Die Collaboration-Trends 2019

KI wird integraler Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes. Data-Driven Process Automation steht in den Startlöchern. Der digitale Arbeitsplatz erweitert sich auf die Firstline Worker.

Illustration: Absmeier, Hassan

Campana & Schott hat die wichtigsten Collaboration-Trends für das kommende Jahr ermittelt. Dazu gehören der Einsatz von künstlicher Intelligenz, personalisierte Lösungen und Business Process Automation am digitalen Arbeitsplatz sowie Mixed Reality in Kundenservice und Produktion.

 

Künstliche Intelligenz

Virtuelle Assistenten wie Chatbots sind erst der Anfang. Denn künstliche Intelligenz (KI) wird in Zukunft immer stärker zum integralen Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes. Schon in absehbarer Zeit unterstützen viele kleine und flexible KI-Dienste tägliche Abläufe. Zum Beispiel tragen sie Aufgaben und Termine aus E-Mails in entsprechende Aufgabenlisten und Kalender ein. Sie übersetzen gesprochene und geschriebene Sprache oder protokollieren in Audio-Konferenzen das Gesagte mit. Anschließend lassen sich die Inhalte über die Suchfunktion finden. Durch solche und ähnliche praktische Anwendungen erleichtern KI-Systeme den Büroalltag deutlich.

 

Personalisierung

Die Personalisierung des digitalen Arbeitsplatzes auf den einzelnen Mitarbeiter schreitet weiter voran. Einerseits, indem Mitarbeitern personalisiert und kontextabhängig Inhalte auf Basis intelligenter Algorithmen angezeigt werden. Andererseits kann der Mitarbeiter zunehmend selbst entscheiden, mit welchem User Interface er mobil oder via Desktop auf die Inhalte zugreift. Dies steigert deutlich die Effizienz seiner Arbeitsprozesse.

 

Automatisierung

Unternehmen streben danach, manuelle Routine-Aufgaben möglichst umfassend durch automatisierte Abläufe zu ersetzen. Auch im Rahmen des digitalen Arbeitsplatzes steht die nächste Generation von Business Process Automation (BPA) unmittelbar bevor. So können Fachabteilungen spezifische Anwendungen und Lösungen praktisch ohne Programmierung bereitstellen und dabei sowohl KI-Services als auch Systeme von Drittanbietern integrieren. BPA funktioniert dabei zunehmend datenbasiert: Geschäftsprozesse werden also durch Daten statt manuell gestartet. Dies treibt die Automatisierung des gesamten Business weiter voran.

 

Firstline Worker

War das ThemadDigitaler Arbeitsplatz bislang eher auf »Büroarbeitsplätze« (White Collar Worker) ausgerichtet, wird nun verstärkt die Inkludierung von »Firstline Workern« (Shop Floor, Production, Service) in die Unternehmenskommunikation und Unternehmenskollaboration angestrebt. Die Firstline Worker erhalten dafür künftig spezielle Funktionen, die auf ihren Bedarf zugeschnitten sind und sie besser in das unternehmensweite Arbeitsumfeld einbinden. Das fördert nicht nur die Zusammenarbeit über alle Bereiche, sondern auch die Verbreitung einer gemeinsamen Unternehmenskultur. Darüber hinaus werden hier in Zukunft verstärkt Mixed-Reality-Anwendungen zum Einsatz kommen, die vor Ort im Kundenservice eingesetzt werden und es erlauben, Experten remote zuzuschalten und somit Informationen für eine schnellere Reparatur oder Wartung zu erhalten.

 

»Die Geschwindigkeit der Technologieentwicklung für den digitalen Arbeitsplatz ist weiterhin sehr hoch. Unternehmen bietet dies vielfältige Potenziale, stellt sie aber gerade in Bezug auf IT-Sicherheit und IT-Management vor große Herausforderungen«, erklärt Boris Ovcak, Director Social Collaboration bei Campana & Schott. »Die Adaption der neuen Arbeitsweisen und Technologien durch die Mitarbeiter ist kein Selbstläufer: es bedarf nutzenstiftender Anwendungsszenarien und einer aktiven Begleitung der Veränderung.«

 

 
Start der 4. Deutschen Social Collaboration Studie
Die Art und Weise, wie Menschen in Unternehmen zusammenarbeiten, und welchen Einfluss die Unternehmenskultur auf die Innovationskraft von Unternehmen hat, untersucht derzeit erneut die Deutsche Social Collaboration Studie der TU Darmstadt und Campana & Schott. Nachdem 2018 erstmals digitale Formen der Zusammenarbeit die analogen übertroffen haben, überprüft die vierte Ausgabe der Studie, ob sich dieser Trend weiter fortsetzt. Daneben stehen der Praxiseinsatz von KI und die Zusammenarbeit von White Collar & Firstline Workern besonders im Fokus. Dabei wird erstmals ein Experiment zur Interaktion mit einem Chatbot in die Befragung integriert. Eine Teilnahme ist noch bis zum 18. Januar 2019 möglich.
Weitere Informationen unter http://www.collaboration-studie.de

 

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