Zukunftssichere IT-Infrastrukturen durch SDS

In der fünften Auflage der jährlich durchgeführten Befragung unter IT-Professionals gibt eine Mehrheit (52 Prozent) an, mit Software-defined Storage (SDS) die Lebensdauer der Speicherhardware verlängern und die Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur gewährleisten zu wollen. Trendthemen wie Big Data, Object Storage oder OpenStack spielen in den Investitionsplanungen der Unternehmen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Der Bericht 2015 basiert auf einer weltweiten Befragung von 477 Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchenzugehörigkeit, die SDS einsetzen oder in Erwägung ziehen. DataCores Ziel der Erhebung ist es, die größten speicherbezogenen Herausforderungen in Unternehmen zu identifizieren und die Erfahrungen mit Software-defined Storage in der Praxis zu erfassen. Als Überraschung stellte sich dabei heraus, dass in den Budgetplanungen 2015 Trendthemen wie Big Data, Object Storage und OpenStack derzeit kaum Beachtung finden, was mit eher enttäuschenden Marktentwicklungen zusammenhängen kann.

Für die Investition in Software-definierten Speicher identifiziert die Studie dagegen wichtige Business-orientierte Beweggründe. 52 Prozent der Befragten erwarten, dass sie die Lebensdauer der vorhandenen Hardware verlängern können und mit SDS neue Technologien leichter integrieren können, um ihre IT-Infrastruktur zukunftssicher zu machen. Im Betrieb soll SDS das Management unterschiedlicher Speicherklassen vereinfachen und komplexe Prozesse automatisieren. Fast die Hälfte suchen nach Herstellerunabhängigkeit, um die Hardware-Kosten über konkurrierende Anbieter zu senken. Im Gegensatz zu früheren Erhebungen wird dabei die Senkung der Investitionskosten (Capital expenditures/CAPEX) im Vergleich zu den Betriebskostenvorteilen (Operational expenditures/OPEX) signifikant stärker betont.

Ebenso überraschend für die Marktforscher war, dass sich Flash-Technologien zwar ausbreiten, jedoch in 28 Prozent der Unternehmen gar nicht zum Einsatz kommen und in 16 Prozent die Erwartungen an die Verbesserung der Applikationsperformance nicht erfüllen. 21 Prozent berichten, dass hyper-konvergente Systeme nicht die erforderliche Performance liefern oder sich nicht gut in die Infrastruktur integrieren.

Dagegen planen 72 Prozent der Unternehmen, im Jahr 2015 signifikant in Software-defined Storage und Speichervirtualisierung zu investieren. 81 Prozent erwarten ein ähnliches Investitionsniveau für Software-defined Storage-Technologien im Umfeld von klassischen SANs, virtuellen SANs sowie konvergenten Speicherlösungen.

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Highlights aus der Studie »State of Software-defined Storage«:

  • Speichererweiterung im laufenden Geschäftsbetrieb ist einer der Hauptgründe für Speichervirtualisierungssoftware (52 Prozent). Ebenso stehen synchrone Spiegelung und Metro-Clustering für Hochverfügbarkeit und Business Continuity sowie asynchrone Datenreplikation für das Disaster Recovery auf der Prioritätenliste.
  • Bei neun Prozent der Befragten macht Flash mehr als 40 Prozent der Gesamtspeicherkapazität aus; mehr als die Hälfte (53 Prozent) setzt weniger als 10 Prozent ein.
  • Mehr als 60 Prozent berichten von Leistungseinbußen oder ungenügender Performance nach der Virtualisierung von Server-Workloads. 61 Prozent nennen langsame Applikationen als Hauptproblem, 46 Prozent machen dafür veraltete Speichergeräte verantwortlich.
  • Menschliche Fehler sind die treibende Kraft für Automatisierung. Es wird immer deutlicher, dass die Komplexität und Diversität, die das Datenwachstum begleiten, einen großen Tribut fordern. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass menschliches Versagen der Grund für Ausfälle von Anwendungen und Rechenzentren war.

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Fortschritt durch Software-Defined Storage

»Die Studie wirft ein neues Licht darauf, wie IT-Experten speicherbezogene Innovationen adaptieren. Die Daten zeigen, dass sich Unternehmen von Hardware-gebundenen Speicherfunktionalitäten umorientieren hin zu echten Einsparungen bei Anschaffungs- (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX) sowie zusätzlicher Kaufkraft, indem sie nicht an eine bestimmte Hardware gebunden sind oder gezwungen werden, bei einer Modernisierung alles Vorhandene durch Neues auszutauschen.

Auch deutet vieles darauf hin, dass stark gehypte Technologien wie Object Storage eher in Nischen und Pilotprogrammen zu finden sind, wo die IT ihren Mehrwert erst noch beweisen muss«, sagt George Teixeira, President und CEO bei DataCore. »Software-Defined Storage und Software-basierte Speichervirtualisierung bieten dagegen genau die Services, die der Markt gerade fordert: ständige Verfügbarkeit, schnellere Performance und höhere Effizienz. Dieser konkrete Mehrwert spielt in den Investitionsplänen 2015 eine viel größere Rolle als zukünftige Versprechen von noch nicht bewährten Technologien und Start-ups.«

Deni Connor, Analyst bei SSG-NOW: »Zwei große Überraschungen springen einem aus den Ergebnissen ins Auge: das Fehlen von kurzfristigen Ausgaben für Big Data und Object Storage bei der Mehrheit der Befragten sowie die relativ geringe Verbreitung von Flash-Speicher in den 477 Unternehmen. Nicht überraschend hingegen sind die steigenden Investitionen in Projekte mit Software-Defined Storage, die bekannt dafür sind, sich unmittelbar auszuzahlen.«

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[1] Für DataCores »State of Software-Defined Storage« wurden im April 2015 Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche befragt, um einen statistisch signifikanten Einblick in die Anforderungen an SDS in IT-Umgebungen zu erhalten. Die Befragung erfasste Unternehmen und Organisationen in Nord- und Südamerika, Europa und Asien aus Marktsegmenten wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, Produktion, Bildung, IT-Services und weitere. 45 Prozent der Unternehmen haben weniger als 500 Beschäftigte, 31 Prozent zählen 500 bis 5.000 Mitarbeiter und Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sind zu 23 Prozent vertreten.

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