Jetzt 25 % Ticketrabatt für »manage it« Leser


»Souveränität, Schritt für Schritt«: Was Unternehmen bei ihrer Datenstrategie beachten sollten

Die digitale Souveränität ist ein zentrales Thema über alle Branchen hinweg. Während viele Unternehmen ihre Daten stärker kontrollieren und unabhängiger von einzelnen Plattformanbietern werden möchten, gibt es gleichzeitig vielerorts noch keine klare Strategie dafür. Sönke Liebau, Mitgründer und CPO von Stackable, beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie Unternehmen ihre Dateninfrastruktur selbstbestimmt betreiben können. Im Interview erklärt er, warum die größten Hindernisse selten technischer Natur sind, welche Rolle Open Source spielt – und weshalb auf dem Weg zur digitalen Souveränität oft auch etwas Mut fehlt.

 

Viele Unternehmen wollen unabhängiger werden, doch oft folgen den Worten keine Taten – etwa, wenn sie trotz erkannter Abhängigkeiten an einem Anbieter festhalten. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Hemmschwellen auf dem Weg zur digitalen Souveränität?

Wir beobachten meist zwei Kategorien von Hemmschwellen: offen genannte Argumente – und unausgesprochene, unternehmenspolitische oder kulturelle Gründe. Oft werden Fachkräftemangel, Kosten oder die technische Komplexität als die größten Bremsklötze aufgeführt. Viele Unternehmen sagen etwa: ›Wir haben nicht die technische Expertise‹ oder ›Die Migration wäre zu aufwendig‹. Und ja, diese Punkte spielen eine Rolle, lassen sich aber in den meisten Fällen lösen, etwa durch den Einsatz von Managed Services bei externen Partnern oder durch Schulungen und Wissensaufbau. Oft haben wir den Eindruck, dass die eigentlichen Hürden tiefer liegen. Wer als IT-Leiter oder CTO über eine Migration entscheidet und sie scheitert, trägt die Konsequenzen – nicht der externe Berater, nicht der Softwareanbieter. Diese Asymmetrie ist real. Dazu kommt, dass Entscheider selten allein handeln: Sie brauchen Budget, Boardgenehmigung, interne Rückendeckung. Was dabei fehlt, ist häufig ein gemeinsames Bild davon, wie ein solcher Wechsel aussehen kann – als kalkulierbares Projekt, nicht als Sprung ins Ungewisse. Viele Unternehmen arbeiten noch immer nach dem Prinzip ›Nobody ever got fired for buying …‹. Das mag in manchen Fällen seine Berechtigung haben, aber so entstehen nun mal langfristige Abhängigkeiten. Manchmal braucht Souveränität einfach mehr Mut. Das sehen wir aktuell etwa in Frankreich, wo sämtliche Ministerien künftig auf Open-Source-Lösungen setzen sollen.

 

Haben Sie einen Rat an Unternehmen, um diese Hürden zu nehmen, wenn es etwa Ängste vor Risiken oder Verantwortung gibt?

Um es ganz klar zu sagen: Die technischen und finanziellen Hürden lassen sich natürlich nicht einfach wegwischen oder übersehen. Es ist verständlich, dass Unternehmen lieber keine Risiken eingehen wollen. Solche Projekte, seien es Software-Migrationen oder ganze Infrastruktur-Wechsel, sind anspruchsvoll, aber lassen sich durch Standardisierung, Automatisierung und externe Unterstützung gut in den Griff bekommen – Unternehmen müssen nicht zwangsläufig für jeden Bereich einen eigenen Experten haben. Die tieferliegenden Hürden sind schwieriger zu überwinden. Hier braucht es Führung und eine strategische Perspektive. Digitale Souveränität sollte nicht als Nice-to-have betrachtet werden, es geht schließlich um Zukunftssicherheit. Dafür braucht es zu Beginn nicht mal einen Masterplan – für den ersten Schritt hilft schon der Einstieg über ein klar abgegrenztes Pilotprojekt, zum Beispiel eine neue einzelne interne Anwendung, die auf einer souveränen Infrastruktur läuft. Wenn die Verantwortlichen sehen, dass neue Ansätze funktionieren und das Risiko sinkt, verschwindet die Angst vor Veränderung meist schnell und die interne Diskussion verändert sich. Digitale Souveränität muss keine strategische Entscheidung über Nacht sein – sie kann als konkretes Projekt beginnen, das man Schritt für Schritt verfolgt.

 

[…]

 

Welche Rolle spielen externe Anbieter bei der digitalen Souveränität?

Wir verstehen uns als Enabler. Wir liefern die technologische Grundlage, mit der Unternehmen zum Owner einer eigenen Datenplattform werden, ohne alles von Grund auf entwickeln zu müssen. Neben der Software stellen wir auch Expertise für Aufbau und Betrieb von Datenplattformen bereit. Ziel ist es, Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihre Datenplattform und Infrastruktur selbst zu steuern – während wir Support, Sicherheitsupdates und neue Funktionen liefern. Und diese Selbstständigkeit ermöglichen wir durch quelloffene Komponenten. Das ist der große Pluspunkt von Open Source: Der Quellcode ist jederzeit einsehbar und es kommen von der internationalen Open Source-Community kuratierte Tools zum Einsatz. Das schafft wahre Unabhängigkeit.

 

[…]

 

Ist der Wechsel von proprietärer Software zu Open Source komplex beziehungsweise sorgt automatisch für mehr Verantwortung?

Eigentlich ganz im Gegenteil, auch eine proprietäre Software, die ich kaufe und selbst betreibe, muss ich als Unternehmen betreiben und beherrschen können. Bei Open Source ist dies sogar einfacher, gerade weil ich den Source Code lesen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. Der entscheidende Unterschied ist eher, dass die Fertigungstiefe bei Open Source oft höher sein muss, da man eben nicht alles »managed« oder »aaS« bekommen kann und viele Firmen es gar nicht mehr gewohnt sind, Systeme selbst zu betreiben. Aber langfristig überwiegen die Vorteile: mehr Transparenz, geringere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und deutlich mehr Flexibilität bei der Weiterentwicklung der eigenen Infrastruktur. Durch Automatisierung und standardisierte Module lässt sich die Komplexität heute beherrschen.

 

In einer Studie des Beratungsunternehmens Adesso gaben die befragten Unternehmen an, dass sie für souveräne Lösungen sogar bereit sind mehr zu bezahlen. Muss die digitale Souveränität teuer sein?

Nein, auf keinen Fall. Kurzfristig können zwar Kosten entstehen, etwa für Migration oder Schulungen. Langfristig reduzieren sich die Kosten aber, weil proprietäre Lizenzmodelle wegfallen und Unternehmen nicht den Preisvorgaben der Hersteller ausgeliefert sind. Wer die Gesamtkosten bzw. TCO, also die Total Cost of Ownership, im Blick hat, wird merken, dass die Souveränität wirtschaftlich absolut sinnvoll ist. Bei Datenplattformen ist es zudem sinnvoll, auf einen transparenten Anbieter zu setzen. Gibt es etwa versteckte Kosten beim Datenvolumen, der Anzahl an Anwendern oder der allgemeinen Skalierbarkeit? Wer diese Punkte berücksichtigt, ist auf der sicheren Seite.

 

Kann sich Deutschland bei Open Source und der digitalen Souveränität etwas bei anderen Ländern abschauen?

Das würde zumindest nicht schaden. Vor allem, um Open Source und die digitale Souveränität auch im öffentlichen Raum zu verankern. Es gibt Positivbeispiele aus Deutschland, zum Beispiel die Open Source-Strategie von Schleswig-Holstein, um die digitale Souveränität zu stärken. Im Gesamtkontext gibt es aber einigen Verbesserungsbedarf – das zeigen auch die über acht Milliarden Euro für Einzel- und Rahmenverträge, die die Bundesregierung an US-Unternehmen zahlt. Die Schweiz hat etwa ein Gesetz eingeführt, durch das Regierungssoftware als Open Source veröffentlicht werden muss. Auch andere Länder wie Finnland oder die skandinavischen Staaten sind führend bei solchen Initiativen. Und dann gibt es natürlich noch das erwähnte Beispiel in Frankreich. Kurzgesagt: In Deutschland wird oft noch diskutiert, während anderswo die Umsetzung konsequent vorangetrieben wird. Natürlich braucht der Weg zur Datensouveränität Mut, aber dieser Mut wird sich auszahlen. Der Weg zur digitalen Souveränität ist selten geradlinig – und wer ihn geht, tut das meist nicht aus einem einzigen Beschluss heraus, sondern Schritt für Schritt. Was ich aus vielen Gesprächen mitnehme: Der erste konkrete Schritt verändert die Perspektive. Nicht weil er alle Probleme löst, sondern weil er zeigt, dass digitale Souveränität kein Wunschdenken ist, sondern machbar.

 

1270 Artikel zu „digitale Souveränität“

Digitale Souveränität ist keine politische Forderung. Sie ist eine Vertragsklausel.      ­

­         Von Christian Uhl, CEO enthus GmbH Wer die Debatte um digitale Souveränität verfolgt, begegnet zwei hartnäckigen Missverständnissen. Das erste: Souveränität sei ein politisches Infrastrukturprogramm – europäische Alternativen zu amerikanischen Hyperscalern aufbauen, technologische Unabhängigkeit als Staatsziel. Das zweite: Souveränität bedeute, alles selbst zu betreiben und damit auf Skalierbarkeit, Innovationstempo und Wirtschaftlichkeit zu verzichten. Beides ist…

KI, Cloud und digitale Souveränität – Fünf zentrale Trends im DMS

Künstliche Intelligenz prägt auch 2026 das Dokumentenmanagement und treibt spürbare Effizienzgewinne voran. Gleichzeitig wächst der Anspruch, Daten stärker zu kontrollieren und digitale Souveränität zu sichern. Daraus ergeben sich die zentralen DMS-Trends des Jahres.

Digitale Souveränität zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Was die CPT 2026 über Europas Handlungsfähigkeit im Cyberzeitalter verrät

Die digitale Souveränität ist zur entscheidenden geopolitischen und wirtschaftlichen Machtfrage geworden – Europa gerät ohne eigene technologische Alternativen in kritische Abhängigkeiten. Er? macht deutlich, dass echte Souveränität weniger durch politische Bekenntnisse als durch konsequente Investitionsentscheidungen, europäische Anbieter und ein strategisches Verständnis von Cybersicherheit als Führungsaufgabe entsteht.

Digitale Souveränität: Eine strategische Frage mit Auswirkungen auf die Architektur – Kontrolle statt Illusion von Unabhängigkeit

Digitale Souveränität ist eines der meistdiskutierten Themen der IT-Branche – und gleichzeitig eines der am häufigsten missverstandenen. Zwischen regulatorischem Druck, geopolitischen Unsicherheiten und technologischen Abhängigkeiten wächst der Handlungsdruck auf Unternehmen. Doch was bedeutet digitale Souveränität konkret – und wie lässt sie sich realistisch und angemessen erreichen?

Digitale Souveränität braucht auch einen professionellen Aufenthaltsrahmen

Digitale Souveränität wird meist über technische und strategische Fragen definiert. Datenstandorte, Cloud-Architekturen, Zugriffsrechte, Security-Konzepte, Plattformabhängigkeiten und Compliance gelten zu Recht als zentrale Bausteine. Im Unternehmensalltag zeigt sich aber, dass Souveränität nicht nur in Systemen entsteht. Sie zeigt sich auch in den Rahmenbedingungen, unter denen Entscheidungen vorbereitet, diskutiert und abgestimmt werden. Gerade bei sensiblen Themen reicht…

Digitale Souveränität: Kontrolle statt Illusion der Unabhängigkeit

Warum Unternehmen jetzt klare Architektur-entscheidungen treffen müssen.   Digitale Souveränität wird oft mit vollständiger Unabhängigkeit verwechselt – doch in der Realität geht es um etwas anderes: die Fähigkeit, Abhängigkeiten bewusst zu steuern. Zwischen regulatorischem Druck, geopolitischen Risiken und wachsender Marktkonzentration müssen Unternehmen ihre IT‑Architektur neu bewerten. Entscheidend ist nicht Abschottung, sondern Kontrolle.   Digitale Souveränität…

Neue Managed Services stellen die Weichen für digitale Souveränität

Controlware betreibt Cloud-basiertes Security Operations Center auf Basis von Sekoia.io   Controlware erweitert das Managed Service-Portfolio um neue, digital souveräne SOC-Services auf Basis der europäischen Threat-Detection-&-Response-Plattform Sekoia.io. Das Angebot richtet sich an mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen, die ihre Cyberabwehr stärken und gleichzeitig wachsenden Anforderungen an Datenhoheit, regulatorische Sicherheit und technologische Unabhängigkeit gerecht…

OfficeMaster Suite 9: Mehr digitale Souveränität, Sicherheit und Flexibilität

Die Ferrari electronic AG, Anbieter für Unified-Messaging-Lösungen, präsentiert die Version 9 seiner OfficeMaster Suite. Mit der neuen Version führt Ferrari electronic innovative Funktionen ein, um Projekte zur Digitalisierung und digitalen Souveränität in allen Branchen voranzubringen. Dazu zählen künstliche Intelligenz im Messaging, zeitgemäße Technologien wie der SMS-Nachfolger RCS für den Dokumentenempfang und als Tech Preview ein…

Digitale Souveränität am PC: Ein technischer Leitfaden für echte Kontrolle über Daten und Systeme

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit, die eigenen digitalen Ressourcen – Daten, Software, Kommunikationskanäle und Infrastruktur – unabhängig, transparent und selbstbestimmt zu betreiben. In einer IT‑Landschaft, die zunehmend von proprietären Plattformen, Cloud‑Abhängigkeiten und intransparenten Telemetrieströmen geprägt ist, wird dieser Anspruch zu einem zentralen Qualitätsmerkmal moderner IT‑Nutzung. Digitale Souveränität entsteht jedoch nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern…

Neue Funktionen für Dokumentenaustausch unterstützen Digitalisierung und digitale Souveränität im Gesundheitswesen

Auf der DMEA Halle 3.2, Stand D-103: Ferrari electronic stellt neue Version 9 der OfficeMaster Suite vor.   Die Ferrari electronic AG, ein Anbieter für Unified-Messaging-Lösungen mit dem Schwerpunkt auf sicheren Dokumentenaustausch, ist vom 21. bis 23. April 2026 auf der DMEA vertreten. Das Berliner Unternehmen zeigt auf dem Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg (Halle 3.2, Stand D-103) die neue Version…

Digitale Souveränität beginnt im Betriebsmodell: Wandel im Application Management

Analysten sehen vertikalisiertes Application Management als Antwort auf KI-Integration, Governance-Druck und steigende Anforderungen an Transparenz und Kontrolle.   Digitale Souveränität wird häufig als Infrastrukturfrage diskutiert – als Entscheidung für bestimmte Cloud-Anbieter oder Rechenzentrumsstandorte. Doch im KI-Zeitalter greift diese Perspektive zu kurz. Wichtige Kernfähigkeiten wie Transparenz und Kontrolle über die eigene Systemlandschaft entstehen vor allem durch…

Meilenstein für Europas digitale Souveränität: European Edge Continuum geht live

Souveräne digitale Infrastruktur auf Basis europäischer Werte. European Edge Continuum (für die Initiativen IPCEI-CIS und 8ra): Fünf führende Betreiber präsentieren die erste paneuropäische federated Edge-Cloud auf dem MWC 2026.     Europa macht einen großen Schritt in Richtung digitale Souveränität. Auf dem Mobile World Congress 2026 werden Deutsche Telekom (DT), Orange, Telefónica, TIM und Vodafone…

Digitale Souveränität gemeinsam gestalten: BSI und Schwarz Digits schließen strategische Partnerschaft

Das BSI und Schwarz Digits kooperieren bei der Entwicklung souveräner Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltung. Die Partner entwickeln Kontrollschichten und sichere Cloud-Systeme auch für kritische Daten. Souveräne Infrastruktur sichert die Handlungsfähigkeit gegen hybride Bedrohungen und verhindert Vendor Lock-ins.   Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der…

KI und digitale Souveränität: KI entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit bis 2030

Keine Zukunft ohne künstliche Intelligenz (KI)? Eine neue Studie der Digitalberatung valantic in Kooperation mit dem Handelsblatt Research Institut (HRI) gibt hierauf eine klare Antwort: Unternehmen, die nicht konsequent auf KI-Technologien setzen, werden bis 2030 ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Vier von fünf Entscheider (79 Prozent) stimmten dieser Aussage im Rahmen der neuen C-Level-Befragung »Digital Excellence Outlook…

Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft

Seit Jahren wird über digitale Souveränität diskutiert, meist als theoretisches Ideal. Doch die geopolitische Lage hat das Thema 2026 zur existenziellen Geschäftsbedingung gemacht. Heute ist digitale Souveränität weit mehr als nur ein IT-Standard oder Datenschutz-Compliance. Es ist die Fähigkeit, als Organisation handlungsfähig zu bleiben, wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen den digitalen Datenfluss unterbrechen.…

Digitale Souveränität, Sicherheit, KI: Wie sich Europas IT-Strategien neu ausrichten 

Unternehmen in Europa stehen vor einem Dilemma: Entweder sie halten am Status quo fest und riskieren eine folgenschwere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern – oder sie akzeptieren die tiefgreifenden technologischen Veränderungen und machen ihre IT wirklich zukunftsfähig. Das Festhalten an proprietären Single‑Vendor‑Lösungen ist längst nicht mehr nur eine Frage der Technologie. Es ist ein finanzielles Risiko und kann zur Bedrohung für das…

Fünf IT-Schlüsseltrends für digitale Souveränität im Jahr 2026

Speicherknappheit, souveräne Clouds, Halbleiterstrategie und Transparenzpflichten verändern Beschaffung und Betrieb. Der Verein zur Förderung von IT aus Europa (ITE) erwartet für 2026 ein Jahr entscheidender Weichenstellungen: Globale Engpässe bei Speicher, neue regulatorische Vorgaben der EU sowie der Ausbau souveräner Cloud- und Dateninfrastrukturen verändern, wie Unternehmen ihre IT planen, einkaufen und betreiben. Der Verein identifiziert dabei…

Confidential Computing für die digitale Souveränität – Sichere Datenverarbeitung in unsicheren Zeiten

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wollen ihre Daten in der Cloud verarbeiten können, ohne dabei Vertraulichkeit, Datenhoheit oder Compliance zu gefährden. Confidential Computing gilt als Schlüsseltechnologie, um genau dies zu erreichen. Worauf ist bei der Implementierung von Confidential Computing zu achten?

Cybersicherheit und digitale Souveränität: Kann Europa die Kontrolle zurückgewinnen?

In europäischen Organisationen wächst das Bewusstsein für die Bedeutung digitaler Souveränität rasant. Die Wahl einer souveränen Lösung bedeutet im Cybersicherheitsumfeld eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe sowie eine gesicherte Datenintegrität, Vertrauen und Entscheidungsautonomie.   Laut dem Barometer Digitale Souveränität 2025 von Ey betrachten bereits heute vier von fünf Unternehmen Souveränität als zentrales Kriterium, das künftig noch…

Digitale Souveränität umsetzen

Der Mobility Data Space (MDS) hat mit der Nutzung von Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation begonnen und setzt damit neben seinem dezentralen Datenraum auf ein starkes Fundament für digitale Souveränität in Deutschland und Europa. Mit der Initiative zur Integration von Wire in die Kommunikationsprozesse des Mobility Data Space zeigt der MDS konkret, wie europäische Technologie, Sicherheit und Werte…

IT-Trends 2026: KI, Cyberrisiken und digitale Souveränität verändern die IT-Landschaft

Die digitale Welt befindet sich im Umbruch – sie wird komplexer, schneller und zugleich deutlich angreifbarer. Vor allem künstliche Intelligenz und moderne IT-Sicherheitskonzepte gehören zu den zentralen Trends, die bestimmen, wie Unternehmen ihre Netzwerke, Schutzmechanismen und Datenstrukturen künftig gestalten müssen.   »Wir stehen an einem Punkt, an dem Unternehmen ihre technologische Zukunft konsequenter denn je…

SAP und französische KI-Unternehmen stärken gemeinsam Europas digitale Souveränität

Die SAP SE hat eine engere Zusammenarbeit mit französischen KI-Unternehmen bekannt gegeben, die sowohl neue als auch vertiefte Partnerschaften mit Bleu, Capgemini und Mistral AI einschließt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die SAP-Expertise bei Unternehmensanwendungen mit dem dynamischen KI-Ökosystem Frankreichs zu vereinen. Damit sollen sichere, skalierbare und KI-gestützte Cloud-Lösungen entwickelt werden, die den Schutz von…

Cloudwashing – Warum digitale Souveränität mit US-amerikanischen Partnern ein Märchen ist

In den USA ansässige Cloudprovider werben im europäischen Markt mit »Sovereign Clouds« und EU-konformer Datensouveränität. Unter Vorschriften wie dem CLOUD Act und FISA 702 bleiben europäische Daten jedoch niemals vor den USA geschützt. Wie funktioniert systematisches Cloudwashing, welche Risiken entstehen daraus für deutsche Unternehmen und welche Alternativen bieten echte Datensouveränität?   Roland Stritt, CRO beim…

Digitale Souveränität: 2026 – das Ende der Ausreden

Kommendes Jahr ändert sich vieles für Unternehmen, denn die EU macht ernst mit digitaler Souveränität. Die folgenden sechs Trends zeigen die Tücken und Herausforderungen, wenn Anforderungen wie NIS2 und DORA verpflichtend werden.   Ab 2026 gibt es kein »Weiter so« mehr: Mit der verpflichtenden Umsetzung von NIS2 und DORA wird digitale Souveränität zur rechtlichen Realität…

In welchen konkreten Schritten kann ein Unternehmen digitale Souveränität erlangen?

In einer zunehmend digitalisierten Welt wird die digitale Souveränität für Unternehmen immer wichtiger. Sie ermöglicht es, Kontrolle über Daten, Systeme und Prozesse zu behalten und sich von externen Abhängigkeiten zu lösen. Doch wie kann ein Unternehmen diesen Zustand erreichen? Ein klarer Fahrplan mit konkreten Schritten und Prioritäten zeigt den Weg zu mehr Unabhängigkeit und Sicherheit…

Souveräne, skalierbare und zukunftssichere IT-Lösungen – »Digitale Souveränität ist eine Notwendigkeit, kein Trend«

Wo Sicherheit, Resilienz und digitale Souveränität zentrale Anforderungen sind, brauchen Organisationen einen vertrauenswürdigen Partner mit fundierter Erfahrung und Technologiekompetenz für skalierbare, hoch­verfügbare, interoperable IT-Systeme. Im Interview erklärt Matthias Moeller, CEO von Arvato Systems und Bertelsmann CIO warum der Grad an Souveränität immer zum konkreten Anwendungsfall passen muss.

Bitdefender und secunet: Digitale Souveränität in der Cloud

Bitdefender, ein in Europa ansässiges führendes Cybersecurity-Unternehmen, hat seine strategische Partnerschaft mit secunet bekanntgegeben, einem Unternehmen, das auf digitale Souveränität und den Schutz hochkritischer Umgebungen, etwa von Behörden, spezialisiert ist. In Deutschland kann Bitdefender ab sofort Bitdefender GravityZone, seine umfassende Plattform für Cybersicherheit, Risikomanagement und Compliance, in der souveränen OpenStack Cloud von SysEleven, einem Tochterunternehmen…

»Index Digitale Souveränität«: Vier von fünf Unternehmen ohne Strategie

Digitale Souveränität wird für die deutsche Wirtschaft zum Erfolgsfaktor – doch eine Strategie dafür hat kaum ein Unternehmen entwickelt: Das zeigt der erstmals ermittelte »Index Digitale Souveränität«, den adesso gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute erhoben hat [1]. Die branchenübergreifende Umfrage unter rund 500 Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand macht deutlich: Die deutsche Wirtschaft…

Erfolg für digitale Souveränität

DSAG begrüßt souveränes Cloud-Angebot von SAP als Meilenstein für kritische Infrastrukturen. Die DSAG begrüßt die SAP-Ankündigung, ihr Portfolio an souveränen Cloud-Angeboten für Europa entscheidend auszubauen. Mit neuen Hosting-Optionen, klaren Compliance-Zusagen und einer verstärkten Grundlage für den Einsatz von künstlicher Intelligenz geht SAP auf eine langjährige Forderung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) ein.   »Dass…

Cybersicherheit neu denken – Mehr digitale Souveränität und Resilienz

Die Cybersicherheitslandschaft in Europa verändert sich deutlich. Unternehmen stehen vor einer Zeitenwende, die von steigenden Bedrohungen, der Durchdringung künstlicher Intelligenz und einem wachsenden Bewusstsein für digitale Souveränität geprägt ist. Der HarfangLab State of Cybersecurity Report 2025 zeigt, dass 40 Prozent der befragten Unternehmen ihr Cyberbedrohungsniveau als »extrem ernst« oder »sehr ernst« einschätzen [1]. Zugleich ist…

Unternehmen setzen bei Cybersicherheit zunehmend auf digitale Souveränität

81 Prozent der Führungsetagen in deutschen Unternehmen messen digitaler Souveränität heute mehr Bedeutung bei als noch vor einem Jahr.   Eine aktuelle Studie des europäischen Cybersicherheitsunternehmens HarfangLab zeigt, dass Performance allein nicht mehr ausreicht: Bei der Wahl von Cybersicherheitslösungen achten deutsche Unternehmen verstärkt auf Fragen der Rechtszuständigkeit, Kontrolle und Transparenz [1]. Demnach geben 59 Prozent…

Digitale Souveränität: Von der Abhängigkeit in die Eigenverantwortung – Digitale Abhängigkeit als strategisches Risiko

Was lange als bequem galt, entpuppt sich zunehmend als Risiko. Viele deutsche Unternehmen haben sich über Jahre hinweg in komfortable technologische Abhängigkeiten begeben – vor allem von großen US-amerikanischen Softwarekonzernen. Doch angesichts geopolitischer Spannungen rückt eine Frage zunehmend in den Fokus unternehmerischer Verantwortung: Wie souverän ist die eigene digitale Infrastruktur?

Mehr digitale Souveränität für Bildung, Verwaltung und künstliche Intelligenz

Der bundesweite Digitaltag am 27. Juni 2025 steht unter dem Motto »Digitale Demokratie: Mitreden. Mitgestalten. Mitwirken.« Aus Sicht der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) ist dieser Tag ein guter Anlass, um auf drei zentrale Voraussetzungen einer funktionierenden digitalen Demokratie hinzuweisen: digitale Bildung, eine leistungsfähige digitale Verwaltung sowie digitale Souveränität – auch im Umgang mit neuen…

»Kauf europäisch« ist nicht genug – digitale Souveränität gibt es nur mit Open Source Software

Standpunkt von Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität. Nie war deutlicher als in diesen Tagen, wie kritisch es um unsere digitale Souveränität steht. Der von den USA ausgelöste internationale Zollkrieg tobt, geopolitische Krisen bestimmen die Politik, und die USA sind längst kein verlässlicher Partner mehr, sondern verhalten sich…

Digitale Souveränität am Rand – Europas Infrastrukturpläne für das MEC-Zeitalter

Digitale Souveränität stärken und den Ausbau moderner Infrastrukturen vorantreiben sind die Vorgaben der Stunde. Ein zentrales Element dieser Strategie ist das Multi-Access Edge Computing (MEC), das insbesondere im Kontext von 5G-Netzen an Bedeutung gewinnt. MEC verlagert Rechenleistung näher an den Nutzer, indem es Datenverarbeitung an den Rand des Netzwerks bringt, beispielsweise in Antennenstandorte oder lokalen…

Europas digitale Souveränität beginnt bereits in der Grundschule

Ein Kommentar von Christian Gericke, Geschäftsführer der d.velop mobile services GmbH, Chief of Public Affairs bei d.velop und Vizepräsident des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. (BITMi)   Digitale Souveränität ist ein Schlagwort, das zwar gerne und häufig in politischen Reden und Strategiepapieren verwendet, in der Praxis aber fast immer viel zu kurz gedacht wird. Schnell geht es…

Digitale Souveränität: Wie viele Rechenzentren braucht es für eine Unabhängigkeit von US-Cloud-Diensten?

Wenn geopolitische Realität auf digitale Abhängigkeit trifft.   Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Europa reagiert auf US-Strafzölle mit Gegenzöllen auf digitale Dienstleistungen – Cloud-Dienste wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud könnten dadurch drastisch teurer oder regulatorisch eingeschränkt werden. Dieses Szenario ist längst keine geopolitische Spekulation mehr, sondern eine reale Drohkulisse: Nach der Ankündigung…

CISPE: Investieren in europäische, digitale Souveränität

CISPE aktualisiert Grundsätze zur digitalen Souveränität und investiert eine Million Euro in Open Source zur Umsetzung verteilter Cloud-Infrastrukturen. Verteilte Cloud-Infrastrukturen sind entscheidend für die Bereitstellung souveräner Cloud-Dienste in Europa.   CISPE (Cloud Infrastructure Service Providers in Europe) investiert eine Million Euro in die Entwicklung von Open-Source-Software, um das Fulcrum-Projekt voranzutreiben – ein zentraler Schritt hin…