Studie: DevOps in Deutschland meist als Service mit Support genutzt

illu (c) absmeier devops

Tipps zur erfolgreichen Einführung von DevOps-Initiativen.

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen lagert den Transformationsprozess zur Nutzung von DevOps-Praktiken aus. Dies zeigt eine Studie von TNS, die im Auftrag von Rackspace durchgeführt wurde [1]. Demnach vertrauen bereits 70 Prozent der Befragten, die DevOps-Konzepte implementiert oder geplant haben, auf externen Support. Der wichtigste Grund dafür liegt in den geringeren Kosten. Zudem müssen sich die Unternehmen nicht mehr um die Umgestaltung ihrer Infrastruktur kümmern, sondern können sich auf die Berücksichtigung des Kunden-Feedbacks bei der Entwicklung neuer Anwendungsfunktionen konzentrieren.

DevOps-Konzepte oder -Praktiken

In Deutschland haben bereits 48 Prozent der Befragten DevOps-Konzepte oder -Praktiken eingeführt und 49 Prozent planen dies. Davon möchten wiederum 70 Prozent externe Dienstleister nutzen. Diese Zahl deckt sich mit dem Ergebnis der gleichen Umfrage unter Firmen in Großbritannien, USA und Australien [2]. Hier lagern ebenfalls 70 Prozent DevOps-Dienste aus. Fast zwei Drittel (59%) versprechen sich davon geringere Kosten sowie etwa die Hälfte eine stärkere Konzentration auf Innovationen (50%) und höhere Produktivität (48%). Diese Ergebnisse zeigen, dass die deutschen Unternehmen im Vergleich zu anderen Ländern noch vorsichtiger sind im Hinblick auf den zu erwartenden Nutzen von externen Dienstleistungen. Ihre Bedenken gegenüber Outsourcing werden aber mit der Zeit geringer.

Gründe für und gegen DevOps

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Die Auslagerung von DevOps-Aktivitäten an einen externen Dienstleister, der unterstützende Services anbietet, kann auch andere Argumente gegen den Einsatz von DevOps entkräften. So geben Unternehmen als Gründe für die Nichteinführung solcher Konzepte unter anderem an, dass sie andere, dringendere Prioritäten hätten, der Ansatz nicht relevant für das Unternehmen sei oder nur ein weiteres Modewort der Branche wäre. Demgegenüber sprechen für die geplante oder tatsächliche Auslagerung vor allem geringere Kosten (52%), verbesserte Produktivität (42%), stärkere Ausrichtung auf Innovationen, schnellere Nutzung von Anwendungen (jeweils 38%) und agilere Infrastruktur (29%). Gemäß einer anderen Umfrage, die von Rightscale im Januar 2016 weltweit durchgeführt wurde, steigt die Nutzung von DevOps insgesamt von 66 auf 74 Prozent, bei Groß-Unternehmen liegt sie bei 81 Prozent. Der Einsatz von Docker hat sich mehr als verdoppelt: auf 27 Prozent gegenüber 13 Prozent im Jahr 2015. Weitere 35 Prozent planen die Verwendung von Docker. Bei Ansible hat sich die Zahl der Nutzer verdoppelt (von 10 auf 20 Prozent). Auch Puppet (von 24 auf 32 Prozent) und Chef (von 28 auf 32 Prozent) zeigen starkes Wachstum. Docker, Ansible, Puppet und Chef abstrahieren die Komplexität des Konfigurationsmanagements in DevOps, so dass Shell-Skripte überflüssig werden.

 

7 Tipps zur Einführung von DevOps

 

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  1. Den Grund bestimmen: Warum benötigt das Unternehmen DevOps? Wie lautet die zu erfüllende Geschäftsanforderung? Was ist das zu lösende IT-Problem? Es klingt einfach, aber wer keinen guten Grund für die Einführung von DevOps besitzt, hat oft Startschwierigkeiten.
  2. Die Unternehmenskultur betrachten: Eine erfolgreiche Transformation beginnt mit einer Kultur, die traditionelle Grenzen zwischen Entwicklung und Betrieb durchbrechen kann, die Kommunikation zwischen allen am Auslieferungsprozess von Anwendungen Beteiligten fördert sowie eine konstante Prozess- und Produkt-Verbesserung erreichen will.
  3. Den Impulsgeber identifizieren: Es muss jemanden im Unternehmen geben, der Teams zusammen- und DevOps voranbringt. Aktuelle Studien zeigen, dass der IT-Betrieb hervorragend geeignet ist, um diesen Impulsgeber zu identifizieren und die DevOps-Initiative anzuführen.
  4. Die Beispiel-Anwendung finden: Unternehmen sollten eine Beispiel-Anwendung auswählen, um den DevOps-Prozess einzuführen. Idealerweise ist die Applikation zwar wichtig, aber nicht geschäftskritisch.
  5. Ziele festlegen: Welche Ziele soll das Projekt erreichen? Dabei handelt es sich nicht nur um die üblichen Projektziele wie Anwendungsstabilität, Deadlines oder schnellere Entwicklung, sondern auch Business-Ziele wie Kostenreduktion, höhere Produktivität und Kundenzufriedenheit. Diese gemeinsamen Ziele vereinen das Team.
  6. CALMS nutzen: Nach dem Einsetzen der Arbeitsgruppe sollten Unternehmen das CALMS Framework verwenden:
  • Culture – Betonung auf Zusammenarbeit und Kommunikation
  • Automation – Tools zur Vermeidung manueller Prozesse in der Wertschöpfungskette
  • Lean – Schlanke Prozesse für kürzere Entwicklungszyklen
  • Metrics – Alle Faktoren messen und die Daten in einer kontinuierlichen Feedback-Schleife zur Verfeinerung der Zyklen nutze
  • Sharing – Erfahrungen austauschen, ob sie erfolgreich waren oder nicht, damit andere daraus lernen können, denn konstante Verbesserung ist für DevOps erfolgsentscheidend
  1. Hilfe holen: Bei der Verwaltung von Struktur und Code, Installation und Überwachung sollten externe Experten eingebunden werden. Damit erhalten die eigenen Teams wieder mehr Zeit zur Entwicklung neuer Anwendungsfunktionen gemäß den Kundenwünschen.

 

[1] Im Auftrag von Rackspace befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 205 IT-Mitarbeiter bzw. IT-(Mit-)Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern in Deutschland per Online-Interviews zum Thema DevOps.
[2] Im Auftrag von Rackspace befragte das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne 700 IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Die Befragten waren unter Größen/Sektoren gleichmäßig verteilt und kamen aus den folgenden Ländern: USA (350), Großbritannien (250) und Australien (100).

 

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Rackspace (NYSE: RAX), das führende Managed Cloud Unternehmen, unterstützt Kunden bei der Nutzung von Cloud Computing und entlastet diese gleichzeitig von der damit verbundenen aufwendigen Verwaltung komplexer IT-Infrastrukturen und Anwendungsplattformen. Rackspace Experten bieten im Rahmen des ergebnisorientierten Service Fanatical Support® spezialisiertes Know-how zu führenden Technologien, darunter AWS, Microsoft, OpenStack und VMware. Das Unternehmen hat mehr als 300.000 Kunden weltweit, darunter zwei Drittel der FORTUNE 100. Rackspace wurde als Leader im 2015 Gartner Magic Quadrant for Cloud-Enabled Managed Hosting positioniert und in den letzten elf Jahren als einer der 100 Great Places to Work ausgezeichnet. Weitere Informationen gibt es unter https://www.rackspace.com/de.