containers. So lässt sich die Qualität der Ware jederzeit prüfen und Logistikprozesse an Umschlagplätzen optimieren. Nicht alle Lkw und Container haben Kommunikationsmodule an Bord – hier kommen die »Smart Lights« zum Einsatz: Mit Sensoren ausgestattete Straßenlaternen registrieren nicht digitalisierte Lkw auf dem Hafengelände und melden sie beim Disponenten an. Der hat nun den Gesamtüberblick und weist allen Lkw Routen, Fahrtzeiten oder freie Parkplätze zu. So lassen sich Stau und Wartezeiten vermeiden und das Saatgut termingerecht abliefern.

 

Acker an Mähdrescher, bitte kommen!

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Auf dem Feld angekommen helfen Ackersensoren, den richtigen Zeitpunkt fürs Säen, Düngen und Wässern zu finden. Die Sensoren erfassen relevante Umgebungsinformationen, wie Sonnenscheindauer oder Feuchtigkeit des Bodens bis zu 40 cm in der Tiefe, und senden sie in Echtzeit in die Cloud. Dort werden die Daten unmittelbar verarbeitet und zurück an Landwirt und GPS-gesteuerte Maschinen gesendet, die teilautomatisiert und zentimetergenau reagieren. Kein Quadratmeter wird doppelt bearbeitet. Der Landwirt spart wertvolle Ressourcen und Arbeitszeit. Moderne Technik schützt auch die Tierwelt: Drohnen mit Wärmekameras spüren Rehe oder Hasen im Feld auf und warnen, bevor Tiere und damit auch die Ernte zu Schaden kommen.

Im nächsten Schritt geht es um die Verarbeitung der Ernte in der Fabrik. Hier darf die Kühl- oder Wärmekette nicht unterbrochen werden, sonst sind unter Umständen ganze Lebensmittelchargen unbrauchbar. Lösungen zur vorbeugenden Wartung (Predictive Maintenance), sorgen dafür, dass Maschinen ihre Zustandsdaten permanent übermitteln, so dass sich Wartungsintervalle nachhalten und Unregelmäßigkeiten schnell erkennen lassen. Von der Fabrik geht es in die Großküche, wo frische Lebensmittel zu einem fertigen Gericht verarbeitet werden, das der Caterer an Kindergärten oder Seniorenheime liefert. Dabei muss er darauf achten, dass die Temperatur eines warmen Essens 68 Grad nicht unterschreitet, sonst besteht Keimgefahr. Intelligente Transportbehälter helfen, die Temperatur zu überwachen und heizen bei Bedarf nach.

 

Bedarfsgesteuerte Müllentsorgung

Auch die beste Verarbeitungskette kann nicht verhindern, dass Reste oder Zwischenabfälle im Müll landen. Und beim Entsorger besteht ebenfalls Digitalisierungspotenzial: Mit Sensoren ausgestattete Mülltonnen erkennen ihren Füllstand und melden sich bei ihrem Entsorger, wenn sie voll sind. Sind alle Tonnen in einem Gebiet mit der Technik ausgestattet, lassen sich die Routen der Müllabfuhr optimieren – das spart Sprit, Arbeitszeit und Geld. Anwohner zahlen nur für tatsächlich durchgeführte Leerungen.

Die Tonnen kommunizieren im Narrow Band Internet of Things (NB-IoT), einer mobilfunkgestützten IoT-Technologie. NB-IoT bietet eine breite Palette an Vorteilen für IoT-Anwendungen, wie niedrige Datenraten, lange Akkulaufzeiten und lange unbeaufsichtigte Betriebszeiten.

 

Das beste Netz für IoT

Als erstes Kommunikationsunternehmen hat die Telekom ihr Netz fit für das NB-IoT gemacht. Bereits Ende 2015 startete der Konzern mit dem Partner Huawei einen Feldversuch, um die Leistungsfähigkeit der IoT-Technologie zu beweisen. Dabei wurden die Basisstationen des Netzes über Software-Upgrades NB-IoT-kompatibel gemacht. NB-IoT ermöglicht den Netzbetrieb in einem Spektrum von nur 200 kHz und erzielt einen Versorgungsgewinn von 20 dB im Vergleich zu bestehenden mobilfunkgestützten Lösungen.

Die Telekom will Standards für das Internet der Dinge vorantreiben und arbeitet dazu eng mit Partnern in Industriekonsortien zusammen, wie dem 3rd Generation Partnership Project oder der GSM Association. Auch mit Mobilfunk- und Festnetzallianzen wie »ngena« (Next Generation Enterprise Network Alliance) und Freemove bereitet die Telekom den Weg für eine länderübergreifende Netzversorgung, die die Bedarfe der digitalen Welt von morgen deckt. Zudem arbeitet der Konzern mit Hochdruck am neuen Mobilfunkstandard 5G, der 2020 für erste Netzabschnitte bereitstehen soll.

 

Erleben Sie Produkte und Dienstleistungen während der CeBIT in Hannover vom 14. bis 18. März live auf dem Stand der Deutschen Telekom in Halle 4, Stand C38. In Talk-Formaten berichten Lenker und Denker der Digitalisierung über ihre Erfahrungen in der Praxis. Das Programm finden Sie unter: https://transforum.telekom.com.

Der gesamte Messeauftritt der Deutschen Telekom ist klimaneutral: Alle CO2-Emissionen aus dem Aufbau und Betrieb des Standes werden zu 100 Prozent mit Projekten zur CO2-Reduktion im Ausland kompensiert.

foto deutsche telekom cebit 2016

Foto: Deutsche Telekom