Neue Preis- und Lizenzierungsmodelle transformieren den Enterprise-Software-Markt

Manche Softwarehersteller profitieren, andere passen sich nicht schnell genug an – eine Umwälzung des Marktes scheint möglich.

Ein Anbieter von Lösungen für Software-Lizenzierung, Compliance, Security und Installation für Softwarehersteller und Unternehmen hat die neue Studie »Software Licensing 2016: Seismic Shifts – Shaky Foundations« veröffentlicht [1]. Diese zeigt: Dem Markt für Enterprise Software steht eine massive Umwälzung bevor. Grund dafür sind neue Preis- und Lizenzierungsmodelle, die bestimmen, wie Software in Zukunft gekauft und verkauft wird. Getrieben wird diese Entwicklung durch eine veränderte Nachfrage auf Kundenseite sowie durch den schnellen technologischen Wandel. Einige Softwarehersteller sind bereits gut aufgestellt, andere Anbieter laufen Gefahr den Anschluss zu verpassen.

grafik flexera preismodelle

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Rückgang unbefristeter Lizenzen – Lediglich 43 % der befragten Hersteller geben an, mit unbefristeten Lizenzmodellen die Hälfte oder mehr ihres Umsatzes zu erzielen.
  • Installation: Bei 36 % der befragten Anbieter wird weniger als die Hälfte der Software auf herkömmlichen Weg installiert.
  • Grundlegender Wandel – Eine deutliche Mehrheit (70 %) der befragten Softwarehersteller plant in den nächsten zwei Jahren eine Umstellung ihrer Preis- und Lizenzierungsmodelle. Gründe hierfür sind Umsatzsteigerung, Wettbewerbsvorteile und die Verbesserung der Kundenbeziehung.
  • Neue Technologien – Softwareanbieter planen, ihre Lizenzierung in den nächsten zwei Jahren so umzugestalten, dass sie neue Technologien unterstützt. Dazu zählen Cloud (49 % der Hersteller), SaaS (46 %), Virtualisierung (47 %) und mobile Plattformen (55 %).
  • Mangelnde Initiative? – 73 % der Hersteller sind von der Effektivität ihrer bestehenden Preis- und Lizenzierungsmodelle überzeugt. Doch etwa die Hälfte (51 %) von ihnen erfasst das Nutzungsverhalten ihrer Kunden nicht. 55 % nutzen keine Technologie, um zu überprüfen, welche Anwendungen, Versionen oder Plattformen von Kunden genutzt werden. Audits werden nur von 55 % der Unternehmen durchgeführt. Gleichzeitig geben 42 % der befragten Hersteller an, dass bei ihren Kunden oft Unsicherheit herrscht, welche Anwendungen sie berechtigt sind zu nutzen.

grafik flexera lizenzierungsmodelle

»Unternehmen definieren für sich gerade neu, wie sie ihre Business Software bezahlen wollen und welches Lizenzmodell sie bevorzugen. Zudem macht der schnelle technologische Wandel viele herkömmliche Preis- und Lizenzmodelle überflüssig«, erklärt R »Ray« Wang, Principal Analyst und Gründer von Constellation Research. »Softwarehersteller können hier geschickt und proaktiv handeln und diese tiefgreifende Veränderung als Chance wahrnehmen, flexible Geschäftsmodelle einzuführen, Marktanteile zu gewinnen und neue Einkommensströme zu generieren.«

»Der Report verdeutlicht die Fluidität des Softwaremarkts und wie schnell sich die Präferenzen der Kunden hinsichtlich Kauf- und Verkaufsmodellen ändert«, so Steve Schmidt, Vice President of Corporate Development bei Flexera Software. »Um in diesem Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Softwarehersteller agile Strategien für die Monetarisierung entwickeln und automatisierte Lösungen einführen, die unterschiedliche Preis- und Lizenzierungsmodelle flexibel unterstützen. Wie die Ergebnisse des Reports zeigen, sind viele Anbieter für diesen Wandel noch nicht genug vorbereit – und laufen damit Gefahr ins Hintertreffen zu geraten.«

[1] Studie von Flexera Software Licensing 2016: Seismic Shifts – Shaky Foundations

infografik flexera software lizenzierung


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