Telekom und SAP bauen souveräne KI-Plattform für die Bundesregierung

Souveräne KI-Infrastruktur für die digitale Verwaltung in Deutschland. © Deutsche Telekom, Symbolbild, KI-generiert

 

  • Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung beauftragt Telekom und SAP als Erstplatzierte bei der Entwicklung einer souveränen KI-Plattform.

  • Intelligente Dokumentenverarbeitung und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.

  • Erster praktische Anwendung für Dokumentenverarbeitung, Wissensmanagement und Textzusammenfassungen.

 

Google und adesso haben ihre Vergaberüge zurückgezogen. Damit ist der Weg frei für eine KI-Plattform, die Bund, Ländern und Kommunen erstmals eine gemeinsame Infrastruktur bietet. Die Deutsche Telekom erhielt als erstplatzierter Bieter zusammen mit SAP den Zuschlag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) für die Ausschreibung zur »Bereitstellung von PaaS-Diensten für KI-Anwendungen auf einer leistungsfähigen, sicheren und souveränen Cloud-Plattform«.

 

Digitalminister Karsten Wildberger: Das Rückgrat der digitalen Verwaltung

Mit diesem Beschluss setzt die Bundesregierung ein starkes Signal: Deutschland macht Tempo bei der Automatisierung von Verwaltungsprozessen. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung betont: »Mit der KI-Cloud schaffen wir das Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung in Deutschland. Wir setzen damit eine strategische Entscheidung um: Leistungsfähige Digitalisierung für Bund, Länder und Kommunen läuft auf einer Infrastruktur, die wir selbst kontrollieren – sicher, skalierbar und europäisch anschlussfähig. Mit unseren Partnern setzen wir den Maßstab, an dem sich digitale Souveränität künftig messen lässt. Jetzt gilt es, digitale Lösungen weiter in die Fläche der öffentlichen Verwaltung zu bringen und damit den nötigen Modernisierungsschub für unser Land zu beschleunigen.«

 

Telekom-Chef Höttges: »Europa nimmt seine digitale Zukunft selbst in die Hand«

Für Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom AG, ist die Entscheidung ein politisches Bekenntnis: »Wer künftig in der Welt noch eine Rolle spielen will, muss im Rennen um digitale Souveränität vorne sein. Europa hat enormen Nachholbedarf, den wir nicht mit Diskussionen, sondern nur mit Taten beheben. Die Telekom geht hier mit SAP voran. Zusammen sorgen wir dafür, dass Deutschland und Europa die digitale Zukunft selbst in der Hand haben.«

 

Zentrale Schaltstelle für die gesamte öffentliche Verwaltung

Die KI-Plattform ist als zentrale Schaltstelle für die gesamte öffentliche Verwaltung konzipiert: skalierbar, erweiterbar und anschlussfähig an bestehende Fachverfahren. Was heute als Infrastruktur startet, wird morgen zur Entwicklungsumgebung für neue KI-gestützte Verwaltungsdienste.

 

KIPITZ: KI-Assistent für die öffentliche Verwaltung

Zu den ersten Anwendungen zählt KIPITZ – eine KI-Lösung, die Verwaltungsmitarbeitende bei intelligenter Dokumentenverarbeitung, Wissensmanagement, Übersetzungen, Textzusammenfassungen und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren unterstützt. Die Plattform integriert KI-Services, Entwicklungsumgebungen sowie Schnittstellen zu bestehenden Fachverfahren. Sie wird auf der souveränen Infrastruktur der Telekom betrieben.

 

SAP-Chef Christian Klein: »Vertrauenswürdige KI als Fundament digitaler Souveränität«

Auch für SAP unterstreicht die Initiative die strategische Bedeutung souveräner KI-Infrastruktur: »Digitale Souveränität und künstliche Intelligenz gehören zusammen. Genau hier setzt diese Initiative an: Wir bringen unsere Stärke aus Geschäftsprozessen, Daten und vertrauenswürdiger KI über die SAP Business AI Platform ein, um gemeinsam mit der Telekom Innovation im öffentlichen Sektor zu beschleunigen sicher, skalierbar und entlang eines gemeinsamen Standards für Kommunen, Länder und den Bund als Teil des Deutschland-Stacks«, sagt Christian Klein, Vorstandsvorsitzender der SAP SE.

 

Deutschland-Stack als Fundament

Die KI-Plattform ist ein wichtiger Baustein des sogenannten Deutschland-Stacks – einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für Bund, Länder und Kommunen. Ziel ist es, dass Behörden künftig auf gemeinsamen technischen Standards und Plattformen aufbauen, statt viele Einzellösungen zu entwickeln. So soll die Verwaltung moderner, sicherer und effizienter werden.

 

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