Die größten Ärgernisse bei der Paketzustellung für die Verbraucher

Je näher es Richtung Weihnachten geht, desto mehr Pakete sind auf dem Weg zu ihren Bestellern. Dass bei diesem Aufkommen nicht alles reibungslos läuft, ist zu erwarten. Am häufigsten ärgern sich die Deutsche darüber, wenn das Paket beim Nachbarn abgegeben wird, obwohl der Empfänger eigentlich zu Hause ist. Für jeden Dritten (30 Prozent) ist das eines der drei größten Ärgernisse. Rund jeder Vierte (27 Prozent) ärgert sich besonders darüber, wenn der Paketzusteller bei einem erfolglosen Zustellversuch keine Benachrichtigungskarte hinterlässt. Für jeden Fünften (22 Prozent) zählen Beschädigungen des Paketinhalts zu den drei größten Ärgernissen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage [1].

Ärgernisse unterscheiden sich in der Stadt und auf dem Land

Für Konsumenten, die in ländlichen Region wohnen, sind beschädigte Paketinhalte das größte Ärgernis (27 Prozent). Erst danach folgen die Abgabe von Paketen beim Nachbarn obwohl der Empfänger zu Hause ist (25 Prozent) und die fehlende Benachrichtigungskarte (23 Prozent) – die beiden Top-Ärgernisse für Konsumenten, die in Städten oder Vorstädten wohnen. Konsumenten, die auf dem Land wohnen, ärgern sich häufiger darüber, dass Pakete mit hochwertigem Inhalt einfach vor der Türe abgestellt werden (23 Prozent) als Städter (17 Prozent) und Vorstädter (20 Prozent). Auch ärgern sich die Befragten mit einem ländlichen Wohnumfeld häufiger darüber, dass der Paketzusteller kein deutsch spricht.

Für Städter und Vorstädter sind dagegen die Abholung von Paketen nach erfolglosen Zustellversuchen häufiger Anlass für Verärgerung als für Landbewohner: Für knapp jeden fünften Städter (19 Prozent) und Vorstädter (18 Prozent) ist die Abgabe des Pakets an einem weit entfernten Abholort eines der größten Ärgernisse (Land: 13 Prozent). Und jeder sechste Konsument, der in der Stadt (16 Prozent) beziehungsweise in der Vorstadt (18 Prozent) wohnt, ärgert sich, wenn das Paket erst zeitverzögert (also etwa am nächsten Tag) abgeholt werden kann (Land: 10 Prozent).

https://yougov.de/news/2018/12/12/wenn-das-paket-beim-nachbarn-abgegeben-wird-obwohl/

 

[1] Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.136 Personen ab 18 Jahren vom 16.-20. November 2018 repräsentativ befragt.

 


 

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Rekordgewinn für Amazon

Einen Rekordgewinn von rund 2,9 Milliarden US-Dollar hat Amazon im zweiten Quartal 2018 eingefahren, das entspricht einem Plus von über 1.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den wohl wichtigsten Beitrag zur guten Entwicklung der Geschäftszahlen in den letzten Quartalen hat das Cloud-Angebot des Unternehmens geleistet. Der operative Gewinn der Sparte beläuft sich für den Zeitraum von Juli bis September auf 2.077 Millionen US-Dollar. Trotzdem reagierten die Anleger enttäuscht, da Analysten noch bessere Zahlen erwartet hatten – die Aktie gab nachbörslich zwischenzeitlich um über sieben Prozent nach. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/1568/amazons-quartalsergebnisse/

https://de.statista.com/infografik/1568/amazons-quartalsergebnisse/

 


 

Amazon diktiert die Wertschöpfungskette

Wettbewerbern aus unterschiedlichen Bereichen wird Zugang und Positionierung am Markt erschwert.

Illustration: Absmeier, Kellepics

Neben der stetigen Ausweitung des Handelsportfolios stößt Amazon strategisch weiter in neue Geschäftsfelder vor und baut somit sein Ökosystem aus. Ein Ende der Expansion ist nicht in Sicht. Das zeigt die neue Studie »Amazonisierung des Konsums«, für die das IFH Köln unter anderem eine Desk Research zu Amazons Service- und Technologieportfolio durchgeführt und systematisch analysiert hat.

»Amazon denkt nicht in einzelnen Services und Produkten, sondern hat die Kunden im Blick. Alle Initiativen und der generierte Umsatz werden daher nur ganzheitlich betrachtet. Investitionen werden aus diesem Grund auch nie kurzfristig bewertet, sondern mit Blick in die Zukunft und auf den Gesamtmarkt, wie aktuell das Beispiel ›Alexa‹ zeigt. Diese Denkweise fehlt vielen anderen Unternehmen häufig«, weiß Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH Köln.

»Alexa, wo darf ich dich als Nächstes implementieren?«

Durch die Öffnung der eigenen Technologien und Services für Dritte breitet Amazon seine Vormachtstellung im Hintergrund schrittweise aus. Dabei ist das Unternehmen schon wesentlich weiter fortgeschritten, als man auf den ersten Blick annehmen könnte, wie das Thema »Sprachsteuerung« verdeutlicht. So bieten bereits 73 Prozent der Topunterhaltungselektronikhersteller Alexa-kompatible Produkte an. Außerdem planen 40 Prozent der Topautomobilhersteller eine Integration des Sprachassistenten in ihre Fahrzeuge.

Engmaschiges Infrastrukturnetz sorgt für Reinvestitionskapital

Wachstum und Vernetzung stehen stets im Fokus aller Amazon-Initiativen. Das ursprüngliche Handelsgeschäft profitiert zudem von Amazon Web Services, einer Plattform für Cloud-Services, als stiller Finanzierungsquelle. Netflix und Spotify sind nur zwei namenhafte Kunden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Das Unternehmen generiert somit in allen Branchen einen beachtlichen Teil der Umsätze, ob direkt oder indirekt. Durch weitere strategische Reinvestitionen in profitable Geschäftsfelder wird das Infrastrukturnetz engmaschiger, wodurch auch der skalierbare Umsatzanteil steigt.

»Bestes Beispiel ist Amazons Logistikstrategie, sei es die Intralogistik in den eigenen Logistikzentren, die Paketzustellung oder die letzte Meile. Für jeden Bereich existiert eine eigene Lösung oder ein eigenes Angebot auf dem Markt. Das Unternehmen verbannt so die originären Dienstleister und sichert sich immer mehr Kontrolle über die gesamte Logistikkette und kommt schneller zu den Kunden«, so Carolin Leyendecker, Projektmanagerin am IFH Köln.

 

[1] Mit der Studie »Amazonisierung des Konsums« nimmt das IFH Köln Amazon als Infrastruktur des Konsums detailliert unter die Lupe. Basis dafür sind eine Marktdatenberechnung, Onlinebefragungen von ca. 35.000 Konsumenten, eine Analyse der Bestellhistorien von 200 repräsentativ ausgewählten Amazon-Kunden sowie eine umfangreiche Desk Research zu Amazons Service- und Technologieportfolio. Die Studie liefert damit:
  • Exklusive Marktzahlen zu Amazon – differenziert nach Eigenhandel und Marktplatzumsatz sowie nach Branchen
  • Tiefe Einblicke in Kundenentwicklung und Kauf- und Nutzungsverhalten bei Amazon – auch im Benchmark zu anderen Top-Online-Shops
  • Insights in das Service- und Technologieportfolio von Amazon
  • Implikationen und Handlungsoptionen für Händler und Hersteller
Die Studie kann über den IFH-Shop bestellt werden: www.ifhshop.de/amazonisierung
Management Summary gibt es nach Registrierung hier:
https://www.ifhkoeln.de/nc/downloadbereich/?tx_hmifhdownloads_registration%5Bcontroller%5D=Registration&tx_hmifhdownloads_registration%5Baction%5D=new&tx_hmifhdownloads_registration%5Bdownload%5D=284&cHash=fa2d4fc0bb34b4b48aaaf736470243ac

 

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