Eisiger Winter: Auch Elektrogeräte leiden unter dem Kälteeinbruch

Datenretter warnt vor den Gefahren des Winters für Smartphone, Tablet & Co.

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Schnee, Eis, Sturmböen und frostige Temperaturen prägen in diesem Januar das Wetter in Deutschland. Während sich Kinder und Wintersportler nach der schneearmen Weihnachtszeit über den Kälteeinbruch freuen, bringen Glätte und Schnee aber auch einige ärgerliche Konsequenzen mit sich: Staus und Chaos auf vereisten Straßen gehören genauso zu den typischen Nebenwirkungen des Winters wie Verspätungen im Nahverkehr. Aber auch elektronische Geräte, vom Smartphone bis zum Notebook, leiden unter Kälte und Feuchtigkeit. Die Datenrettungs-Experten von Kroll Ontrack zeigen die größten Gefahren für unsere technischen Begleiter auf und geben Tipps, wie man sie am besten vor Schäden schützen kann.

Kälte und Temperaturschwankungen

Akkus entladen sich bei Kälte schneller. Das kann man aktuell insbesondere dann beobachten, wenn man sein Smartphone im Freien verwendet. Zu große Kälteeinwirkung ist für jeden Akku tödlich: Denn je kälter ein Akku wird, desto weiter sinkt seine Kapazität. Deshalb sollte man Geräte wie Tablets, mobile Festplatten oder Notebooks im Winter nur im absoluten Notfall der Kälte aussetzen und keinesfalls über Nacht im Auto lagern. Bei längerem Aufenthalt in der Kälte kann es zu einer Komplettentladung kommen, was schlimmstenfalls zum Datenverlust führt. Um dies zu vermeiden, sollte man mobile Endgeräte bei niedrigen Temperaturen möglichst warm, am besten in einer gut gepolsterten Tasche, transportieren – aber nicht zu nah am Körper, da sonst zu viel Feuchtigkeit droht.

Auch durch zu große Temperaturschwankungen kann Feuchtigkeit in Geräte gelangen und dort großen Schaden anrichten. Bringt man ein Gerät, das nach längerem Transport durch die Kälte auf Umgebungstemperatur abgekühlt ist, in einen beheizten Raum, so kondensiert die Raumfeuchtigkeit an den kühlen Oberflächen im Gerät. Besonders dem empfindlichen Innenleben von Festplatten bekommt das Kondenswasser nicht gut: Wassertropfen können hier einen Head-Crash verursachen, bei dem gespeicherte Daten verloren gehen. Bei Geräten mit Flash-Speichern wie Smartphones und Tablets kann die Feuchtigkeit Probleme mit der Elektronik und Kurzschlüsse auslösen und damit ebenso zum Verlust von Daten führen.

Um diese Probleme zu vermeiden, sollten stark ausgekühlte Geräte daher in einem beheizten Raum nicht sofort wieder in Betrieb genommen werden. Besser ist hier, eine gewisse Akklimatisierungszeit einzuplanen, damit etwaiges Kondenswasser wieder verdunsten kann.

Schnee und Glatteis

Rutscht einem das Smartphone im Winter aus der Hand, landet es im Schnee zwar weich. Jedoch kann hierbei schnell Schmelzwasser in die Elektronik eindringen, da das Gerät meist wärmer ist als der Schnee. Ein feucht gewordenes Gerät sollte man auf keinen Fall sofort wieder in Betrieb nehmen. Auch einen Föhn zur Trocknung zur Hilfe zu nehmen, ist nicht empfehlenswert, denn dieser könnte das Wasser noch weiter in bisher unbeschädigte Bereiche des Gerätes hineinblasen oder mit zu heißer Luft direkte Hitzeschäden an den Komponenten und den Lötstellen verursachen. Um den Schaden nicht noch zu verschlimmern, ist es besser, den Akku – falls möglich – herauszunehmen und Gerät und Akku trocknen zu lassen, bevor man das Gerät wieder in Betrieb nimmt.

Auch dem Glatteis fallen Fußgänger mit ihren mobilen Endgeräten immer wieder zum Opfer: Schneller als man denkt, ist man auf einem glatten Gehweg ausgerutscht, das Gerät rutscht aus der Hand und schlägt auf dem harten Boden auf. Wenn nach dem Aufprall das Smartphone keine Daten mehr anzeigt oder das Notebook klackernde Geräusche macht, sollte man keinesfalls versuchen das Gerät mit Do-it-yourself-Maßnahmen zu retten. Im Zweifelsfall können eigene Rettungsversuche betroffene Daten noch weiter beschädigen – manchmal sogar unwiederbringlich. Daher ist es immer besser, einen Experten hinzuzuziehen.


 

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